Ein NPD-Verbot ist richtig - und gefährlich
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Karlsruhe (Ein Kommentar von Felix Neubüser) - Dieses Mal soll es klappen: Knapp zehn Jahre nach dem gescheiterten ersten Versuch soll es nun einen zweiten Anlauf geben, die NPD zu verbieten. Das Verbot ist überfällig - und es ist gefährlich, denn es bringt der Partei mehr Aufmerksamkeit als sie verdient hat. Gefragt sind daher nicht nur die Juristen, sondern auch jeder Einzelne.

Dieses Mal muss es klappen. Die peinliche Schlappe von 2003 darf sich nicht wiederholen. Damals war das Verbot nicht etwa deshalb gescheitert, weil das Bundesverfassungsgericht die Partei nicht als verfassungsfeindlich eingestuft hätte - so weit kam es gar nicht.
NPD-Verbot ändert nichts an der rechten Gesinnung
Das Verfahren wurde wegen Verfahrensfehlern eingestellt: In einem Minderheitsvotum enschieden die Karlsruher Richter, dass ein faires Verfahren nicht möglich sei, weil der Staat über V-Leute in der Parteispitze die Strategie der Partei hätte ausspionieren können.
Lange hat die NPD seitdem nicht mehr so im Mittelpunkt gestanden. Je intensiver und vor allem je konkreter jetzt allerdings ein zweiter Anlauf für ein NPD-Verbot diskutiert wird, desto mehr steht die Partei im Scheinwerferlicht der Öffentlichkeit und der Medien. Viele sehen darin eine Gefahr: Selbst wenn das Verbot erfolgreich ist, hat man der Partei mit dem Verbot am Ende doch einen Bärendienst erwiesen. Den könnte die NPD dann zwar nicht mehr in Wählerstimmen ummünzen, es ist allerdings unwahrscheinlich, dass die jetzigen Parteimitglieder und Sympathisanten sich wegen eines Verbots der Organisation auch gleich von ihrer Gesinnung verabschieden.
Dennoch ist ein Verbot nicht nur richtig, sondern überfällig. Die NPD hat mehrfach bewiesen, dass sie sich weit außerhalb der freiheitlich demokratischen Grundordnung bewegt. Es kann nicht sein, dass eine solche Partei über die Parteienfinanzierung vom Steuerzahler auch noch finanziell unterstützt wird. Schon diese Tatsache ist Grund genug, ein Verbot anzustreben. Jedem sollte allerdings klar sein, dass es damit alleine längst nicht getan ist. Das angestrebte Verbot ist in erster Linie ein Signal und bekämpft ein Symptom verfassungs- und fremdenfeindlicher Tendenzen in unserer Gesellschaft. Außerhalb des Gerichtssaals ist aber weiter jeder Einzelne gefragt, sich gegen fremdenfeindliche und anti-demokratische Einstellungen einzusetzen.
Hintergrund: Wagnis NPD-Verbot (dpa-Analyse)
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- (145 Beiträge) | 06.12.2012 14:20Raus mit dem brauen PackVon mir aus, sollen sie sich im Untergrund ihre braune Gesinnung verbreiten und auch dort bleiben.
Dieser Abschau hatte in der Geschchte der Menschheit schon genug Schaden angerichtet. - (2273 Beiträge) | 06.12.2012 16:45Im Untergrundist weitaus schlimmer wie öffentlich, aber unter Beobachtung (siehe NSU).
- (5320 Beiträge) | 06.12.2012 16:49und was, wenn diese braune Brut irgendwann"neu firmiert"?
Die SRP war ja auch verboten worden... - (8673 Beiträge) | 06.12.2012 21:02Neu firmiertWobei die richtig überzeugten Nationalsozialisten garnicht in der NPD sind, die halten sie ja für "zu bundesdeutsch". Aber wenn die "gemäßigten" in der NPD in den Untergrund zu den anderen abdriften, wirds lustig. Und ich werde das Gefühl nicht los, daß das gewollt ist. Heute liest man von einem detonierten Sprengkörper in einem Briefkasten eines SPD-Mitglieds - da sind doch irgendwelche Provokateure am Werk, die mit Gewalt einen braunen Terror hochstilisieren möchten?
