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03.01.2016 15:30
 
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Aus alt mach neu: Karlsruher Grüne wollen Schrott-Immobilien aufmöbeln [41]

Symbolbild
Bild:tom, ka-news, ka-news

Karlsruhe (Marie Wehrhahn) - In Karlsruhe wuchern hier und da Schrottimmobilien. So nennt die Grüne-Fraktion im Gemeinderat Wohnungen und Häuser, die aufgrund ihres heruntergekommenen Zustands nicht mehr an den Mann gebracht werden können. Die Stadträte schlagen vor, diese Objekte zu erfassen und sie für eine neue Anmietung zu sanieren. So soll mehr Wohnraum geschaffen werden. Die Verwaltung sieht das kritisch.
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"Verwahrloste Immobilien, häufig auch Schrottimmobilien genannt, stellen auch in Karlsruhe ein Potential zur (Re-)Aktivierung von derzeit nicht genutztem Wohnraum dar", meint die Grüne-Fraktion in einer Anfrage an die Stadtverwaltung. Und weiter heißt es: "Heruntergekommene Häuser haben zudem eine negative Ausstrahlung auf Nachbargebäude und sie beeinträchtigen die Lebensqualität der Bewohner." Solche Problemwohnungen befinden sich laut den Grünen aktuell unter anderem in der Südweststadt, der Südstadt, der Innenstadt-West und Beiertheim.

Schrottwohnungen in Südstadt, Innenstadt und Beiertheim

Die Stadträte wünschen sich eine systematische Erfassung und eine Gesamtstrategie, um ungenutzten Wohnraum wieder "aufzumöbeln." Zwar sei die Anzahl von solchen Schrott- und Problemimmobilien in Karlsruhe im Vergleich zu anderen Kommunen überschaubar - jedoch sehen die Grünen den Bedarf an einer systematischen Mobilisierung von Wohnraum. Diese könnte ein weiteres Standbein darstellen, um mehr Wohnraum in Karlsruhe zu schaffen.

Ein konkreter Vorschlag der Stadträte: "Die Volkswohnung könnte unter Inanspruchnahme von Fördermitteln von Kommune und Land problematische Immobilien aufkaufen und sie nach Sanierung dem sozialen Wohnungsmarkt zur Verfügung stellen."

Erfassung wäre "sehr aufwändig"

In einer Stellungnahme auf die Anfrage der Grünen-Fraktion äußert sich die Stadtverwaltung wie folgt: Eine qualifizierte Erfassung der Schrott- und Problemimmobilien sei bisher nicht erfolgt. Wie viele Objekte in Karlsruhe also derzeit als "Schrott" gelten, könne man nicht sagen. Man ist skeptisch, ob eine solche Aufzählung sinnvoll sei. "Einer sehr aufwändigen Ermittlung steht die Frage gegenüber, ob auf diesem Weg auf dem speziellen Karlsruher Wohnungsmarkt mit einer sehr geringen Leerstandsquote überhaupt neuer Wohnraum in angemessener Zahl geschaffen werden kann", so heißt es vonseiten der Stadt.

Für eine systematische Erfassung aller betroffenen Immobilien wäre in der Regel die Mithilfe der Eigentümer erforderlich, da entsprechende Zustände im bewohnten Zustand oftmals nicht erkennbar sind, so heißt es weiter. Maßnahmen jeglicher Art seien darüber hinaus in der Entscheidungsbefugnis der Eigentümer - nicht der Stadt.

Stadt macht Anreize für Eigentümer

Letztere kann nur Anreize bieten, wie die Stadtverwaltung weiter anführt: "Durch das vom Gemeinderat beschlossene Programm 'Wohnraummobilisierung' wird ein finanzieller Anreiz zur Aktivierung entsprechernder Raumreserven geschaffen." Ziel hierbei sei es, durch die Gewährung eines Zuschusses insbesondere für Baumaßnahmen, Wohnungen wieder einer Vermietung zuzuführen. Gleichzeitig erfolge eine auf zehn Jahre festgelegte Mietpreis- und Belegungsbindung. "Darüber hinaus ist eine Kombination mit KaWoF und der entsprechenden Landesförderung möglich", so die Verwaltung.

Ist es sinnvoll, wenn die Volkswohnung solche Problemobjekte aufkauft? "Sollte der Volkswohnung von privater Seite eine Schrottimmobilie zum Kauf angeboten werden, wird ein Ankauf geprüft - auch in Hinblick auf eine Sanierung im Rahmen des Förderprogramms 'Wohnraum-Mobi'", erklärt die Verwaltung.

