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27.02.2016 06:00
 
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"Ein Witz und nervig": OB Mentrup kritisiert neue "Kargida"-Kundgebung [60]

(Symbolbild)
Bild: Uli Deck

Karlsruhe (ps/rh) - "Kargida" feiert Geburtstag: Wie die Stadt Karlsruhe mitteilt hat der Veranstalter des Karlsruher Pegida-Ablegers für Samstag um 18 Uhr eine Kundgebung auf dem Stephanplatz mit anschließendem Demonstrationszug beim Ordnungs-und Bürgeramt (OA) angemeldet. Zwei Gegenveranstaltungen sind ebenfalls angekündigt. In einer Pressemitteilung verurteilt Karlsruhes Oberbürgermeister die "Kargida"-Kundgebung mit deutlichen Worten.
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Seit rund einem Jahr ruft der Karlsruher Pegida-Ableger "Kargida" bereits zu Kundgebungen auf. Laut Veranstalter ist mit 100 "Kargida"-Teilnehmern und rund 200 Gegendemonstranten zu rechnen, erklärt die Stadt auf  Nachfrage von ka-news. Anwohner müssen sich dann wieder auf Sperrungen von Straßenabschnitten einstellen. Betroffen sind der Platz hinter der Postgalerie und das Areal zwischen Amalien-, Wald-, Sophien- und Leopoldstraße sowie der Kaiserplatz. 

Mit Verkehrsbeeinträchtigungen in den betroffenen Bereichen ist laut OA ab 19 Uhr zu rechnen. Hinweisschilder werden frühzeitig aufgestellt, so die Stadt weiter. Der Auto- und ÖPNV-Verkehr im Bereich Karlstraße wird planmäßig aufrechterhalten. Anwohner sowie Geschäftsleute sollten sich rechtzeitig auf Einschränkungen vorbereiten. OA und Polizei bitten dafür um Verständnis. Für spezielle Rückfragen steht das Servicecenter von Stadt- und Landkreis Karlsruhe telefonisch unter der Behördennummer 115 zur Verfügung.

OB: Karlsruher haben "Kargida" ins Leere laufen lassen

Zum Jahrestag verliert Karlsruhes Oberbürgermeister Frank Mentrup in einer Pressemitteilung klare Worte: Die Kundgebung zu einem Jahr "Kargida" am Samstag habe den Charakter eines "nostalgischen Abgesangs". Vor dem Hintergrund der nur wenigen Dutzend  Teilnehmer, die zu den letzten Demonstrationen des Karlsruher Ablegers der Pegida-Bewegung gekommen waren, sieht Karlsruhes Oberbürgermeister die Bewegung als gescheitert an.

"Anfänglich sind einzelne Bürgerinnen und Bürger dem Aufruf noch gefolgt, doch dies ließ schnell nach und im Lauf des Jahres wurde aus den wiederholten Kundgebungen nach zweimaligem Wechsel von Veranstalter und Titel eine unappetitliche, provokative Zusammenrottung rechtsextremistischer Kader aus dem südwestdeutschen Raum ohne Bezug zu unserer Stadt", so das Stadtoberhaupt. Die Bürger hätten "Kargida" ins Leere laufen lassen oder sich in einem breiten gesellschaftlichen Bündnis gegen Ideologie und Hetze gestellt- und damit die richtige Antwort gegeben.

"Anlässlich dieser Entwicklung nun am Samstag ein Jahr Kargida als Erfolg zu feiern, ist geradezu ein Witz und nervt nur", betont Mentrup. In der Stadt der wichtigsten bundesdeutschen Gerichte und einer Tradition der Vielfalt und Liberalität von Gründung an, habe "rechtes Gedankengut keine Akzeptanz".

"Kargida"-Gegner rufen zu Mahnwache und Gegenkundgebung

Ähnlich sehen das auch die Aktivisten von "NoKargida". Auf ihrer Facebookseite kündigen sie für Samstag für 17 Uhr eine Veranstaltung mit Kundgebung auf dem Stephanplatz an. Das Motto: "Vielfalt willkommen heißen". In einer eigenen Pressemitteilung kündigt das Antifaschistische Aktionsbündnis Karlsruhe (AAKA) - das nach eigener Aussage Mitglied der Gruppe "Netzwerk Karlsruhe gegen rechts" ist - zudem eine Mahnwache ab 16.30 Uhr an.

"Aus der Schweiz konnten sie (Anm. d. Redaktion: "Kargida")  mit Ignaz Bearth einen europaweit aktiven Nationalisten gewinnen", so das AAKA. Das Aktionsbündnis befürchtet laut Pressemitteilung, dass am Samstag aufgrund des Schweizer Gastredners Rechte aus ganz Baden-Württemberg anreisen könnten.

