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BUND klagt gegen Edeka-Fleischwerk in Rheinstetten [47]

Rheinstetten (ps) - Der Landesverband Baden-Württemberg des Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) klagt mit Unterstützung der Bürgerinitiative "Die Siedler von KA" gegen das geplante Edeka-Fleischwerk in Rheinstetten.

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Fleischtheke
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Foto: dpa

Im Vorgriff auf eine Genehmigung für den Betrieb des gigantischen Fleischwerks hatte das Regierungspräsidium Karlsruhe bereits am 6. Juli grünes Licht für einen vorzeitigen Baubeginn gegeben. Bevor Bagger die insgesamt 20 Hektar große Freifläche in einem Naherholungsgebiet "vernichten" können, wurde die Klage zusammen mit einem Eilantrag eingereicht, wie der BUND in einer Pressemitteilung bekannt gab.

"EDEKA und die planenden Behörden handeln gegen geltendes Umweltrecht, wenn sie eines der größten Fleischwerke Europas ohne eine integrierte Umweltverträglichkeitsprüfung auf die sprichwörtlich grüne Wiese bauen", erklärt die BUND-Landesvorsitzende Brigitte Dahlbender. Für Kordula Manegold, Sprecherin der Siedler von KA, ist es unverständlich, warum es dem Regierungspräsidium Karlsruhe nicht gelungen sei, die Genehmigung in der gesetzlich vorgegebenen Frist von sieben Monaten zu erteilen. "Der Verdacht liegt nahe, dass mit der Zulassung vorzeitigen Baubeginns eine rechtliche Situation herbeigeführt wurde, die es dem BUND erschweren soll, gegen den Bau vorzugehen."

"Bauen Sie Fabriken, die in die Region passen"

Wilhelm Mecklenburg, der vom BUND beauftragte Rechtsanwalt, erläutert: "Wenn bei einem Vorhaben von diesem Umfang keine Umweltverträglichkeitsprüfung gemacht wird, wann dann und wo sonst? Auch die reiche Tier- und Pflanzenwelt auf der für den Bau vorgesehenen Fläche versucht man teilweise zu ignorieren. Hier könnte beispielhaft erstritten werden, dass endlich die international gültige Konvention über die biologische Vielfalt angewandt wird."

BUND und Siedler hätten von Beginn der Planung an gefordert: "Ja, Edeka, investieren Sie, bleiben Sie in Baden-Württemberg. Aber bauen Sie Fabriken, die in die Region passen, anstatt sie zu zerstören. Bauen Sie in Gewerbegebieten oder auf Konversionsflächen. Gehen Sie mit gutem Beispiel voran und bauen Sie nicht auf die unseren Äckern."

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Kommentare [47]
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  • (244 Beiträge) | 20.07.2009 14:32
    In welchem Rang stehen die Arbeitsplätze ? ? ?
    Die die klagen, haben sicherlich alle Arbeitsplätze und denken keinerweise an die Arbeitslosen die dadurch einen Arbeitsplatz bekommen!
  • (4 Beiträge) | 20.07.2009 14:36
    Klage gegen Fleischwerk
    Würden nicht so viele Märchen über "Naherholungsgebiet"
    und lebensraum für "seltene " Tiere verbreitet würden die Menschen nicht so reagieren. Was geht überhaupt die Grünwinkler und Heidenstücker das ganze an? Die haben doch schon seit Jahrzenten ein Fleischwerk. Und Michelin ?
  • (71 Beiträge) | 20.07.2009 15:11
    ..
    @JOSI
    Du glaubst doch nicht, das Arbeitsplätze enstehen? Dafür, das sie hier eine grosse Fleischfabrik aufmachen, werden doch einige kleine geschlossen. Und es gibt wichtigeres als Arbeitsplätze, wenn wir alle durch den viel grösseren LWK Lärm krank werden, weil Lärm und Abgase, dann können wir mal schauen, ob das die "Arbeitsplätze" wert waren.

