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Karlsruhe Extraportion Grass und Gauck: Mehr Literatur in Karlsruhe

Günter Grass und Joachim Gauck sind nur zwei der großen Namen, die der Verein Literarische Gesellschaft Karlsruhe in den vergangenen Jahren gemeinsam mit der KMK und Paul Kaufmann, dem Inhaber der Stephanus-Buchhandlung nach Karlsruhe geholt haben. Nun ist es beschlossene Sache: Die Zusammenarbeit des Erfolgstrios soll intensiviert werden.

Das gaben die Beteiligten am Dienstag im Rahmen eines Pressegesprächs im Karlsruher Prinz-Max-Palais bekannt. "Die KMK ist viel mehr als nur Messe", erklärte KMK-Geschäftsführerin Britta Wirtz.

"Mit den Häusern am Festplatz haben wir eindeutig auch einen Auftrag in Sachen Kultur und die Kultur soll dahin, wo sie hingehört, nämlich an Orte wie das Karlsruher Konzerthaus." Die bisherigen literarischen Lesungen, unter anderem mit Günter Grass, Joachim Gauck und Harald Hurst, seien so erfolgreich gewesen, dass man so ein Programm einfach weiterführen müsse, so die Messechefin weiter. Und die Literarische Gesellschaft Karlsruhe sei genau der richtige Partner, um weiterhin hochkarätige Autoren nach Karlsruhe zu holen.

Start einer neuen Reihe: Mehr Literatur für Karlsruhe

So startet mit dem Auftritt von Rafik Schami am Montag, 21. Mai, die neue Veranstaltungsreihe "Literatur im Konzerthaus". "Wir bieten quasi die Räumlichkeiten, während die Literarische Gesellschaft mit ihrem Gespür und ihren Kontakten uns die großen Namen der Literaturszene nach Karlsruhe holt", so Wirtz weiter. Mit im Boot auch Paul Kaufmann, Karlsruher Literaturexperte und Inhaber der Stephanus-Buchhandlung, der mit seinen Beziehungen in die Autorenszene schon manchen Star der schreibenden Zunft in die Fächerstadt geholt hat.

800 bis 1.000 Zuschauer sollen bei den Veranstaltungen künftig das Konzerthaus füllen. Hansgeorg Schmidt-Bergmann, Geschäftsführender Vorsitzender der Literarischen Gesellschaft, legte dar, dass erst einmal drei bis vier Veranstaltungen pro Jahr geplant seien. Man müsse in Karlsruhe erst einmal eine echte Literaturszene etablieren, dann könne man es sicherlich auch wagen, junge, neue und aufstrebende Talente einzuladen, ohne einen Flop fürchten zu müssen. Wichtig ist ihm das Umfeld der Lesungen: "Ich finde schon, dass solch eine Lesung einen festlichen Charakter haben sollte. Da gehört es schon auch dazu, dass es nach dem Programm noch eine Signierstunde oder ähnliches gibt und man noch ein wenig bei einem Bier oder einem Wein zusammenkommen kann."

So sei es dann auch mit Hilfe der KMK möglich, eine noch breiteres Interesse für die Literatur in Karlsruhe zu schaffen: "Die Literatur wird hier schon auch wahrgenommen", sagt Schmidt-Bergmann, "aber sie muss einfach noch präsenter werden, damit wir auch auf diesem Gebiet mit anderen Städten konkurrieren können." Alle Beteiligen sind sich sicher, dass man dies mit einem regelmäßigen Angebot erreichen kann. Namen könne man noch keine nennen, man wolle sich vorbehalten, auch kurzfristig auf Trends der Szene zu reagieren, um stets aktuelle und interessante Veranstaltungen bieten zu können.

Vorgeschmack

Wer einen Vorgeschmack auf die neue Veranstaltungsreihe möchte, kann am Motag, 21. Mai, um 20 Uhr zu Rafik Schamis Lesung "Die Frau, die ihren Mann auf dem Flohmarkt verkaufte" im Karlsruher Konzerthaus kommen. Auch die Ausstellung "Literatur in Baden-Württemberg 1970 - 2010", die derzeit im Museum für Literatur am Oberrhein zu sehen ist, gibt einen guten Überblick für Einsteiger in die Literaturszene.

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