Karlsruhe Carambo-Aus - und dann? Stadtmitte übernimmt Kult-Mittwoch!

Beim letzten Nachtflohmarkt im Karlsruher Kult-Club Carambolage, wurde am Donnerstag alles versteigert, was nicht niet- und nagelfest ist, so Geschäftsleiterin Katharina Aulbach gegenüber ka-news. Alles was im Laufe des Abends nicht unter den Hammer gekommen sei, könne am 25. Januar ab 11 Uhr erworben werden. Wenige Tage vor der Schließung überraschen die Club-Betreiber darüber hinaus mit einer Info, die für alle Fans des "Kult-Mittwochs" interessant sein dürfte.

Der Nacht Flohmarkt am Donnerstag hatte einiges zu bieten: Möbel, Dekoartikel wie Barbies, Bilder und weiteres sollten versteigert werden, die Sound- und Lichtanlage hingegen nicht, äußerte sich Geschäftsleiterin Aulbach auf Nachfrage. Wer diese Chance verpasst hat, bekommt am 25. Januar die letzte Möglichkeit. Was bis dahin nicht schon auf Nachfrage per Mail an Carambolage verkauft wurde oder im Rahmen der Versteigerung an einen neuen Besitzer kam, könne vor Ort gekauft werden.

Wohin soll das Geld fließen?

"Alles, was wir bei der Versteigerung einnehmen, wollen wir für eine schöne Abschiedsfeier für die Mitarbeiter verwenden", äußert sich Aulbach im Hinblick auf den Schließungsstress der vergangenen Monate. Zuvor soll es jedoch eine Hand voll Termine geben, die den Club-Gästen die letzte Möglichkeit zum Abfeiern und Verweilen bieten sollen.

"Am Montag, den 18. Januar, haben wir ein Rapkonzert "Spreng die Bank" mit Tac Tic, Chassid und Schote, am Dienstag, den 19. Januar, werden MintMind, bestehend aus RickMcPhail von Tocotronic und Sven Janetzko von Deichkind, auftreten und am Freitag, den 22. Januar, haben wir Mary Ocher+ Your Government im Aufgebot", so die Geschäftsleitung weiter. Alle Konzerte beginnen gegen 21 Uhr.

Was wird aus dem Club?

Am 23. Januar steigt dann der definitiv letzte Abend im Club, wie Aulbach bestätigt."Was die Zukunft der Räumlichkeiten angeht, ist diese sehr ungewiss, das ganze Gebäude ist zur Pacht inseriert, aber soweit wir wissen, gibt es noch keinen konkreten Interessenten", heißt es vom Club weiter. Der Geschäftsführer Christian Pulkert werde aber kein zweites Carambolage eröffnen, so die Geschäftsleitung.

"Stärkster Abend ist seit Jahren der Mittwoch, da bündelt sich die gesamte Karlsruher Partytruppe auf einmal", wirbt der Club auf seiner Seite. Dieser soll bleiben: "Zukünftig soll er in etwas anderer Form, in der Stadtmitte stattfinden". Dort soll es dann einen Carambolage- und einen Liebstöckelfloor geben", äußert Aulbach mit Blick auf die Zukunft.

Der Karlsruher Club Liebstöckel hatte zuvor im Mai 2015 nach sechs Jahren elektronischer Beats über dem Club Carambolage in der Kaiserstraße, seine Pforten geschlossen. Wie es also aussieht, wird der Kult-Club Carambolage, in dem bereits in den 80er Jahren, Studenten die Bude zum Dampfen brachten, durch seine geisterhafte Präsenz in der Innenstadt, nicht ganz aus der Fächerstadt verschwinden.

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