Augenschmaus in Karlsruhe: Hooters-Restaurant kommt
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Karlsruhe (rho) - Lange Beine, knappe Hotpants, große Eulenaugen auf dem Dekolleté - die amerikanische Restaurant-Kette Hooters setzt seit Jahrzehnten auf den Faktor "sex sells". Berühmt und bei den Kunden geschätzt werden neben typisch amerikanischen Gerichten wie Burgern und Chicken Wings vor allem die freizügig bekleideten Hooters-Bedienungen. Im September will die Kette mit einem Ableger in der Fächerstadt auch die Karlsruher mit ihrem Konzept beglücken. Kritiker werfen der Kette seit Jahren Sexismus vor.
Noch werkeln Handwerker im Inneren der Filiale am Kronenplatz emsig, um den geplanten Eröffnungstermin in der ersten Septemberwoche einzuhalten. In den Schaufenstern räkeln sich aber bereits die hübschen Aushängeschilder der Kette. Die großformatigen Plakate zeigen den Passanten schon einmal, was die Besucher in einigen Wochen neben Burger und Co. serviert bekommen.
Der zuständige Immobilienmakler schlägt in die gleiche Kerbe: "Wir vermieten sexy" prangt in großen Lettern auf der Scheibe. Bisher gibt es in Deutschland nur eine Handvoll Hooters-Bastionen. Doch die Kette will expandieren. In den kommenden Monaten sollen neben Karlsruhe weitere Städte erobert werden.
Betreiber plant einen großen Außenbereich auf dem Kronenplatz
Der Standort am Kronenplatz ist strategisch gut gewählt. Einen Steinwurf entfernt beginnt der Uni-Campus. Der technische Schwerpunkt der Bildungsstätte beherbergt mit seinem Männerüberschuss jede Menge potenzielle Hooters-Gäste. Bisher konnten die Studenten zwischen den Vorlesungen am Kronenplatz vorwiegend zwischen Döner Kebab und China-Food wählen - Hooters sorgt für weitere Genüsse.
Zudem plant der Karlsruher Betreiber einen großzügigen Außenbereich auf dem Kronenplatz. Gute Aussichten also für alle, die nicht als Hooters-Gänger erkannt werden und dennoch einmal einen Blick auf die Bedienungen werfen wollen. Die Service-Kräfte sind es auch, die der Kette immer wieder den Vorwurf des Sexismus einbringen.
Frauenbeauftragte schreiten bei Verstößen ein
Werden die Bedienungen durch ihre Berufskleidung zu Sexobjekten degradiert? "Sex sells, das sieht man in jeder Illustrierten", sagt Gisela Kemper, Frauenbeauftragte der Stadt Karlsruhe. Doch was Hooters betreffe, müsse sie sich erst ein genaues Bild machen. Bisher habe sie keine Beschwerden erhalten. "Ich rechne aber damit, dass wir nach Eröffnung des Restaurants schnell Resonanz bekommen", ist sie sich sicher.
Wenn es Beschwerden gäbe, würden sie und ihre Kolleginnen sich vor Ort einen Eindruck verschaffen. Alles weitere müsse man dann sehen. Bei sexistischer und frauenfeindlicher Werbung etwa "schreiten wir ein", berichtet Kemper. In solchen Fällen nehmen die Frauenbeauftragten Kontakt mit dem Vertreiber auf und konsultieren den deutschen Werberat, um die Verbreitung zu stoppen.
Mythos rankt sich um das Maskottchen der Kette
Dem Vorwurf, Hooters beute attraktive Frauen aus, tritt die amerikanische Muttergesellschaft entgegen: das sei unsinnig. Genauso gut könnte man sagen, die amerikanische Profi-Football-Liga beute Spieler aus, die stämmig beziehungsweise schnell sind, so ist auf der Homepage des Unternehmens zu lesen. Hooters-Girls hätten die gleichen Rechte, ihre weiblichen Reize für ihren Lebensunterhalt einzusetzen wie Supermodels, argumentiert das Unternehmen weiter. Und verweist auf die Frauenrechte, die es Frauen ermöglichen, ihre Karrieren selbst zu bestimmen.
