Einbürgerung in Karlsruhe: Landrat Schnaudigel begrüßt Neubürger
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Karlsruhe (ps) - Landrat Christoph Schnaudigel hatte alle Personen, die im Jahr 2011 im Landkreis Karlsruhe eingebürgert wurden, zu einer Feierstunde ins Landratsamt eingeladen. Den Menschen, die sich für eine Einbürgerung entschieden haben, soll damit eine besondere Wertschätzung entgegengebracht werden. Das Programm wurde größtenteils aus dem Kreis der Neubürger gestaltet. Auch nahm der Landrat eine Einbürgerung vor.

"Mit ihrem Kommen haben Sie gezeigt, dass dieser Tag für Sie und ihre Angehörigen etwas Besonderes ist", wird der Landrat aus seiner Ansprache in einer Pressemitteilung zitiert. Er versichere, dass dies ebenso für die Verwaltung gelte. Jemanden Bürger werden zu lassen, sei das höchste Gut, das ein Staat vergeben könne. Daher seien Einbürgerungen viel mehr als nur Verwaltungsakte und alles andere als Alltagsgeschäft.
Einbürgerung als Signal
Heute sei ein Land wie Deutschland, das kaum eigene Rohstoffe habe und deren Bevölkerung immer älter werde, auf Zuwanderer angewiesen - nicht nur als Arbeitskräfte, sondern insbesondere auch hinsichtlich der kulturellen Bereicherung der Gesellschaft in einer globalisierten Welt, so Schnaudigel.
Mit dem Entschluss deutsche Staatsbürger zu werden hätten die Neubürger das Signal gesetzt, dass sie Teil dieser Gesellschaft werden und Verantwortung übernehmen wollen. Landrat Schnaudigel ermunterte sie, nicht nur die demokratischen Basisrechte wie das Wahlrecht wahrzunehmen, sondern sich auch in Vereinen, Parteien und Initiativen zu engagieren und die gemeinsame Zukunft aktiv mitzugestalten, ohne ihre Traditionen und Bräuche aufzugeben.
Sein Bekenntnis zum deutschen Staat legte anschließend Artur Menser ab, der 2002 mit seiner Familie aus Russland gekommen ist und momentan ein Wirtschaftsgymnasium besucht. Umrahmt wurde die Feier vom Streichquartett der Musikschule Ettlingen sowie Beiträgen aus dem Kreis der Neubürger.
Im Landkreis Karlsruhe durchschnittlich rund 400 Neubürger in zehn Jahren
Bundesweit werden jährlich rund 100.000 Menschen in den Kreis der deutschen Staatsbürger aufgenommen, im Land Baden-Württemberg durchschnittlich 15.000 und im Landkreis Karlsruhe waren es in den letzten zehn Jahren im Durchschnitt zirka 400. Gut ein Drittel der Eingebürgerten stammen aus der Türkei, weitere Hauptherkunftsländer sind ehemalige Ostblockstaaten wie Serbien, der Kosovo oder Polen. Aber auch aus Sri Lanka wurden 2011 mehrere Menschen eingebürgert.
An der Einbürgerungsfeier nahmen Neubürger aus dem Kosovo, aus Griechenland, dem Irak, Brasilien, Rumänien, der Türkei, der Ukraine, Amerika, Frankreich, Jordanien, aus der Republik Moldau, den Niederlanden, Österreich, Pakistan, Nepal, Bulgarien, Polen, den Philippinen, Bosnien, Kasachstan, Indien und Serbien teil.




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