Den Vorschlag der Grünen nahm der Karlsruher Gemeinderat in seiner letzten öffentlichen Sitzung im Dezember zur Kenntnis - einer systematischen Erfassung von Schrottimmobilien, so wie die Stadträte es forderten, wurde jedoch vorerst nicht zugestimmt.

 

 

Mehr zu: Ticker Wohnungen Grünen



Kommentare [41]
Hinweis: Kommentare geben nicht unbedingt die Meinung von ka-news wieder.
  • (330 Beiträge) | 05.01.2016 08:29
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    ich empfehle mal:
    http://web3.karlsruhe.de/Gemeinderat/ris/bi/vo0050.php?__kvonr=23531

    2. Sachstandsbericht "Wohnraumakquise durch Kooperation" 2007/2008
  • (683 Beiträge) | 04.01.2016 14:42
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    Pawlow'sche Reflexe gibt es auch bei Menschen
    Manche Leute müssen nur "Grüne" lesen oder hören und schon läuft ihnen die Lefze. Wie beim Pawlowschen Hund fangen sie an zu geifern und zu beleidigen. Das ist Ausdruck politischer Dummheit, aber die ist ja hier reichlich versammelt.
  • (239 Beiträge) | 04.01.2016 17:16
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    Nönö
    Kuba reicht da vollkommen aus...
  • (6947 Beiträge) | 04.01.2016 15:29
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    Stimmt
    Hätte die AfD denselben Antrag gestellt,wäre hier nur allgemeiner Jubelgesang dazu gekommen.
    Aber weil es die Grünen waren,kann es nur Mist sein.
  • (36 Beiträge) | 04.01.2016 14:37
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    Ab sofort
    investiere ich keinen Cent mehr in meine Immobilie. Ich warte bis die Grünen entscheiden ob sie Schrott ist, dann wird auf Staatsknete (bei über 3Billionen Verschuldung ist ja noch reichlich vorhanden im Geldspeicher) saniert und ich bekomme sichere Mieten für die nächsten 10 Jahre. Himmel das Paradies, es ist spürbar nah alles wird gut Menschenskind wir schaffen das!!!!!!!
  • (683 Beiträge) | 04.01.2016 18:55
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    Kein Ahnung - aber so ein großes .......
    Die Stadt Karlsruhe hat schon in den vergangenen Jahren Wohnungen sanieren oder auch Dächer ausbauen lassen, u. a. mit Arbeitslosenprojekten und dort wohnungslose Familien untergebracht. Die Eigentümer mussten sich auf Jahre verpflichten, die Wohnungen zu einem sozial verträglichen Preis zu vermieten. Damit wurde Obdachlosigkeit beendet und all die Folgelasten vermieten, also auch Geld gespart. Man nennt das in Fachkreisen das Karlsruher Modell.
  • (563 Beiträge) | 04.01.2016 20:03
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    Im ÖPNV
    gabs auch mal ein Karlsruher Modell. Bis es so fett war, dass es geplatzt ist.
  • (7953 Beiträge) | 05.01.2016 09:47
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    !
    Wenn man weiter den Prinzipien des Karlsruher Modells (preiswerte, aber hocheffektive Maßnahmen mit Grips) gefolgt wäre statt dem Größenwahnsinn mit ungekehrten Prinzipien (teure, aber völlig unzureichende Maßnahmen "weil Stuttgart die auch hat"), dann ginge es diesem Karlsruher Modell weiterhin prächtig!
  • (88 Beiträge) | 04.01.2016 13:45
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    Vorsicht, Grüne und Schrottimmobilien und aufmöbeln
    Klingt wie Energiewende, WIndräder, Wälder abholzen und dabei durch Beteiligung an den involvierten Firmen, kräftig zu verdienen.