    @WALLY
    Es geht die Heidenstücker was an, schliesslich müssen sie mit dem Dreck und Lärm leben. Ausserdem muss man ja noch die Rheinstrandsiedlung erwähnen, die genau so nah daran liegt
  • (87 Beiträge) | 20.07.2009 15:13
    Märchen werden von den anderen erzählt...
    @ Josi: zum Beispiel das Märchen mit den Arbeitsplätzen: es werden keine neuen Arbeitsplätze geschaffen, sondern durch Zusammenführung der bisherigen Werke zerstört! Den Arbeitern an den bisherigen Standorten wurde auch angeboten, dem Werk hinterherzuziehen. Wenn das alle machen würden, kämen hier gar keine neuen Arbeitsplätze hinzu.
    @ Wally: wieso Märchen? gibt es irgendwelche Belege dafür, dass von den Verbänden Fakten verdreht werden? es geht vielmehr darum, Richtlinien, die von der EU vorgegeben werden und anscheinend auch für unsere Politiker vor einem Wahlkampf immer wichtig sind, auch mal konsequent umgesetzt werden.
  • (1102 Beiträge) | 20.07.2009 15:49
    Sollen da nicht...
    ...genau die minderwertigen Fleischprodukte hergestellt werden, die abgepackt in den Supermärkten herumliegen? Na, dann guten Appetit!
  • (7135 Beiträge) | 20.07.2009 16:07
    @barlou
    Die "minderwertigen Fleischprodukte" wie du sie nennst, unterliegen höheren MHD-Kontrollen als die Fleischprodukte in einer Frischetheke..., soviel dazu.
  • (13748 Beiträge) | 20.07.2009 17:25
    Die Produkte aus der Fabrik
    sind vielleicht nicht ganz so hochwertig wie vom Luxusmetzger, aber sicher nicht durchweg als minderwertig einzustufen. Und wer dieses abgepackte Regenwurmhackfleisch beim Aldi kauft dem ist eh nicht zu helfen. Dann lieber kein Fleisch.
  • (947 Beiträge) | 20.07.2009 18:01
    Der Luxusmetzger
    ...empfiehlt das Fleisch, das er morgens durch eine Schnupperprobe grad noch so zum Verkauf freigegeben hat.
    Alles schon erlebt! Hähnchenschlegel morgens gekauft -abends haben sie beim Öffnen des Kühlschrankes gemuffelt!
  • (689 Beiträge) | 20.07.2009 18:56
    Lobo1980
    Deine arroganten Gedanken kann ich nicht nachvollziehen.
  • (947 Beiträge) | 20.07.2009 19:18
    @vielvornichtsdahinter
    Also ich habe "Lobo1980" schon verstanden. Das hat doch nichts mit Arroganz zu tun! Er meint wohl so ganz allgemein:
    "Arbeit macht krank"
    Wohl noch nichts davon gehört?
    Es kann schon äusserst störend sein, wenn man morgens von diesen stinkenden, lauten LKW's geweckt wird.
    Bei dieser Beeinträchtigung des Schlafes kann man sich nicht mal um 15:11 auf's Kommentare-Schreiben konzentrieren. Deswegen passieren immer diese Schreibfehler!
  • (32 Beiträge) | 20.07.2009 19:37
    Karlsruhe - viel Fleisch - für wen?
    wenn man die Kommentare liest, dann meint man gerade, es geht nur noch um die Wurst und morgen gäbe es kein Fleisch mehr.
    Wenn aber der Hunger auf Großmannssucht beim Land nicht aufhört, dann geht uns bald die Luft aus - nämlich die unverbrauchte Luft. Die wird von Kraft- und Fleischwerken, Stora Enso und anderen von Lobbyisten erzwungenen Großprojekten mit Rückendeckung unserer Landesregierung BW noch weiter belastet. Es reicht nicht, dass wir in Karlsruhe die höchste Luftbelastung in BW haben. Die restlichen Flächen zur Naherholung, Wassergewinnung und Landschaftsschutzgebiete müssen auch noch zerstört werden.
  • (465 Beiträge) | 20.07.2009 19:41
    Aber
    jeden zweiten Tag den fetten Braten aufm Tisch haben wollen, das wollen alle, auch die Kritiker hier. Wo es aber her kommt ist dann sch***egal! Ich würde mich freuen über Fleisch, dass in Rheinstetten fertig verarbeitet wurde.

