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Karlsruhe Bewerbung ist raus: Karlsruhe will EM-Spiele im Wildparkstadion austragen

Die Stadt Karlsruhe wird sich mit dem umgebauten Wildparkstadion als Spielstätte für die Fußball-Europameisterschaft 2024 bewerben.

Bis spätestens diesen Freitag werde die Stadt ihre Bereitschaft auch gegenüber dem Deutschen Fußball-Bund (DFB) erklären, sagte ein Sprecher des Karlsruher SC am Donnerstag. Bis um 12 Uhr muss das Interesse angemeldet werden. "Wir haben das vor einiger Zeit angeregt. Die Stadt hat das jetzt nach einer Prüfung befürwortet", sagte KSC-Präsident Ingo Wellenreuther dem SWR. "Deswegen hoffen wir jetzt, dass ein tolles Schmuckstück hier als Stadion entsteht, und wir als Deutschland den Zuschlag bekommen - und dann Karlsruhe dabei sein kann."

Der Zweitligist und die Stadt hatten sich Ende vergangenen Jahres auf den Neubau des Wildparks verständigt, der rund 113 Millionen Euro kosten wird. Bis 2020 soll die neue Arena fertig sein und Platz für 35 000 Zuschauer bieten.

Deutschland gilt als Favorit für das Endrundenturnier in siebeneinhalb Jahren, die Entscheidung über die EM-Vergabe fällt im September 2018. In zehn deutschen Städten soll gespielt werden, mehr als 15 Städte haben ihr Interesse angemeldet. "Je besser unser Stadion geeignet ist, dann steigt die Chance für den Zuschlag", sagte Wellenreuther.

Im Gespräch mit ka-news bestätigt auch ein Sprecher der Stadt, dass "Karlsruhe seinen Hut in den Ring geworfen hat." Offiziell handle es sich hierbei um eine "unverbindliche Interessensbekundung." Über die Einschätzung der eigenen Chancen über den Zuschlag wolle man sich hingegen noch nicht äußern. Das nun folgende Verfahren sei mehrstufig und müsse zunächst abgewartet werden.

Aktualisierung, Freitag, 10.45 Uhr:

Am Freitag äußert sich der KSC in einer offiziellen Pressemeldung zu dem Thema und gibt den Zeitplan für den Bewerbungsprozess bekannt. Das Bewerbungsverfahren sei in eine Anfangsphase (Dezember 2016 bis 10. März 2017), eine Phase für die Zusammenstellung der Bewerbungsunterlagen (17. März 2017 bis 27. April 2018) und eine Evaluationsphase (28. April 2018 bis September 2018) unterteilt. Im Rahmen der Anfangsphase sollten interessierte Mitgliedsverbände bereits grundlegende Informationen hinsichtlich der Austragungsstädte und Stadien bereitstellen.

"Der KSC als späterer Betreiber und die Stadt als Eigentümer sind natürlich hochgradig daran interessiert, solch ein herausragendes Sportevent nach Karlsruhe zu holen", erklärte KSC-Präsident Ingo Wellenreuther. "Der Wildpark ist dann unter den Stadien, die sich bewerben, voraussichtlich der neueste und modernste Stadionbau. Das ist eine tolle Chance, den Fußballfans hier etwas ganz Besonderes zu bieten." Der KSC hatte diese noch unverbindliche Abgabe einer Interessensbekundung von Beginn an in den Gesprächen befürwortet und unterstützt.
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