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25.04.2012 13:53
 
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Elefantenhaus wird erweitert - Lärmschutz gegen Kombilösung [22]

Die Kombilösung sorgt für Lärm. Deshalb sollen in die Fassade des Technischen Rathauses (links im Bild) Schallschutzfenster eingebaut werden. Zur Webcam
Bild:ka-news

Karlsruhe (trs) - Die Tagesordnung im Gemeinderat umfasste am Dienstagabend 24 Punkte. Über Bürgerbeteiligung und das Thema Windkraft hat ka-news bereits berichtet. Nun haben wir für Sie eine Übersicht zusammengestellt, worüber außerdem im Bürgersaal des Rathauses diskutiert und welche Entscheidungen gefällt wurden.
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"Keine Experimente" - das ist die Karlsruher Devise in der Dikussion um die Biomüllvergärung. Zumindest, wenn es nach der Stadtverwaltung geht. Nachdem die seit 1997 genutzte Nassvergärungsanlage auf der früheren Deponie Ost zwischen Durlach und Hohenwettersbach an ihre Kapazitätsgrenzen gelangt ist, liebäugelt man mit einer neuen Trockenvergärungsanlage. Diese ist ökologischer und kostengünstiger, pries Umweltbürgermeister Klaus Stapf am Dienstagabend - selbst wenn die Investitionskosten zunächst hoch seien.

Eine Entscheidung zum Thema fällt im Herbst, wie Oberbürgermeister Fenrich ausführte, die Planungen laufen bereits seit Jahren. Bis dahin soll zum Beispiel auch ein Last-Minute-Vorschlag der CDU geprüft werden, die als Alternative eine bislang nur in kleinem Maßstab erprobte Methode ins Spiel brachte. Diese sogenannte HTC-Anlage ist von einem Karlsruher Unternehmen entwickelt worden. Obwohl die Grünen für ein "erprobtes Verfahren" plädierten, die SPD vor einer möglicherweise nicht wirtschaftlichen "Karlsruher Lösung" warnte und die FDP dem Projekt generell kritisch gegenüber stand, stimmte der Gemeinderat schließlich mit Ausnahme der Freien Wähler den weiteren Planungskosten von 650.000 Euro zu. Die Gesamtmaßnahme soll 16,3 Millionen Euro kosten.

Das Elefantenhaus im Karlsruher Zoo wird saniert und erweitert. Dies hat der Gemeinderat einstimmig beschlossen. Das Gebäude war beim Brand des Streichelzoos im November 2010 stark beschädigt worden. Die Dachrandkonstruktion und die Holzverkleidung der Wände an der Nordseite wurden komplett zerstört, außerdem wurden die Dachfläche und die Innenverkleidungen stark in Mitleidenschaft gezogen - das Gebäude ist auf Dauer einsturzgefährdet.

Nun soll das Gebäude nicht nur umgehend saniert werden, sondern die Elefanten bekommen auch eine größere Innenfläche. Dafür veranschlagt die Stadtverwaltung 880.000 Euro Euro. 670.000 Euro bewilligten die Stadträte ohne Diskussion, 210.000 Euro bezahlt die Versicherung.

Die Kombilösung macht mächtig Lärm - davon können auch die städtischen Angestellten im Technischen Rathaus ein Lied singen, die ihre Büros zur Kaiserstraße raus haben. Für sie gibt es jetzt zumindest eine kleine Erleichterung: Der Gemeinderat hat neue Fenster für die Fassade bewilligt. Auf zwei Etagen an der Ecke Lamm- und Kaiserstraße werden Schallschutzfenster eingebaut, noch vor Weihnachten soll der Umbau abgeschlossen sein. Im Frühjahr 2013 wird außerdem die Fassade im Erdgeschoss ausgetauscht. Für die Maßnahmen stehen 616.000 Euro zur Verfügung.

Wenn kranke und ältere Menschen in einem Pflegeheim untergebracht werden müssen, sollten sie die Unterbringung frei wählen können - auch wenn sie sozialhilfebedürftig sind. Das forderte die SPD-Fraktion im Gemeinderat. Vorbild sei dabei die Verfahrensweise in Mannheim. Es müsse darauf geachtet werden, wie der Pflegebedürftige in seinem Stadtteil sozial und kulturell verankert sei, nicht nur, wo es für den Kostenträger am günstigsten ist. Die Stadtverwaltung entgegnete jedoch, dass die Situation in Mannheim nicht mit Karlsruhe vergleichbar sei und die qualifizierte Pflegeheimberatung in der Fächerstadt seit drei Jahren gut funktioniere.

