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28.01.2016 06:00
 
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CSD in Karlsruhe: Gegen Diskriminierung von homosexuellen Flüchtlingen [0]

(Symbolbild)
Bild:(Daniel Bockwoldt)

Karlsruhe (ps/mn) - Es sind beides Minderheiten, die häufig Feindseligkeiten ausgesetzt sind: Flüchtlinge und Homosexuelle. Was, wenn man beides ist? Damit beschäftigt sich der diesjährige Karlsruher Christopher-Street-Day am 28. Mai, wie die Veranstalter der Presse mitteilen.
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Homosexuelle Flüchtlinge haben es in Deutschland schwer. Sie haben zwei Gründe, sich vor Diskriminierung und Feindseligkeiten zu fürchten. Auch für hier geborene Schwule, Lesben, Trans-, Bi- und Intersexuelle gibt es laut dem CSD Karlsruhe e.V. Sicherheit nur mit deutlich spürbaren Einschränkungen. Bestimmte Straßen, bestimmte Uhrzeiten - lieber nicht. Händchenhalten in der Straßenbahn, eine Umarmung in der Kneipe, ein Kuss zum Abschied - eher weniger. Offen zu sich stehen am Arbeitsplatz, im Kirchenchor, im Sportverein - überlegt man sich lieber dreimal. 

Der Christopher-Street-Day (CSD) Karlsruhe möchte aufzeigen, wie dünn und brüchig die gesellschaftliche Toleranz oft ist. Das Motto der Parade am 28. Mai lautet daher "In Vielfalt angekommen. Sicher?" Die Veranstalter möchten alle hier lebenden Menschen dazu einladen, Vielfalt als Bereicherung des Lebens in Karlsruhe aufzufassen.

Der 1999 gegründete CSD Karlsruhe wird 2016 den achten Christopher-Street-Day in Karlsruhe ausrichten. Schon in den 80er und 90er Jahren gab es in der Fächerstadt einzelne "Schwulendemos", aber erst in jüngerer Zeit konnte sich hier ein jährlicher CSD etablieren. Der Verein hat es sich zur Aufgabe gemacht, Aufklärungsarbeit zu leisten und für die Akzeptanz queerer Lebensformen in der Gesellschaft zu werben.

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