Ein Mythos rankt sich um die Oberbekleidung der Bedienungen, genauer gesagt um den Aufdruck der Shirts. Dort prangt eine Eule mit überdimensionalen runden Augen. Sie ist die Namenspatin der Kette. Die abgebildete Eulenart wird im Englischen als "barred owl" bezeichnet. Im Amerikanischen ist sie jedoch überwiegend als "hoot owl" bekannt. Soweit, so gut. Wäre da nicht der Umstand, dass "hooter" übersetzt "Hupe" bedeutet - und auch im Land der unbegrenzten Möglichkeiten damit umgangssprachlich gerne Frauen mit üppiger Oberweite bedacht werden.
Mehr zu: Hooters Kronenplatz Sexismus
- (208 Beiträge) | 02.08.2009 14:39sieht eher nachnem strippschuppen aus, der da aufmacht. :-D
- (689 Beiträge) | 02.08.2009 17:22"Augenschmaus"...kann Ka News bereits in die Zukunft sehen?
Vermutlich nennt sich das Investigativer Journalismus. - (262 Beiträge) | 02.08.2009 17:47Irriitiert....Die ständige Hooters-Berichterstattung hier auf ka-news irritiert mich als Leser, der objektive Nachrichten lesen möchte, schon etwas...
- (947 Beiträge) | 02.08.2009 18:06Funktioniert vielleicht so:Werbung/Berichterstattung über Hooters
=freier (kostenlos) Mittagstisch
- (92 Beiträge) | 02.08.2009 18:09@nico-kaWie heißt es so schön im Bericht: "s e x sells". Das gilt wohl auch für ka-news. Solche Berichte scheinen gut gelesen zu werden. Immerhin ist der Bericht bei den am meisten gelesenen Meldungen bis jetzt ganz oben zu finden. "s e x sells" bringt die Abrufzahlen nach oben, da bleibt dann anscheinend kein Platz für objektive Berichterstattung
- (92 Beiträge) | 02.08.2009 18:23objektivIch finde es zwar in Ordnung, dass dieses Mal die Frauenbeauftragte zu Wort kommt, allerdings zielt die Überschrift eher auf "s e x sells" und die Abrufzahlen ab, so ist das mein Eindruck
- (117 Beiträge) | 02.08.2009 18:29@Frauenbeauftragtegibts eigentlich auch nen Männerbeauftragten? Ôô
- unbekannt(1 Beiträge) | 02.08.2009 18:35übertriebenWenn ich hier und im letzten Bericht so manche Kommentare lese, könnte ich nur noch lachen. Ich gehöre zur 68er Generation und wir haben uns damals viel mehr herausgenommen was das Outfit betrifft. Unsere selbstgehäkelten Bikinis waren so knapp, dass den Männern im Rappenwört die Spucke weg blieb. Daher sind mir die Hooters Girls allemal lieber, als die schwammigen, cellulitegeplagten Frauen, die hemmungslos ohne Strumpfhosen in kurzen Hemdchen und Höschen durch die Stadt marschieren. Deutschland prüder als "das doch so prüde Amerika" ....?!
- (7135 Beiträge) | 02.08.2009 18:36mein Gottauch ka-news brauch Geld. Es wird immer nach 100% Berichterstattung geschrien und die Praktikanten verteufelt.... .So eine Seite unterhält sich nicht umsonst! Versucht mal die BNN online zu lesen...., geht nicht ohne Abonnement. So What?
- (2227 Beiträge) | 02.08.2009 18:37Oh mein Gott !Was regt sich die Leserschaft hier auf ueber eine Nichtigkeit. Sogar die stockprueden Amis leben sehr gut mit den Hooters, also warum die Aufregung?
Die Maedchen tragen Sturmpfhosen, darueber Hotpants und ein enges Shirt und das mit Sicherheit nicht ohne BH.
Die Zeigen weniger als frueher die Bedienung beim Wienerwald.
Wusste gar nicht mehr, dass in KA soviele Spiesser leben, die ganz Deutschland wieder mal beweisen muessen was sie doch fuer Hinterwaeldler sind. - (10 Beiträge) | 02.08.2009 19:07HooooootersWelcome !
- (947 Beiträge) | 02.08.2009 19:09@marionIch, 60+, habe beileibe mit den 68er nix am Hut! hatte auch so 'nen selbstgehäkelten Bikini. Was soll daran so ausserordentlich anders gewesen sein, als die heutigen Bikinis? Okay, man hatte nicht das Geld um sich einen Bikini zu kaufen. 50g Baumwolle für 1,50(?)DM beim Handarbeiten Mader am Marktplatz... das war's.