    Ach so, ist ja dann nicht "bio" so ein Mist...
  • (1556 Beiträge) | 20.07.2009 19:55
    Gut...und...
    ....macht Platz für ein neues Stadion.
    Wenn schon ein Neubau, dann in der direkten Nähe der Neuen Messe - dann beleben sich vielleicht 2 Totgeburten gegenseitig und die notwendige Gesamtsubvention für KA wird niedriger
  • (1197 Beiträge) | 20.07.2009 20:47
    Ah
    da läuft der Braten (Hase) lang. Wenn man juanzorro's Kommentar so liest, dann kommt man fast in Versuchung zu glauben, dass hier in Karlsruhe Fleischmangel herrscht...
    Ich spendier ne Wurst in de Runde... lach

    Nix für Ungut- macht und glaubt was Ihr wollt...
  • (85 Beiträge) | 20.07.2009 21:57
    zurück zum text
    "Wenn bei einem Vorhaben von diesem Umfang keine Umweltverträglichkeitsprüfung gemacht wird, wann dann und wo sonst?"

    Nun, dem ist wenig hinzuzufügen, oder? Was das in Rheinstetten und im RP lief, ist haarscharf an der Rechtsbeugung.
  • (565 Beiträge) | 20.07.2009 23:23
    Endlich
    ein neues Fleischwerk, in dem die alten abgelaufenen Fleischpäckchen neu verpackt und das Haltbarkeitsdatum endlos verlängert wird. Willkommen in Karlsruhe oh du Gammelfleisch......
  • (13748 Beiträge) | 21.07.2009 00:02
    Wie albern
    im Fleischwerk wird also nur umverpackt und Gammelfleisch produziert? Wär mal interessant zu wissen wieviel des Fleisch- und Wurstbedarfs vom kleinen Metzger ums Eck gedeckt wird. Und wer da überhaupt einkauft. Das Maul aufreissen wenn das Filet 40/kg kostet und dann in den Supermarkt rennen. Da sind wir schon bei 20 und nehmen gleich noch ein paar Chicken wings mit, denn die dürfen mal gleich gar nichts kosten. Der Hähnchengriller auf dem Markt ist nämlich ein Wucherer. Aber dann mit so Tierschutzkram rummachen und sich entsetzen.
  • (10 Beiträge) | 21.07.2009 08:26
    Wir entfernen uns
    immer weiter von einer natürlichen Lebensweise. Wenn jemand ein paar Tiere für den Eigenbedarf artgerecht halten will, bekommt er keine Erlaubnis. Innerhalb des Wohngebietes geht es nicht, ausserhalb darf er aus Gründen der Zersiedlung keinen Stall bauen. Dafür werden Massentierhaltung und gigantische Verarbeitungsbetriebe gefördert. Landschaftv wird in ebenso riesigen Dimensionen zugebaut. Die Tiere werden von HIER nach DA, die Fertigerzeugnisse von DA nach HIER gefahren. Die Arbeiter müssen teilweise auch viele Kilometer jeden Tag zurücklegen. Die riesigen Werke werden dann noch als ein Beitrag zum Umweltschutz verkauft, weil angeblich viele LKW-Kilometer eingespart werden. Nur gut, dass Diesel im Gegensatz zu benzin unendlich zur Verfügung steht. Im Gegenzug wehrt man sich trotz gigantischer Dachflächen erst einmal gegen Solaranlagen! Das ist Ökologie!
    Bringt die Kleinbetriebe zurück ins Dorf! Das ist das einzig Sinnvolle!
  • (557 Beiträge) | 21.07.2009 09:03
    Esst weniger Fleisch!
    Sonntagsbraten hies das nicht umsonst früher einmal. Wer meint, täglich in seiner Kantine oder von Mutti Fleisch vorgestzt zu bekommen oder zu den klopsebrätern zu gehen, darf sich nicht wundern wenn überall LKW rumrasen, Fleischfabriken und Tierzkzs entstehen...
  • (36 Beiträge) | 21.07.2009 09:47
    Schlimm...
    ...wenn man das hier so liest.
    BUND und die sogenannten "Siedler" huldigen dem St.Florians-Prinzip, barlou polemisiert über angeblich minderwertige Fleischprodukte und sollte mal sagen wo denn seiner Meinung nach hochwertige ebensolche hergestellt werden, daisy mault über stinkende laute LKW und es würde mich interessieren wo sie sich von diesen denn gestört fühlt, in Anbetracht der Route zur Autobahn. lupo rührt eine larmoyante Suppe aus Kraft-, Fleisch- und Papierwerken und würzt mit "Lobbyisten", kurz bevor superzar das Killerargument "Gammelfleisch" in die Runde wirft. Als Sahnehäubchen schwadroniert andrea über rasende LKW und Tier-KZ.
    Ich danke euch allen zwinkern

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