16  

Karlsruhe Bengalo-Prozess: Fan aus Karlsruhe gewinnt gegen FC Bayern München

Fußball-Vereine können ihre Fans grundsätzlich dafür haftbar machen, wenn durch das Abbrennen von Feuerwerkskörpern im Stadion Strafzahlungen fällig werden. Dazu müssen die Clubs die Täterschaft allerdings klar nachweisen, entschied das Karlsruher Landgericht (Az. 8 O 78/12).

«Zündstoff»
Der FC Bayern München wollte von einem Fan wegen Feuerwerk eine Entschädigung eintreiben. Foto: Patrick Seeger |

In dem Verfahren wollte der FC Bayern München von einem Fan aus der Region Karlsruhe eine Entschädigung von 15.000 Euro eintreiben. Das entspricht jener Summe, die der Verein nach dem Champions-League-Qualifikationsspiel gegen den FC Zürich im August des vergangenen Jahres an die Europäische Fußball-Union UEFA zahlen musste, weil seine Anhänger im Stadion bengalische Feuer entzündet hatten.

Die Richter gaben dem Verein in seinem Anliegen grundsätzlich Recht. Sie sprachen den badischen Fan dennoch frei, weil der FC Bayern dessen Schuld nicht eindeutig nachweisen konnte. So hatten zwei von drei Belastungszeugen einen völlig unbeteiligten Anwalt, der im Zuschauerraum saß, als Täter identifiziert.

Haben Sie einen Fehler entdeckt?
Unsere Sonderthemen
Das wird gerade bei ka-news heiß diskutiert
Die besten Themen
Kommentare (16)
Hinweis: Kommentare geben nicht die Meinung von ka-news wieder.
Bitte beachten Sie die Kommentarregeln und unsere Netiquette!