    Wahrscheinlich haben sie vor ein paar Tausend Zuwanderer aka Asylanten dort einzumieten damit ihre Klientel an den Mieten verdienen kann.
  • (904 Beiträge) | 04.01.2016 15:06
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    Klar ist das die einzige Intension der Grünen.
    Die wollen, dass der deutsche Steuerzahler frisch sanierte Wohnungen in guter Lage für ihre heiß geliebten Flüchtlinge finanziert.
  • (97 Beiträge) | 04.01.2016 12:09
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    Tja
    Warum interessieren sich die Grünen jetzt auf einmal für diese Immobilien? Der Grund ist ja klar, wird aber wie immer mit keiner Silbe erwähnt. Raus kommt es erst, wenn die Bürger vor vollendete Tatsachen gestellt werden.
  • (6947 Beiträge) | 04.01.2016 12:08
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    Wo sollen diese Schrottimmobilien eigentlich sein?
    Ich kenne zwar einige Gebäude,bei denen eine Renovierung dringend nötig wäre.
    Aber die sind alle noch bewohnt.
    Leerstehende Gebäude die vor sich hingammeln wüsste ich jetzt keine.
  • (7953 Beiträge) | 05.01.2016 09:53
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    !
    In alten Dorfkernen vereinzelt, Fischreiherstr. 1 in Knielingen stach mir mal vor längerem ins Auge, ewig unverändert, vermutlich ehem. Bauernhaus o.ä., weiß aber nicht, ob das aktuell noch so ist dort.
  • (6947 Beiträge) | 05.01.2016 12:10
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    Das dürften allerdings
    eher Einfamilienhäuschen sein und keine grossen Wohnblocks .
    So was kenne ich auch.
    Da ist allerdings keine Spekulation o.ä. im Spiel,sondern da sind die ursprünglichen Eigentümer verstorben und die Erben können/wollen das nicht übernehmen.
    Ein Käufer dafür findet sich meist nicht,weil die Häuser in einem schlechten Zustand sind und in der falschen Lage.
  • (563 Beiträge) | 04.01.2016 20:06
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    In Mühlburg
    gabs welche in der Hardtstrasse, gegenüber Stösserstrasse und am Lindenplatz. Volkswohnung. Standen recht lange leer vor dem Abriss. Hardtstrasse ist längst neu bebaut, dass sie am Lindenplatz jemals fertigwerden glaub ich erst wenn ichs sehe. Ich glaub das ist die langsamste Baustelle aller Zeiten.
    Die Gebäude sehen allerdings beide nicht grade nach Sozialwohnungen aus...
  • (904 Beiträge) | 04.01.2016 11:27
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    Zu gerne
    geben die Grünen für die Realisierung ihrer Ideologie das Geld anderer Leute aus.
  • (300 Beiträge) | 04.01.2016 11:12
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    wenn ein Baulöwe
    diese Schrottimmobilien will, dann sollten sich die Grünen nicht einmischen. Schließlich soll man zwar die Spekulanten bekämpfen, aber man soll sie auch lieben, andererseits. Und ein guten Stadtrat steht bei denen auch Schmiere. Also: Finger weg ihr lieben Grünen.
  • (2510 Beiträge) | 04.01.2016 09:15
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    Sanierung durch öffentliche Hand
    Es ist ein leichtes bei jedem Gedanken und bei jedem Problem erst einmal nach der öffentlichen Hand zu schreien. Aber die öffentliche Hand sind wir alle und dieser Quelle geht halt auch mal das Geld aus, dabei ist es ganz egal wofür es verwendet wurde - siehe auch Weimarer Republik oder frühere DDR. Natürlich kann die öffentliche Hand die Geldpresse anwerfen (heute in der EU), langfristig steht diesem Geld aber kein Wert gegenüber, was zur Inflation führt. Und spätestens dann zahlen wieder wir alle, die noch da sind. Wir müssen einen anderen Weg einschlagen: alle müssen ihre Ansprüche senken. Das ist natürlich sehr schwer, wenn man den Wohlstand gewöhnt war.
  • (2035 Beiträge) | 04.01.2016 06:38
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    Ich bin mal so frei
    und behaupte, dass lediglich eine "Luxussanierung" die Ziele:
    - Aufwertung der Wohngegend
    - marktkonforme Rückführung der Immobilien an den Markt
    - Zeitgemäße Umweltstandards
    erfüllen kann. Hier mit künstlichen Markteingriffen von außen zu agieren halte ich für fatal. Warum sollte dann noch privat investiert werden, wenn eh die Stadt die Immobilie bald saniert (dabei risikofrei die Immobilie vergoldet) und zugleich die Preise in den Augen der Investoren kaputt macht. Dann lasse ich den Schrott lieber so stehen wie dieser ist...
  • (829 Beiträge) | 04.01.2016 00:59
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    Die Grünen verhindern mit immer idiotischeren Bauverordnungen
    den Bau neuer Häuser. Durch sinnlose Dämmmaßnahmen werden die Kosten so in die Höhe getrieben, dass die Investition für private Investoren uninteressant wird. Jetzt schreien Sie nach der Volkswohnung - einer städtischen GmbH, die genauso pleite ist, wie die Stadt selbst. Nur realisieren die Grünen das nicht und glauben, die Volkswohnung kann zaubern.

    Um nahezu 40 Prozent sind die Kosten rund um den Neubau von Mehrfamilienhäusern in Deutschland seit dem Jahr 2000 gestiegen. Und daran haben die Grünen einen massiven Anteil. Quelle

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