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Karlsruhe/Bruchsal Entlastung für Karlsruher LEA: Bruchsaler Feuerwehrhalle nimmt 500 Flüchtlinge auf

Innenminister Reinhold Gall hat am Sonntag, 14. September, die Landesfeuerwehrschule (LFS) in Bruchsal besucht, um sich vor Ort ein Bild der Lage in der provisorischen Flüchtlingsunterkunft auf der Feuerwehr-Übungsanlage zu machen. Die LFS war jüngst beauftragt worden, 500 Flüchtlinge aufzunehmen, um die Landeserstaufnahmestelle in Karlsruhe zu entlasten.

Der Innenminister zeigte sich beeindruckt von der logistischen und organisatorischen Leistung, die dort angesichts der humanitären Notlage in kürzester Zeit erbracht wurde, so heißt es in einer Pressemitteilung in eigener Sache.

Bruchsaler Feuerwehr-Übungshalle: 500 Flüchtlinge provisorisch untergebracht

Er lobt das große Engagement aller Einsatzkräfte und dankt, auch im Namen von Ministerpräsident Winfried Kretschmann, den Beteiligten von Feuerwehr, Deutschem Roten Kreuz, Johanniter Unfallhilfe, Malteser Hilfsdienst und vom Technischen Hilfswerk aber auch den privaten Dienstleistern, die mit der Verpflegung oder der Reinigung beauftragt sind.

Am vergangenen Dienstag, 9. September, war die LFS damit beauftragt worden, in der Feuerwehr-Übungshalle eine provisorische Lösung für die Unterbringung von 500 Menschen aufzubauen, da die Aufnahmekapazitäten in der Landeserstaufnahmeeinrichtung für Flüchtlinge in Karlsruhe (LEA) sowie in den Außenstellen derzeit vollkommen ausgeschöpft seien.

Seither versorgen Kräfte des Bevölkerungsschutzes und private Dienstleister 500 Menschen, darunter über 170 Kinder unter zwölf Jahren, an der LFS. Auf Grund der andauernden humanitären Notlage haben die zuständigen Stellen die Unterbringung der Menschen an der LFS mittlerweile bis einschließlich Mittwoch, 17. September 2014 verlängert.

Parsa Marvi: "Notunterkünfte dürfen nicht zu Dauereinrichtungen werden"

Auch in Karlsruhe selbst wird aktuell über die Unterbringung der Flüchtlinge diskutiert. Der Karlsruher SPD-Vorsitzende Parsa Marvi fordert die Landesregierung nun zur Schließung der Notunterkünfte in der Stadt auf. Zuvor hatte eine SPD-Delegation gemeinsam mit dem SPD-Landtagsabgeordneten Johannes Stober und Karlsruhes Sozialbürgermeister Martin Lenz (SPD) die provisorische Notunterkunft in der Karlsruher Rheinstrandhalle besichtigt.

"Der Anspruch der Landesregierung im Umgang mit Flüchtlingen muss mehr beinhalten als die Unterbringung von hunderten Menschen in Notunterkünften ohne warme Mahlzeit und mit zweifelhafter medizinischer Versorgung", erklärt Parsa Marvi und bekräftigt: "Notunterkünfte dürfen nicht zu Dauereinrichtungen werden. Sie müssen geschlossen und durch eine angemessene Unterbringung ersetzt werden."

Als positives Signal werte die SPD deshalb die zügige Einrichtung weiterer Aufnahmekapazitäten in ehemaligen Kasernen in Heidelberg und in Meßstetten (Zollernalbkreis). Ausdrücklich dankt Parsa Marvi den zahlreichen ehrenamtlichen Helfern: "In diesen schwierigen Wochen stehen die Menschen in Karlsruhe fest zusammen und antworten auf die Flüchtlingskrise mit Solidarität und Nächstenliebe."

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Kommentare (8)
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  •   Smartraver
    (7542 Beiträge)

    Déjà-vu
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  • unbekannt
    (1444 Beiträge)

    Es muss geholfen werden...
    ...soviel ist mal sicher. In Bruchsal wurden von Beginn an Muslime von Ungläubigen getrennt. Darauf ist man besonders stolz. SWR1
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  •   Wuehlmaus
    (3488 Beiträge)

    Und das geht in Deutschland?
    Bekommen die auch muslimische Sozialhelfer? Oder sind wir dafür gut genug?
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  •   juanzorro
    (889 Beiträge)

    inner Feuerwehrhalle ...
    würd von uns keiner freiwillig übernachten! Also den Flüchtlingen mutet man schon was zu, auf der anderes Seite, besser wie im Bürgerkrieg abgemurkst zu werden ....
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  •   Wuehlmaus
    (3488 Beiträge)

    Ich glaube, da sind sie nicht ganz auf dem Laufendem.
    Solche Hallen, auch Sporthallen, werden gerne bei Hochwasser genutzt. Zu Vier-Sterne Hotels reichts es in der Regel nämlich nicht.

    Und die Hilfe für die Opfer hat es auch nicht eilig.
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  • unbekannt
    (495 Beiträge)

    "Notunterkünfte dürfen nicht zu Dauereinrichtungen werden"
    Das Zeigt wie Planlos das ganze ist.

    "In diesen schwierigen Wochen stehen die Menschen in Karlsruhe fest zusammen und antworten auf die Flüchtlingskrise mit Solidarität und Nächstenliebe."

    Ich hab Bildern von Tanzenden Menschen auf einer grünen Wiese im Kopf. Das ist sooo schöööön.
    Hallo ? Jemand zuhause ?
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  •   alwa
    (118 Beiträge)

    ist es nicht erlaubt
    den Ehrenamtlichen Helfern der Flüchtlingshilfe zu danken???
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  •   runsiter
    (11979 Beiträge)

    danken???
    Das ist eindeutig Rhetorik vom rechten Rand, da ist es zum Herrenmenschendenken mehr nicht weit. Die haben das verbriefte Recht auf Asyl, es wäre unangemessen sich für unsere Pflicht zu bedanken.

    ;-)
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