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Karlsruhe Augen-OP am Karlsruher Klinikum: Blinde Patientin kann wieder Formen sehen

Am 12. März hat Professor Albert J. Augustin, Direktor der Augenklinik am Städtischen Klinikum Karlsruhe, und Professor Stanislao Rizzo vom Universitätskrankenhaus in Pisa, einer erblindeten 45-jährigen Patientin aus Eggenstein-Leopoldshafen eine sogenannte Netzhautprothese eingesetzt. Wie das Klinikum mitteilt, verlaufen die ersten Versuche des künstlichen Sehens bisher sehr positiv. Die Patientin könne bereits wieder Linien und Quadrate erkennen.

Das Einsetzen der Netzhautprothese war weltweit die fünfte Operation dieser Art, die in ersten Schritten die Anfänge eines künstlichen Sehens möglich machen soll. Die Patientin war nach der Operation in einem mehrwöchigen Erholungsurlaub und nahm am 24. April in der Augenklinik des Städtischen Klinikums Karlsruhe erste Versuche ihres künstlichen Sehens vor, die auf Anhieb positiv verliefen.

Die Patientin konnte erste visuelle Signale, Striche oder Linien sowie Quadrate wahrnehmen, was laut Professor Augustin ein durchschlagender Erfolg war. Die weitere Entwicklung des Sehvermögens ist von den Fortschritten der Patientin beim Besuch der Sehschule der Augenklinik des Klinikums abhängig.

Die Karlsruher Medizinakademie des Roten Kreuzes hat die Kostenerstattung für die aufwändige Operation bei der Krankenkasse der Patientin durchgesetzt und die Berichterstattung für Presse und Medien organisiert.

Siehe auch:

Revolutionäre OP am Karlsruher Klinikum: Werden Blinde wieder sehen können?

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