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Waghäusel Eifersuchtsstreit: Jäger schießt versehentlich Ehefrau an

Eine 44-jährige Frau aus Waghäusel ist am Montagabend bei einem Streit mit ihrem 62 Jahre alten Ehemann durch einen, wie sich im Laufe der polizeilichen Ermittlungen herausstellte, versehentlich abgegebenen Pistolenschuss im Wadenbereich leicht verletzt worden. Das teilt die Polizei Karlsruhe mit.

Nachdem die Frau kurz vor 22 Uhr aus dem Haus geflüchtet war, konnten alarmierte Schutzpolizisten den 62-Jährigen rund 20 Minuten später unweit vom Ort des Geschehens aus seinem Auto heraus festnehmen.

Schuss löste sich versehentlich im Gerangel

Im verschlossenen Waffenschrank des passionierten Jägers stießen die Beamten auf die fragliche Pistole wie auch auf weitere Waffen, die allesamt beschlagnahmt wurden. Bei dem mit über 2,4 Promille unter Alkoholeinwirkung stehenden Beschuldigten wurde eine Blutentnahme angeordnet und der Führerschein einbehalten. Unterdessen erwies sich die Verletzung der Frau glücklicherweise als derart leicht, dass sie im Krankenhaus lediglich ambulant versorgt werden musste.

Nach dem derzeitigen Stand der von der Kriminalaußenstelle Bruchsal geführten weiteren Ermittlungen ist davon auszugehen, dass der Mann im Laufe des offenbar auf Eifersucht zurückgehenden Beziehungsstreits die Pistole aus dem Schrank geholt und vor ihren Augen durchgeladen hatte. Daraufhin war es mit der hiervon unbeeindruckten Frau zu einem Gerangel gekommen, bei dem sich der Schuss dann unbeabsichtigt gelöst hatte.

Annäherungsverbot gegenüber Ehefrau

Nach dem Geschehen hatte der Mann die Waffe weggeschlossen und mit seinem Auto besorgt nach der Verletzten gesucht. Nach einer Nacht im Polizeigewahrsam kam der 62-Jährige am Dienstagvormittag wieder auf freien Fuß. Gegen ihn wurde ein Annäherungsverbot gegenüber seiner Ehefrau ausgesprochen.

Nach Abschluss der Ermittlungen wird sich der Mann wegen verschiedener Verstöße gegen das Waffengesetz, fahrlässiger Körperverletzung und Trunkenheit im Verkehr strafrechtlich verantworten müssen. Im Blick auf die Versagung seiner waffenrechtlichen Erlaubnisse wurde außerdem die zuständige Waffenbehörde unterrichtet.

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Kommentare (64)
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  •   mein-senf
    (855 Beiträge)

    geht gar nicht
    man kann doch dem armen Jäger nicht seine Schiesseisen wegenehmen, mit was will er dann die Tiere totschiessen. Das mit der Frau hat Sie sich selbst eingebrockt , amn betzrügt auch nicht einen Jägersmann
    tststststs das geht garnicht --> einsperren den Typen, der ist eine Gefahr für die Allgemeinheit und auch gleich noch mindestens 70% aller dieser "Waidmänner" dazu....
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  •   Karlsrator
    (2729 Beiträge)

    Genau!
    "einsperren den Typen, der ist eine Gefahr für die Allgemeinheit und auch gleich noch mindestens 70% aller dieser "Waidmänner" dazu.... "

    Und mit dazu gleich noch mindestens 80% aller Anwälte, mindestens 90% aller Banker und mindestens 100% aller Politiker! Oder ausweisen! Oder gleich vorsorglich erschießen!

    Hinweis: Kommentare gibt nicht unbedingt die Meinung von Karlsrator wieder.
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  • unbekannt
    (672 Beiträge)

    Natürlich wurde das Waffengesetz
    mit operativem Aktionismus aufgrund diverser Vorfälle mit erhöhter Öffentlichkeitswirkung mehrfach verschärft! An der lobbygeschützten Hobbykillerschaft gingen diese Verschärfungen aber samt und sonders vorbei. Schließlich muss man ja den Untergang der Menschheit, möglicherweise verursacht durch ungezügelte Verbreitung des Fuchsbandwurms, verhindern...........
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  •   F_aus_Bayern
    (1537 Beiträge)

    Wer erlebt hat, wie...
    z.B. bei der Bereitschaftspolizei mit scharfen Waffen und Munition umgegangen wird, kann nicht verstehen, dass Jäger beliebig Schusswaffen und Munition besitzen und zu Hause verwahren dürfen.
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  •   vonderVogelweide
    (2791 Beiträge)

    beliebig ist falsch,
    da gibt es sehr genaue Vorschriften, wie z.B. max. 2 Kurzwaffen, aber so genau kenne ich mich nicht aus.
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  •   F_aus_Bayern
    (1537 Beiträge)

    Einverstanden...
    mehr als eine ist eigentlich schon zu viel. Das Waffengesetz wurde sehr verschärft, du hast schon Probleme wenn du, was früher bei den Pfadfindern übllich war, ein feststehendes Messer dir führst.

    Zitat von Waffengesetz Waffengesetz § 42a:
    Es ist verboten ein Messer mit einhändig feststellbarer Klinge (Einhandmesser) oder feststehende Messer mit einer Klingenlänge über 12 cm mit sich zu führen.
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  • unbekannt
    (11392 Beiträge)

    Ausversehen angeschossen...
    Aha, im Suff... nicht schlecht...

    So ein Kerl sollte keine Waffen besitzen. Oder wenn er wieder trocken ist vielleicht...

    Warum hat er vor den Schrank nicht ein Zahlenschloß mit fünfstelliger Nummer gemacht? Wäre ihm im Suff dann eh nicht eingefallen grinsen
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  •   arbeitstier
    (1538 Beiträge)

    Ehrlich gesagt...
    ...find ich das gar nicht so lustig.Solche Typen sind in der Lage,mit der Schusswaffe auf die Strasse zu gehen und wild um sich zu ballern.Wie sieht`s dann aus,ihr Scherzkekse?
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  • unbekannt
    (8066 Beiträge)

    ich bin kein Scherzkeks, ich find so was übelst! Waffe weg und zwar für immer.
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  •   F_aus_Bayern
    (1537 Beiträge)

    Genau...
    wegen charakterlicher Nichteignung. Außerdem MPU machen lassen wegen Jagderlaubnis.
    Die Überschrift des Artikels ist wieder einmal verharmlosend "versehentlich", es ist KEIN Versehen wenn jemand eine Wumme aus dem Waffenschrank holt, wenn er einen Streit mit seiner "besseren" Hälfte hat.
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