Der Kostenaspekt stehe nach Pflegesicherung, familiären und sozialen Aspekten erst an vierter Stelle. Seit April seien 1.185 Personen beraten worden, davon hatten 950 Anspruch auf Sozialhilfe. Jedes mal habe man eine einvernehmliche Lösung erreicht. OB Fenrich verwies den Antrag dennoch an den Sozialausschuss, auch wenn er nicht verstehen könne, was darüber noch beraten werden solle.

Was sonst noch beraten wurde: Das Frauenkulturfestival "Frauenperspektiven" findet im Herbst 2013 statt und wird derzeit vorbereitet. In einem interfraktionellen Antrag hatten Stadträtinnen von SPD, Grünen und der FDP bemängelt, dass dem Kulturausschuss noch kein Konzept vorliege - sie hatten sich deshalb Sorgen gemacht, dass das Festival nicht stattfinden könnte.

Die Linke im Gemeinderat wollte von der Stadtverwaltung wissen, ob diese vom Fußballturnier "Hakenkreuzpokal" gewusst habe, das im Februar 2012 im Soccer Center Karlsruhe stattfand. Die Stadt habe davon erst aus den Medien erfahren, so die Antwort der Verwaltung. Auch sei es daher zutreffend, dass der Stadtjugendausschuss und das Fan-Projekt künftig auf eine Nutzung des Soccer-Centers verzichteten.

Mehr zu: Gemeinderat Zoo Elefantenhaus Biomüll

Das wird gerade bei ka-news heiß diskutiert:

"Shopping Queen" in Karlsruhe: "Guido ist wie ein kleiner Teddybär" [2]


Shopping Queen


Kommentare [22]
Hinweis: Kommentare geben nicht unbedingt die Meinung von ka-news wieder.
  • (37 Beiträge) | 25.04.2012 17:19
    Bewerten: (0)
    Planungskosten für HTC-Anlage
    Lieber KA-News Redakteur

    Sicher, dass die Planungskosten 650.000 Millionen Euro also 650 Milliarden sein sollen?
  • (633 Beiträge) | 25.04.2012 17:23
    Bewerten: (0)
    650.000 Euro
    Danke für den Hinweis, es sind natürlich 650.000 Euro.
  • (9654 Beiträge) | 25.04.2012 18:56
    Bewerten: (0)
    Vom Rest...
    hätte man noch Griechenland kaufen können.
  • unbekannt
    (5089 Beiträge) | 26.04.2012 00:54
    Bewerten: (0)
    Gepriesen sein die Wiechen
  • (9654 Beiträge) | 26.04.2012 09:58
    Bewerten: (0)
    Rübennase!
  • (2840 Beiträge) | 25.04.2012 16:40
    Bewerten: (0)
    Kindertagesstätten sind auf dem absteigenden Ast,
    dafür gibt's jetzt das "Betreuungsgeld", weil das mit den Kindertagesstätten nicht voran kommt. Aber wenn es Betreuungsgeld gibt, braucht man sich mit den Kindertagesstätten auch nicht zu beeilen. Kann man ruhig noch ein paar Masten austauschen. Ausserdem ist in dem Topf für Masten sicher mehr Geld drin, wie in dem Topf für Kindertagesstätten.
    :-)Also bitte, öffentlich rechtlich, haushaltstechnisch denken! grinsen
  • (1134 Beiträge) | 25.04.2012 16:14
    Bewerten: (0)
    Ergänzung von Willi Emms
    weil die Kombi krach macht müssen die Schallschutzfenster für 620.000,- auch den Kombikosten zugeschlagen werden. Schon wieder eine Kostenerhöhung. Nur die Gemeiunderäte können leider nicht in Zusamenhängen denken.
    Wass KA komplett vergessen hat - Selbstzensur- ist die Anfrage der FW, dass auf der Erhard-Allee auf dem Strassenbahnstreifen für ca. 75.000,- erst Bäume gepflanzt und dann wg. der Haltestellen abgeholz und jetzt wieder gepflanzt worden sind, sowie die verzinkten Beleuchtungsmasten gegen schwarze ausgetauchscht worden sind. Seit Jahr und Tag wissen die Verantwortlichen, dass da eine Bahn mit haltestellen hinkommt. Die angefallenen Mehrkosten zahlen die Steuerzahler, dafür werden Kindertagesstätten nicht eingerichtet, die Städtischen Gebühren erhöht.
  • (2476 Beiträge) | 25.04.2012 16:26
    Bewerten: (0)
    und welche Kindertagesstätten genau sollen das sein,
    die nicht eingerichtet wurden, weil vezinkte Masten gegen schwarze ausgetauscht wurden???
  • (174 Beiträge) | 25.04.2012 15:59
    Bewerten: (0)
    Sagt
    ausgerechnet jemand mit 1339 Beiträgen. Herzlichen Glückwunsch.
  • (2236 Beiträge) | 25.04.2012 15:01
    Bewerten: (0)
    Wieso
    bezahlt die Versicherung nur 210.000 € und nicht den vollen Wiederbeschaffungswert?
  • (2371 Beiträge) | 25.04.2012 15:07
    Bewerten: (0)
    Weil ...
    ... die Differenz zwischen den gezahlten EUR 210.000,-- und den insgesamt EUR 880.000,-- vermutlich nicht der "Wiederbeschaffung", sondern der Erweiterung dienen. Und die wurde ja nicht zerstört, sondern soll neu errichtet werden.
  • (2476 Beiträge) | 25.04.2012 15:06
    Bewerten: (0)
    die Elefanten waren halt unterversichert.
  • (529 Beiträge) | 25.04.2012 14:56
    Bewerten: (0)
    Also
    so ere bleede iwwaschrifd hebbe jo noch niagands g´lese!!! Hebe faschd denkd, de benjamin blümsche muss vor da kombieleesung gschitzt werre. Heidebimbam.
  • (2476 Beiträge) | 25.04.2012 15:05
    Bewerten: (0)
    Das Wort Kombilösung muß halt in jede ka-news-Überschrift, ob's
    passt oder nicht!
    Bringt mehr Kommentare und damit mehr Klicks/Geld!
  • (1988 Beiträge) | 25.04.2012 14:31
    Bewerten: (0)
    Schalldämung gegen Kombiproblem nur für Beamte?
    Aber bitte den Denkmalschutz beachten zwinkern
    Wie siehts für "normale" Anwohner aus??

