Der Weg zum "Silicon Valley"
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Karlsruhe pbe -
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Den größten Trumpf, den die Universität Karlsruhe bei diesem Wettbewerb ausspielen kann, ist die sehr enge Zusammenarbeit mit dem international renommierten Forschungszentrum Karlsruhe. Ab 1. Juli 2006 steht diese Kooperation unter einem gemeinsamen Dach: "Karlsruhe Institute of Technology" (KIT). Durch die "Verlobung" der beiden werden ihre Programme in der Mikro- und Nanotechnologie, dem wissenschaftlichen Rechnen mit dem Schwerpunkt Grid-Computing einschließlich des gemeinsamen Rechenzentrums und die Materialforschung für den Energiebereich fusioniert.
Diese Zusammenarbeit soll in der Zukunft schrittweise noch auf weitere Programme ausgedehnt werden. Durch die strategische Bündelung der Forschungspotenziale wolle man in die absolute Spitze der Weltforschung vordringen, zumal die Entfernung zwischen beiden Einrichtungen mit dem Fahrrad oder mit der Straßenbahn schnell zu überbrücken sei.
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Die erste Förderlinie
In der ersten Förderungslinie "Exzellenzcluster" stellte das DFG-Centrum für "Funktionelle Nanostrukturen" (CFN) einen Antrag auf "Ausweitung zum Exzellenzcluster". Bei diesem Projekt werden nanoskalige Materialien und Strukturen (ein Nanometer entspricht einem Millionstel Millimeter) für die Informationstechnologie, Datenverarbeitung, Werkstoffprokuktion oder Biomedizin entwickelt und analysiert.
Ausweitung zum Exzellenzcluster, das bedeutet: Diese Forschung wird künftig an Bedeutung gewinnen und somit für die Ausweitung der Forschung auf diesem Gebiet sorgen. Zu diesen Forschungen sollen auch andere außeruniversitäre Forschungseinrichtungen und gegebenfalls auch Fachhochschulen einbezogen werden. Finanziell gefördert werden sollen der Aufbau neuer Strukturen und der dazu notwendigen Infrastruktur wie zum Beispiel Professuren, Großgeräte und ähnliches.
Die zweite Förderlinie
In der Förderungslinie "Graduiertenschule" bewirbt sich das Projekt "Karlsruhe School of Optics and Photonics".Hier beschäftigt man sich mit den Produkten und wissenschaftlichen Zusammenhängen aus den Bereichen Optik und Photonik wie Laser, neuartige Leuchtstoffe oder optische Bauelemente und Mikroskopiesysteme. Mit einer jährlichen Wachstumsrate von etwa 20 Prozent setzen diese Produkte laut VDI inzwischen über 100 Milliarden Euro um. Deutsche Unternehmen gehören auf diesem Gebiet zur Weltspitze.
Als eigenständige Studienfächer werden diese innovativen Forschungsfelder in der universitären Ausbildung hierzulande eher noch eher "stiefmütterlich" behandelt. Die "Karlsruhe School of Optics & Photonics" (KSOP), die die Universität Karlsruhe in Kooperation mit dem Forschungszentrum Karlsruhe, dem Forschungszentrum Informatik Karlsruhe (FZI) und dem Zentrum für Sonnenenergie- und Wasserstoff- Forschung in Stuttgart einrichten will, soll diese Lücke schließen. Nach dem Konzept sollen zwölf Professoren der Fakultäten Physik, Chemie, Biologie sowie Elektrotechnik und Maschinenbau später insgesamt 48 Master-Studenten und 72 Doktoranden aus dem In- und Ausland dieses Projekt betreuen.
Während der auf zwei oder drei Jahre angelegten Ausbildung werden sich die handverlesenen angehenden Wissenschaftler aber nicht nur mit photonischen Materialien, neuartigen spektroskopischen Verfahren oder der biomedizinischen Photonik befassen: Das "International Department" der Universität und seine "HECTOR School of Engineering and Management" sind mit ihrem Angebot in die KSOP integriert. Spezielle Kurse über Projektmanagement und Mitarbeiterführung, verbunden mit einem Praktikum in einem einschlägigen Unternehmen sollen die Doktoranden auf eine erfolgreiche akademische oder industrielle Karriere vorbereiten.
Die dritte Förderlinie
Die dritte Förderlinie schließlich umfasst das strategische Zukunftskonzept der Universität. Ein Schwerpunkt dieses Antrags betrifft die wachsende Integration mit dem Forschungszentrum unter dem Dach des "Karlsruhe Institute of Technology" (KIT).Ebenfalls zu dem Konzept zählt die Positionierung der Universität in bestimmten Forschungsbereichen.
Die Universität Karlsruhe will für ihre Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler ein forschungsfreundliches Klima schaffen: "Wir möchten, dass unsere exzellenten Köpfe ungehindert Wissen und Innovationen entwickeln und verbreiten können", erklärt Professor Dr. Horst Hippler, Rektor der Universität. Ein wichtiges Ziel sei deshalb, den Wissenschaftlern die Möglichkeit zu geben "ihre ungeteilte Aufmerksamkeit der Forschungsarbeit zu widmen" und sie von anderen Aufgaben, wie etwa Lehrtätigkeiten und Bürokratie, zu entlasten.
Die Universität selbst soll neue Strukturen erhalten. So sollen "Graduate Schools" neue Elemente für die Betreuung von Nachwuchswissenschaftlern einbringen. Gleichzeitig möchte die Universität die Netzwerkbildung von jungen Wissenschaftlern unterstützen. Weiter soll die Forschung in Forschungsbereiche sowie Forschungsfelder gegliedert und der Technologie-Transfer gefördert werden. Ein "House of Competence" schließlich soll der Weiterbildung dienen und verschiedene Dienste, wie etwa Kinderbetreuung, anbieten.
Man gibt sich sehr optimistisch, denn selbst wenn Karlsruhe in diesem Jahr einen Korb bekommen sollte, kann die Universität auch nächstes Jahr ins Rennen um den Titel "Elite-Uni" gehen. Sollte man auch nächstes Jahr eine Abfuhr bekommen, dann werden einige Projekte aus finanziellen Gründen auf Eis gelegt, andere wiederum werden langsam aber sicher aufgebaut. Eines aber wird auf jeden Fall zustande kommen: Die noch viel engere Zusammenarbeit mit dem Forschungszentrum.



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