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Kommentare [67]
Hinweis: Kommentare geben nicht unbedingt die Meinung von ka-news wieder.
  • unbekannt
    (216 Beiträge) | 29.02.2016 09:31
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    Hallo Brain ?
    Können die Kargida und NorKargida Typen sich nicht eine Turnhalle oder sonst was Mieten und sich wie Erwachsene auseinandersetzen und nicht ALLE Steuerzahler in Beschlag nehmen ? Das nervt nämlich für Idioten zu bezahlen. Macht eine Partei auf oder sonst was aber hört auf, linke wie rechte, mir auf den Sack zu gehen! Danke und schöne Woche noch grinsen
  • (109 Beiträge) | 29.02.2016 07:23
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    Jeder kann seine Meinung kund tun...
    +++ Das Posting verstößt gegen unsere AGB und wurde daher von der Redaktion gesperrt +++
  • (2510 Beiträge) | 28.02.2016 13:20
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    Ich rate mal...
    Da marschieren in erster Linie PFollvosten?
  • (500 Beiträge) | 28.02.2016 17:07
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    Kein sehr gelungenes Wortspiel.
  • (88 Beiträge) | 28.02.2016 20:48
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    Ummpffff ..... !
  • (88 Beiträge) | 28.02.2016 08:11
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    Obmentrup
    Trift mit seiner Aussage den Nagel denn Kopf zumal die meisten pegida Anhänger selbst nicht in Deutschland geboren sind und in den 80ziger als spätaussiedler nach Deutschland gekommen sind also. Viel Wirtschaftsflüchtlinge. Alle nicht Karlsruhe bürger von der Brut gehört Stadt verboten und schon ist ruh in unserem schönem Störchen
  • (118 Beiträge) | 28.02.2016 00:16
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    Den
    +++ Das Posting enthält beleidigende Inhalte und wurde daher von der Redaktion gesperrt +++
  • (697 Beiträge) | 28.02.2016 11:17
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    Sie sind ein hasserfüllter Niemand
  • (92 Beiträge) | 28.02.2016 12:29
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    Heul
    +++ Das Posting enthält beleidigende Inhalte und wurde daher von der Redaktion gesperrt +++
  • (1546 Beiträge) | 28.02.2016 00:24
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    Ah
    Das Wort zum Sonntag. Sehr genussvoll, muß ich sagen. Kopfkino ist angesagt...
  • (935 Beiträge) | 27.02.2016 17:42
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    Nervig? Irgendwie schon!
    Aber auch die Tatsache, dass ein Schweizer zur Demo eingeladen wird - machen die Linken jetzt auch einen auf Demotourismus?
  • (1 Beiträge) | 28.02.2016 00:04
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    Nervig? Nur die, die nicht lesen können...
    "Aus der Schweiz konnten sie (Anm. d. Redaktion: "Kargida") mit Ignaz Bearth einen europaweit aktiven Nationalisten gewinnen", so das AAKA. Das Aktionsbündnis befürchtet laut Pressemitteilung, dass am Samstag aufgrund des Schweizer Gastredners Rechte aus ganz Baden-Württemberg anreisen könnten.
    Wer lesen kann, ist klar im Vorteil...
  • (935 Beiträge) | 28.02.2016 15:59
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    Ich bin mir ziemlich sicher,
    dass diese Anmerkung noch nicht da stand als ich meinen Kommentar verfasst hatte.
  • (976 Beiträge) | 27.02.2016 13:28
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    Nur schade...
    ... dass sich Herr Mentrup in seiner Wortwahl nicht altvorderen Sozialdemokraten anschließen mag, die maßgeblich daran beteiligt waren, dass iduL sowas wie Kargida überhaupt möglich ist.

    Vielleicht hätte z. B. Genosse Wehner den jetzt anstehenden Kargida-Gedächtnismarsch nicht nur als Witz, sondern als "demokratisch-legitimierten nassen Furz" gekennzeichnet.

    Damit hätte er die gesamte Tragweite der unbestrittenen Daseinsberechtigung und hinzunehmenden Meinungsfreiheit der Teilnehmer mit allen unmittelbaren und folgenden Auswirkungen auf das Karlsruher Straßenbild perfekt erfasst.
  • (254 Beiträge) | 27.02.2016 13:08
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    OB Mentrup
    sollte sich endlich um die Sicherheit in Karlsruhe kümmern!!!! Hier werden Menschen auf offener Straße erschossen. Ich mache mir große Sorgen und fühle mich z.Z. absolut nicht sicher in Karlsruhe.
  • (976 Beiträge) | 27.02.2016 13:43
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    Ist das nicht auch einer der Gründe, ...
    ... warum derzeit viele Menschen aus z.B. Syrien, Nigeria, Eritrea, et.al. zu uns kommen.

    Oder schließe ich da wieder vorschnell von Ihnen auf andere Menschen, die weniger Recht auf ein sicheres Dasein haben ...
  • (254 Beiträge) | 27.02.2016 19:19
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    Nun,
    unsere Grenze liegt nicht direkt an den von Ihnen genannten Ländern. Diese Menschen und da stimme ich Ihnen zu, haben ein Recht auf Unversehrtheit, sind aber bevor sie nach Deutschland kommen sind, schon in sicheren Ländern ( zB Österreich) gewesen. Es geht auch garnicht darum. Es geht darum, das ich den Verantwortlichen nicht mehr zutraue, für die Sicherheit der Menschen sorgen zu können.
  • (63 Beiträge) | 27.02.2016 13:33
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    Polizeipräsident Günther Freisleben betont:
    "Wir haben mit einer steigenden Anzahl von Menschen auch eine steigende Anzahl von Kriminalität. Diese Kriminalität ist aber für mich überhaupt nicht erschreckend im Augenblick."
  • (4 Beiträge) | 28.02.2016 23:33
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    Ja wie?
    Die Aussage des Polizeipräsidenten stammte von Mitte Dezember 2015. Da war die steigende Anzahl von Kriminalität für den Polizeipräsidenten offenbar noch nicht erschreckend. Jetzt, nur knapp zwei Monate später, muss die Polizei eine Sondereinheit zur Bekämpfung der Ausländerkriminalität einrichten mit den nun offenbar richtigen und erschreckenden Zahlen (KA-News vom 26.02.2016): "Der Anteil an Zuwanderern an den insgesamt ermittelten Tatverdächtigen erfährt seit dem Jahr 2011 eine Steigerungsrate von mehr als 500 Prozent."

    Wem redete der Polizeipräsidient da nach dem Mund?
  • (4622 Beiträge) | 27.02.2016 16:47
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    Ja, klar
    ist das für den Polizeipräsidenten nicht erschreckend. Für die Opfer schon.

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