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Die Fleischfabrik-Show erleben: "Siedler" stellen Sitzbank auf [5]

Karlsruhe (ps/phf) - "Die Siedler von KA", überzeugte Gegner des geplanten Edeka-Fleischwerks in Rheinstetten, haben eine Bank am Kutschenweg aufgestellt und laden alle Interessierten, vor allem aber die Kommunal- und Landespolitiker ein, sich dort niederzulassen, um das Fabrik-Spektakel zu "genießen".

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Siedler von KA
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Bitte Platz nehmen und die Fleischfabrik "genießen": "Die Siedler von KA" haben eine Bank am Kutschenweg aufgestellt
Foto: Die Siedler von KA
Siedler von KA
Siedler von KA
Weil das für die Fleischfabrik vorgesehene Gelände als "schutzbedürftiger Bereich für die Erholung" ausgewiesen ist, hat die Planung dafür Sorge zu tragen, dass die Erholungsfunktion des dort gelegenen Kutschenwegs aufrecht erhalten wird. Als Ausgleich wurde ein Gestaltungsvorschlag erarbeitet, der das Pflanzen von Bäumen und das Aufstellen von Bänken entlang des Weges vorsieht.

Der Verein "Die Siedler von KA" hat als landschaftspflegerische Maßnahme mit der Umsetzung dieses Gestaltungsvorschlags begonnen, obwohl die Baugenehmigung für die Fabrik noch nicht vorliegt. Am vergangenen Wochenende hat der Verein eine Bank am Kutschenweg aufgestellt und zwei Bäume gepflanzt. Die Gestaltung der Bank orientiert sich an der Bank, die während der „Naturschutztage Karlsruhe“ im angrenzenden Hardtwald zirka 1.000 Meter nördlich aufgestellt wurde.

Sind Bänke ein Ausgleich für die Fleischfabrik?

Die "Siedler" wiesen bei der anschließenden Einweihungsfeier darauf hin, dass es seit 18 Jahren von der Landesregierung und vom Regierungspräsidium Karlsruhe konkrete Bestrebungen gebe, den Kutschenweg und die Ackerflächen der Versuchsgüter durch Hecken ökologisch aufzuwerten. Auch der aktuell gültige Landschaftsplan fordere, Hecken zu pflanzen und die bestehenden Biotope zu erweitern. Diese Pläne seien allerdings bis heute nicht umgesetzt worden.

Stattdessen werde vom Regierungspräsidium nun ein Teil dieser alten Pläne als neue Idee zur Sicherung der Erholungsfunktion dargestellt. Die "Siedler" stellen an die Verantwortlichen folgende Fragen: "Kann das Aufstellen einiger Bänke ein Ausgleich sein für eine 300 Meter lange und bis zu 30 Meter hohe Fabrik, die auch an Sonn- und Feiertagen lärmt? Wird der an diesem Standort vorhandene natürliche Landschaftspark aus Wäldern, Feldern und Äckern durch eine solche Maßnahme aufgewertet, wenn gleichzeitig 20 Hektar Ackerflächen mit Gebäuden und Parkplätzen versiegelt werden?"

Der Verein lädt alle Interessierten, vor allem aber die Kommunal- und Landespolitiker ein, auf der Bank Platz zu nehmen und von dort aus die Entstehung der Fleischfabrik zu beobachten. "Schauen Sie ab 2010 zu, wie jeden Tag bis zu 1.300 Fahrzeuge an- und abfahren und Schweinehälften her- bis zuweilen Massenfleischwaren abtransportieren. Oder überlegen Sie nochmals, ob es nicht einen geeigneteren Standort für ein solches Vorhaben in der Region gibt."

Karlsruhes Erholungsräume seien knapp, das beweise die aktuelle Diskussion um Hagsfeld und um die Untere Hub. Es könne nicht das Ziel der Politik sein, den Lebensraum der Menschen immer weiter einzuengen, erklären die "Siedler".

Mehr zu: "Die Siedler von KA" Fleischwerk Edeka

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Kommentare [5]
Hinweis: Kommentare geben nicht unbedingt die Meinung von ka-news wieder.
  • (3 Beiträge) | 08.12.2008 14:52
    Die Siedler von KA
    Was geht es Die Siedler von KA an wenn in Rheinstetten gebaut wird?
    Nichts!
    Wir regen uns auch nicht darüber auf was die Karlsruher treiben und zu betonieren.
  • (2844 Beiträge) | 08.12.2008 15:20
    Warum
    verlangen diese Siedler das erst jetzt?
    Solange das Ganze nur eine brachliegende Wiese war,hat sich keiner dafür interessiert und auch nicht als Erholungsraum genutzt.
    Alles nur das St.Floriansprinzip.
  • (15 Beiträge) | 09.12.2008 08:06
    Tatsache
    ist doch, dass diese Fleischfabrik in einem Naturschutzgebiet gebaut werden soll. Nicht nur die angrenzenden Siedler werden durch Lärm, Gestank und
    hohen LKW Verkehr belästigt. Die gesamte Heidenstückersiedlung wird über die Geruchsbelästigung und das Verkehrsaufkommen entsetzt sein. Wer das nicht kapiert ist entweder sehr eingeschränkt in seiner Vorstellungskraft oder schlichtweg dumm.
    Wer jemals den Geruch abtransportierter Knochen wahrgenommen hat, wird sich vorstellen können, dass so eine Fabrik in der Nähe eines Wohngebietes unerträglich ist.
    Ich bewundere die Siedler von Karlsruhe,
    die mit aller Macht diese "Schweinerei"
    verhindern werden! Und ich verachte die politischen Kreise, die diesem Vorhaben
    auf die Beine geholfen haben und ein Naturschutzgebiet in eine Fleischfabrik
    umwandeln möchten!
  • (446 Beiträge) | 09.12.2008 15:30
    Tatsache???
    Hi ohgabi, les dir mal den o.g. Artikel nochmal durch. Es handelt sich nicht um ein Naturschutzgebiet, sondern um ein Gelände als "schutzbedürftiger Bereich für die Erholung". Großer Unterschied. Mit dem "Lärm und Gestank" bin ich mir auch nicht so sicher. Warst du schon mal in/vor einer Fleischfabrik? Frag nur, weil die Gesetze zu Emissionsausstößen für "Lärm und Gestank" bei uns doch sehr streng sind. Naja und die LKW werden ja wohl großteils hinten über den Silberstreifen Richtung BAB rollen. Weiss ja nicht ob du arbeitest oder vielleicht Arbeit suchst, gibt aber bestimmt Menschen, die da eine Chance haben welche zu finden. Sollte man, bei all den Diskussionen auch nicht vergessen. Grüße...
  • (316 Beiträge) | 09.12.2008 18:52
    Arbeitsplätze???
    Wer soll da Arbeit finden?

    Es werden für diese "Europas größte Fleischfabrik" - vier bereits bestehende kleinere der EDEKA-Gruppe wegrationalisiert. Die dort Beschäftigten können in Rheinstetten übernommen werden....
    Es gibt also keine zusätzlichen Arbeitsplätze, sondern isgesamt weniger als vorher!

    Und wer von unseren entlassenen Bänkern oder Versicherungskaufleuten will schon in einem Fleischwerk arbeiten?

    Daß der Hauptteil der LKW über den Silberstreifen fährt ist wohl auch nur eine Wunschtraum, da das neue Hauptvertriebsgebiet von EDEKA, die Pfalz und das Saarland ist, die werden wohl kaum über die A5 nach Speyer fahren, die nutzen alle die B36 und die Südtangente.
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