Straftaten muß man bekämpfen und bestrafen, aber doch nicht Parteien. - (2587 Beiträge) | 06.12.2012 17:12das ist sehr richtigwas du schreibst, vor allem die fetten Steuergelder für Wahlkämpfe gehen dann verloren und wenns um die Knete geht wird der wildeste N@zi wieder zum braven Kommunisten
- (3237 Beiträge) | 06.12.2012 17:16wegen verschiedener Parteienfinanzierungsvergehenbekommen die auf Jahre ohnehin nichts und müssen eher noch Strafe zahlen.
- (2587 Beiträge) | 06.12.2012 17:26hoffentlich ist das so
- (821 Beiträge) | 06.12.2012 17:21"Brave" Kommunisten,stehen im Anrichten von Schaden in der Menschheitsgeschichte, den "Braunen" in nichts nach.
- (2587 Beiträge) | 06.12.2012 17:23von mir aus
- (821 Beiträge) | 06.12.2012 17:25Lass ich gelten
- (457 Beiträge) | 06.12.2012 16:52Das die ...nicht selber merken wie dumm sie eigentlich sind. Was Verbote bewirken wissen wir alle. Dann nennen sich halt Vollpfosten Deutschlands und dann gehts weiter.
- (1256 Beiträge) | 06.12.2012 19:40Vollpfosten DeutschlandsEine ehrliche Partei? Könnte man glatt mal wählen :D
Im Ernst: Es mag gute Gründe geben, die NPD nicht zu verbieten. Aber, dass unser aller Steuergeld an diese Neonazis gegeben wird ist ein SEHR GUTER Grund es zu tun. Eine Nachfolgepartei wäre dann um so einfacher zu verbieten. - (8673 Beiträge) | 06.12.2012 20:53SteuergelderDie NPD bekommt doch keine 2 % der Stimmen, so viel Geld bekommen die nicht im Vergleich dazu, was passieren kann, wenn man sie verbietet.
Dank der NPD hat der Staat halbwegs Kontrolle über diese Brut, im Untergrund könnten sie noch auf ganz andere Ideen kommen. Und an Geld kämen sie dann auf andere Art, zumal die Anhänger sie weiter finanzieren würden, nur eben anders... - (1256 Beiträge) | 06.12.2012 21:58Wieso 2%?Und die NPD ist in mehreren Landtagen!
- (8673 Beiträge) | 06.12.2012 22:07Bundesweit 2 %......Landtage, na gut, aber was wollen die fünf Hansel anrichten? Da wird doch mal wieder mit Kanonen auf Spatzen geschossen...
Mir ist eine NPD als Überdruckventil lieber, als in 10 Jahren Putschversuche weil die Brut sich im Untergrund alles Mögliche überlegt... - (5417 Beiträge) | 06.12.2012 23:47!
- (3237 Beiträge) | 06.12.2012 17:15Verbot bringt nichtsdann machen sie was neues auf und der gleiche Scheiss geht von vorne los. Dort wo sie ihre Hochburgen haben trifft man meist Arbeits- und Perspektivlosigkeit an. Wenn man beides erfolgreich bekämpft nimmt auch der braune Sumpf ab.
- (138 Beiträge) | 06.12.2012 17:15Geld, Geld, Geld......wenn ich schon wieder dieses Gequatsche vom "Steuerzahler" höre. Die NPD ist - bis sie verboten wird - eine politische Partei und hat somit ein Recht auf Parteienfinanzierung, wie jede andere Partei auch. Wenn man schon die Fahne des Rechtsstaates hoch hält, dann für alle sonst wirds heuchlerisch.
- (415 Beiträge) | 06.12.2012 18:25Diese Parteiund ihre Mitglieder halten diese Fahne aber nicht hoch, sondern verhalten sich grundgesetzwidrig. Eben damit dieses Recht auf Parteienfinanzierung wegfällt, halte ich ein Verbot für sinnvoll. Den******Rotz in den Köpfen bekommt man damit natürlich nicht weg.
- (20148 Beiträge) | 06.12.2012 19:07Eben,und deshalb sollte man es überdenken.
Wenn sie nochmal so einen Bock bauen wie 2003, dann gut Nacht um femfe. Also uffbasse!




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