Karlsruhe

Karlsruhe Ecke links
Karlsruhe Ecke rechts
26°/ 16°
Karten-Ansicht: Karlsruhe
  • Drucken
  • Speichern
08.03.2016 06:00
 
Schrift: 

CDU zum Weltfrauentag: "Gewaltfreies Leben muss Selbstverständlichkeit sein." [0]

Bild:Juri Junkow

Karlsruhe (ps/rh) - Wohlfahrtsverbände, Politik und Verdi haben anlässlich des Internationalen Frauentags mehr Gleichberechtigung von Frauen gefordert. In Pressemitteilungen mahnt die Karlsruher Frauen Union anlässlich des Frauentags: "Ein selbstbestimmtes und gewaltfreies Leben für jede hier lebende Frau muss eine Selbstverständlichkeit sein."
Anzeige

Der Frauentag wurde auf Anregung der deutschen Sozialdemokratin Clara Zetkin erstmals am 19. März 1911 in Deutschland und in Nachbarländern organisiert. Seit 1921 wird er jährlich am 8. März gefeiert. 1977 erkannte die UN-Generalversammlung den 8. März als Internationalen Frauentag an.

Frauen Union Karlsruhe besorgt über Frauenbilder

Die Frauen Union Karlsruhe fordert zum Internationalen Frauentag: Ein gewaltfreies und selbstbestimmtes Leben muss für alle Frauen selbstverständlich sein. "Unsere Gesellschaft steht angesichts des nach wie vor erheblichen Zustroms von Flüchtlingen, aber auch angesichts der hohen Zahl von Flüchtlingen, die bereits 2014 und 2015 in die BRD und auch in die Landeserstaufnahmestelle nach Karlsruhe gekommen sind, vor einer großen Herausforderung", so Rahsan Dogan, Vorsitzende der Frauen Union Karlsruhe.

Unabhängig von der Frage, wer einen Aufenthaltstitel erhalte oder nicht, werde zentrale und dringlichste Aufgabe sein, die hier bereits angekommenen Menschen in unsere Gesellschaft zu integrieren, insbesondere unsere Werteordnung zu vermitteln. Dies müsse bereits in den Erstaufnahmeunterkünften erfolgen. "Wir sehen vielfach die Problematik, dass ein Teil der Menschen, die als Flüchtlinge zu uns kommen, ein von unserem Wertebild abweichendes Frauenbild haben. Ein selbstbestimmtes und gewaltfreies Leben für jede hier lebende Frau muss eine Selbstverständlichkeit sein."

Diese zentralen Werte unserer Gesellschaft seien von jedem zu respektieren. Dies gelte auch in Fällen häuslicher Gewalt, die nach wie vor tabuisiert werden und wo eine große Dunkelziffer herrsche. Eine weitere Sorge gilt nach wie vor der Sicherheit der in den Einrichtungen untergebrachten weiblichen Flüchtlinge. Auch hier wird von Fällen sexueller und gewaltgeprägter Übergriffe auf weibliche Flüchtlinge berichtet. "Die Frauen und Mädchen, die bereits durch die Erlebnisse in ihren Heimatstaaten und der anstrengenden Flucht zum Teil traumatisiert sind, sind besonders schutzbedürftig.

Das Bundesministerium für Familie bietet inzwischen das Hilfetelefon bei Gewalt gegen Frauen unter der Rufnummer 08000116016 in mehreren Sprachen, so auch in arabischer Sprache an und hat ein in arabischer Sprache verfasstes Plakat herausgegeben. "Es ist uns wichtig, dass in den Flüchtlingsunterkünften Frauen und Mädchen auf dieses Angebot aufmerksam gemacht werden", so Bettina Meier-Augenstein MdL.

Der Umgang mit der aktuellen Flüchtlingssituation ist ein stark polarisierendes Thema. Als lokales Medium sehen wir es als unsere Aufgabe an, objektiv über die Auswirkungen für Gesellschaft und Politik in Karlsruhe zu berichten. Meinungsfreiheit ist für uns ein hohes Gut, kontroverse Debatten ein Ausdruck lebendiger Meinungsvielfalt und ein wichtiger Bestandteil der Demokratie. Leider mussten wir in jüngster Vergangenheit feststellen, dass Emotionen eine sachliche Argumentation zunehmend unmöglich machten. Aus diesem Grund haben wir uns dazu entschieden, den Kommentarbereich unter diesem Artikel geschlossen zu halten.

Werde ka-Reporter!

Mehr zu: Weltfrauentag "CDU Karlsruhe" "Bettina Meier-Augenstein"



Es ist nicht mehr möglich, Kommentare zu diesem Artikel zu verfassen.
Anzeigen