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Karlsruhe Egal ob KA301 oder Festivalsommer: Wir brauchen das "Wir-Gefühl"!

Das 300. Jubiläum der Stadt Karlsruhe im vergangenen Jahr war zweifelsohne ein gelungenes Sommermärchen. Globale, Kamuna, das Fest und Co. brachten Karlsruhe und die Welt zusammen. Allen voran ließen die gelungenen Schlosslichtspiele Karlsruhe über die Stadtgrenzen hinaus erstrahlen. Nicht nur sie sollen 2016 wiederkommen - auch über einen zweiten Festivalsommer wird spekuliert. Nun wird die Rückkehr des Festivalsommers diskutiert - eine gute Idee! Wir brauchen das "Wir-Gefühl"!

Die Bilanz der Stadt Karlsruhe zum Ende des 300. Jubiläums der Fächerstadt war positiv: "Der Stadtgeburtstag hat ein Wir-Gefühl in der Bevölkerung erzeugt und für eine regelrechte Aufbruchsstimmung gesorgt", so Oberbürgermeister Frank Mentrup zum Karlsruher Sommermärchen 2015. Lasst uns doch das Lichtmärchen erneut erzählen und den Rest des Jahres von seinem Happy-End zehren!

Finanzierung ist schlüssig

Mit der Entscheidung des Karlsruher Gemeinderats waren die Schlosslichtspiele bereits im Dezember 2015 beschlossene Sache: Veranschlagt waren rund 900.000 Euro - anders als im letzten Jahr, als das eine Million schwere Schlosslichtbaby, die meisten seiner Pfunde aus der Staatskasse zog, soll nun die Hälfte der Gelder von Sponsoren und Spenden der Bürger kommen.

Nein, niemand zieht hier jemandem Geld aus der Tasche: Für schlappe 50 Euro Spende können Karlsruher und Fans der Lichtspiele ihre individuellen Portraits auf die Schlossfassade projizieren lassen. Hintergrund ist die heute startende Aktion des ZKM und der Event GmbH: Fans laden Poträts auf eine eigens eingerichtete Seite hoch, erhalten ein Zertifikat und werden im Spätsommer ein wenig berühmt - in etwa eine Neuauflage von der ZKM-Aktion "Flick-KA" vom letzten Jahr, die Fans eine Ablichtung vor dem Schloss erlaubte und die bunten Gesichter ebenso in Millionen Pixel auf der Schlossfassade auflöste.

Da sich der Festivalsommer im Jubiläumsjahr aufgrund der hohen Besucherfrequenz eindeutig positiv auf den Einzelhandel in Karlsruhe ausgewirkt hat, soll ein weiteres Viertel der Kosten über das Kooperationsmarketing in Zusammenarbeit mit der Karlsruher Schieneninfrastruktur-Gesellschaft (Kasig) gedeckt werden. Das restliche Viertel wird durch Einsparungen bei der Stadtmarketing GmbH finanziert, so heißt es in der Pressemitteilung der Stadt Karlsruhe vom Dezember.

Festivalsommer oder Kult-Sommer? Hauptsache wir haben Spaß!

Dabei sind Formulierungsfragen zum Karlsruher Kult-Sommer fehl am Platze: Die Stadt spricht von den Lichtspielen als Teil des Festivalsommers 2016. Dazu sollen auch bereits etablierte Veranstaltungen wie das Fest, Kamuna und Zeltival zählen. Bei der Karlsruher Event GmbH lehnt man die Formulierung Festivalsommer im Zusammenhang einer Neuauflage des 300. Stadtgeburtstages hingegen ab. Als Veranstalter des 300. Stadtgeburtstags sieht sie diese Veranstaltungen als eigenständige Formate.

Lasst uns also wieder feiern, das Leben genießen und die Sorgen für eine Zeit vergessen. Wenn kümmert es da ob "Festivalsommer" oder Karlsruher Kult-Events? Das Sommermärchen soll erzählt werden - Ein bisschen Glanz in einer politisch herausfordernden Zeit, kann nicht schaden - Ein Hoch auf die Neuauflage der Schlosslichtspiele, ein Hoch auf Uns!

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