Was hat das mit den 68ern zu tun? Oder mußte man dazu kiffen? - (23 Beiträge) | 02.08.2009 20:10Kaiserstrasse verdreckt immer mehrDas Rotlichtmilieu dehnt sich immer mehr am Ende der Kaiserstrasse aus. Nun auch in der amerikanisch-verklemmten Variante. Die Kaiserstrasse verkommt immer mehr, jetzt wird noch mehr Publikum angezogen, zu dessen Verhaltensweise es gehoert, Dreck einfach irgendwo hinzuschmeissen, Hauptsache nicht in einen Muelleimer. Sehr beliebt ist es bei der gleichen Klientel auch, irgendwo hinzupinkeln, Hauptsache nicht in ein Klo. Zum Bummeln mache ich eimmer mehr einen Bogen um die Innenstadt von Karlsruhe. Hooters ist ein Grund mehr dafuer
- (167 Beiträge) | 02.08.2009 20:18@ahawarst du schon mal in nehm hooters um dir darüber en urteil bilden zu können?
wenn im freibad jemand mit bikini rum rennt störrt es auch niemand aber wenn dort jemand mit hotpants und rumrennt solls schlimm sein? sorry aber find ich sehr lächerlich!!
@ daisy aus dem beitrag von marion ist doch eindeutig rauszulesen das sie damit nur meint das es früher schon normal war mit wennig rum zurennen also soll man jetzt auch kein drama draus machen das das bei hooters heute noch so ist. nächst mal erst denken dann schreiben bevor man dumme kommentare von wegen kiffen etc. abgibt!
wems nicht gefällt mit dem hooters, wird KEINER gezwungen in den laden rein zu gehen, bin mir sicher der laden läuft auch gut ohne die ganzen schlecht reder!! - (262 Beiträge) | 02.08.2009 20:36Das hat nichts mit Prüderie zu tun!Ich befürworte Flatrate-Bordelle (unternehmerische Freiheit) und von mir aus können die Hooters-Girls als Nachtisch BJs verteilen, aber mich wundert diese Berichterstattung. Mir doch egal, wie die ihre Fritten servieren, aber bei ka-news will ich informiert, nicht umworben werden.
- (23 Beiträge) | 02.08.2009 20:40@beneAch herrje, die alte "wer es nicht probiert hat, der darf nicht drueber urteilen"-(Werbe-)Nummer...
Nein, ich war in noch keinem Hooters. Ich war auch noch nicht in einem Bordell. Gekifft habe ich auch noch nicht - habe aber trotzdem eine Meinung dazu. Auch bin ich Nichtraucher, ohne je an einer Zigarette gezogen zu haben. Und ich habe auch noch nie meinen Muell auf die Strasse geschmissen statt in einen Muelleimer - und habe trotzdem eine Meinung dazu.
Wie borniert und laecherlich ich doch bin... - (281 Beiträge) | 02.08.2009 20:44Kronenplatz ist natürlicheine saublöde Lage. Während ich meinen Burger verspeise habe ich nunmal keinen Bock von irgendwelchen Punks angequatscht und begafft zu werden.Mal schaun wies wird.
- (689 Beiträge) | 02.08.2009 21:01derzweitefistelvermutlich wollen die punks von dir auch nicht belästigt werden.
- (146 Beiträge) | 02.08.2009 21:06Allgemeines Gleichbehandlungsgesetz (AGG)Ich bin ein Mann und möchte gerne dort servieren. Wie sind die Chancen, über eine Klage den Job diskriminierungsfrei zu bekommen? Kann das Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz (AGG) mir diese Möglichkeit eröffnen?
- (947 Beiträge) | 02.08.2009 21:07@benehey... erst mal meine vorherigen Kommentare zu Hooters lesen, bevor man geistigen Dünnschiss abgibt.
Hooters ist, meiner Meinung, vollkommen okay. Aber dieses wiederum mit den 68ern (marion) in Verbindung zu bringen??
Als ich einen selbstgehäkelten Bikini trug hatten wir 1967!
hallo... 1967!
Manche meinen, ohne der 68er-Bande wären wir heutzutage (bezügl. Sex(y)) sonstwo stecken geblieben. Wie sah es aber damals in St. Tropez (bezügl. Bikini) aus? War doch alles ganz normal und das vor unseren 68ern!
Apropos 68er und kiffen liegt sehr nah, ein Spruch von Claudia Roth -ich weiß, ich wiederhole mich:
"Ich träume davon, mit einer rosa Brille und bunten Klamotten über eine Autobahn zu radeln, links kiffen Jugendliche friedlich unter winkenden Windrädern....
Ales klar?




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