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Karlsruhe Bebauungsplan Klam/Illwig: Grüne bleiben bei Ablehnung

Der Satzungsbeschluss zum Bebauungsplan Klam/Illwig in Stupferich wurde in der Gemeinderatssitzung am Dienstag, 15. Januar, gegen die Stimmen der Grünen und der KAL-Fraktion beschlossen. In einer Pressemitteilung spricht sich Grünen-Sprecherin Bettina Lisbach gegen das vorgesehene Siedlungskonzept aus und weist auf entstehende Lärmbelästigung und Naturbelastung hin.

"Nachdem wir bereits in zahlreichen Gemeinderatssitzungen öffentlich über diesen Bebauungsplan diskutiert hatten, sind wir davon ausgegangen, dass alle Argumente hinreichend ausgetauscht und dass die Positionen der verschiedenen Gruppierungen im Gemeinderat hinlänglich bekannt sind", so Grünen-Fraktionssprecherin Bettina Lisbach. Deshalb habe man auf eine erneute öffentliche Aussprache verzichtet.

"Zusätzliches Neubaugebiet nicht nötig"

"Allerdings ändert das nichts an unserer grundsätzlichen Ablehnung des Bebauungsplans, was wir in der öffentlichen Abstimmung auch unmissverständlich zum Ausdruck gebracht haben". Die im Bebauungsplan für Stupferich vorgesehene Bebauung widerspricht nach Auffassung der Grünen allen Erfordernissen einer modernen Stadtentwicklung.

In Stupferich gibt es ihrer Meinung nach ausreichend Potential zur Innenentwicklung. Der innerörtliche Wohnbaubedarf und die sehr moderate Nachfrage nach Bauplätzen könne über vorhandene Baulandreserven auch ohne zusätzliches Neubaugebiet problemlos gedeckt werden. Auch wegen der hohen Vorbelastungen durch Straßenverkehr der Karlsbader Straße und der A8 sei das Gebiet für eine Wohnbebauung denkbar ungeeignet, so heißt es in der Pressemitteilung weiter.

Lärmbelästigung und Naturbelastung

Trotz der jetzt geplanten Lärmschutzwand, könnten in einigen zukünftigen Schlafräumen und Kinderzimmern die vorgeschriebenen Lärmrichtwerte nur mit geschlossenen Fenstern eingehalten werden. Aus Sicht der Grünen stellt das geplante Neubaugebiet außerdem einen massiven Eingriff in Natur und Landschaft dar. Durch die geplante Bebauung gingen schließlich wertvolle Äcker sowie Streuobst- und Wiesenflächen verloren. Dem trage der vorgelegte Umweltbericht nicht ausreichend Rechnung. "Für Karlsruhe brauchen wir dringend mehr bezahlbare Mietwohnungen", betont Lisbach. "Flächenintensive Ausweisungen von Neubaugebieten für teure Einzel- und Doppelhäuser auf der grünen Wiese helfen dabei nicht weiter".

Die Grüne-Fraktion weist darauf hin, dass sie bereits vor zwei Jahren beantragt habe, den Bebauungsplan Klam/Illwig nicht weiter zu verfolgen und stattdessen ein Siedlungskonzept zu erstellen, das Vorschläge für eine Entwicklung in Stupferich mache, die dem dörflichen Charakter angemessen sei. "Leider fanden wir mit dieser Zielvorstellung im Gemeinderat keine Mehrheit", bedauert Lisbach.
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Kommentare (3)
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  • unbekannt
    (29986 Beiträge)

    Dass Stupferich
    etwas mit dem (un)bezahlbaren Wohnraum in KA-Stadt zu tun hat ist doch sehr zu bezweifeln.

    Das Kaff gehört vielleicht verwaltungstechnisch zu KA, aber wer würd denn da freiwillig hinziehen?
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  •   bergdoerfler
    (1548 Beiträge)

    lt. den letzten Wahlen nur CDU-ler
    der schwärzeste Stadtteil in KA
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  • unbekannt
    (371 Beiträge)

    Die
    dagegen Partei mal wieder...
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