    Die bekommen bestimmt ein Gutachten, dass das alles nicht so schlimm ist ;-(
    Denen reißt man "einfach so" Übergänge über die Gleisbarriere ab und wie die beim Bau und Umleitungslärm schlafen ist deren Sache!
  • (732 Beiträge) | 25.04.2012 17:20
    Bewerten: (0)
    yyyy
    Ausnahmsweise bin auch ich mal Ihrer Meinung. Die Beamten arbeiten da doch "nur" ( wenn sie es denn tun ) , andere WOHNEN da und die bekommen nichts. und in ein paar Jahren fahren da eh keine Bahnen mehr , also brauchts auch keinen besonderen Lärmschutz.
  • (1134 Beiträge) | 25.04.2012 15:58
    Bewerten: (0)
    Schalldämmung
    nichts geht über einen gesunden Büroschlaf ! Diese 660.000,- stehen ursächlich mit der Kombi in Verbingung.Wenn die Gemeinderäte in Zusammenhängen denken könnten, dann dürften die 660.000,- nicht aus dem Stadtsäckel bezahlt werden, sondern von der KASIG. Damit erhöhen sich schon wieder einmal die Kombikosten. Oder sehe ich das falsch ? Ausserdem wird ab 2015, wenn die oberirdischen Arbeiten erledigt sind, himmlische Ruhe in der Kaiserstrasse herrschen. Für was dann Schallschutzfenster ?
  • (5413 Beiträge) | 25.04.2012 15:21
    Bewerten: (0)
    Wo
    gibt es denn da normale Anwohner?
    Da wohnt doch niemand,da gibt es nur Büros und Praxen,in denen keiner schläft.
  • (2236 Beiträge) | 25.04.2012 14:59
    Bewerten: (0)
    Die Anwohner
    schlafen in der Regel nicht tagsüber, wenn die Bauarbeiten stattfinden. Die städtischen Beamten dem Klischee nach schon zwinkern
  • (2476 Beiträge) | 25.04.2012 14:04
    Bewerten: (0)
    Elefantenhauptstadt?
    und zu was brauchen die Elefanten einen Erweiterungsbau, die sind doch eh am Fuß dort festgekettet?

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