Linkenheim-Hochstetten EnBW erneuert Umspannwerk Hochstetten: Fünf Millionen für neue Schalttechnik

Die EnBW Regional AG führt umfangreiche Erneuerungsmaßnahmen am Umspannwerk Hochstetten aus. Im Zuge dessen hat das Unternehmen die komplette 20.000-Volt- und 110.000-Volt-Anlage des Umspannwerks erneuert und rund fünf Millionen Euro investiert.

Vor fünf Jahren begann die EnBW die Erneuerung unter anderem mit dem Bau eines Betriebsgebäudes für die neue 20-kV-Schaltanlage. Während sich die alte Schaltanlage über zwei Stockwerke erstreckte, ist die neue Steuerungstechnik nun in einem eingeschossigen Betriebsgebäude untergebracht.

Bis Ende Juli sollen die aus den 50er und 60er Jahren stammende 110.000-Volt-Schalt- und Verteileranlagen vollständig ausgetauscht sein. War die vorherige Anlage nur bedingt über einen Leistungsschalter aus der Ferne steuerbar, kann nun alles extern gesteuert werden. In diesem Zuge ersetzte die EnBW sämtliche Fundamente der neu gebauten Anlagenteile durch neue. Auf Grund der Lage im Tiefgestade und der dort vorherrschenden Bodenverhältnisse mussten alle Fundamente durch nahezu 1.000 Pfahlgründungen separat gesichert werden.

Erhöhte Versorgungssicherheit

Ausgestattet mit modernen gasisolierten Schaltmodulen änderte sich auch das äußere Erscheinungsbild des Umspannwerks deutlich. Waren bisher die Schaltvorgänge klar sicht- und hörbar, so geschieht dies künftig verborgen im Innern der Schaltmodule. Die Betriebsgeräusche der Schaltanlage fallen somit weit geringer aus. Auch ist die neue Technik kompakter und benötigt wesentlich weniger Platz. Die Verbindung der Verteilfelder miteinander erfolgt nicht wie bisher mit Freileitungsseilen, sondern dem heutigen Stand der Technik entsprechend über Rohrverbindungen.

Darüber hinaus ist eine zweite Sammelschiene im Umspannwerk installiert. Im Bedarfsfall könnte über sie die komplette Versorgung mit allen notwendigen Schaltfunktionen erfolgen. Dies erhöht die Versorgungssicherheit und erlaubt den flexiblen Einsatz des Umspannwerks zur Stromversorgung in der Region. Zudem hat auch die Umwelt einen Vorteil durch den Umbau. Die Anlagenfläche wurde dadurch um etwa 20 Prozent kleiner. 226 Quadratmeter des Grundstücks können wieder entsiegelt und begrünt werden. Dies teilt die EnBW in einer Pressemeldung mit.

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