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Karlsruhe Auf dem Marktplatz ins Internet: KAL fordert kostenloses W-Lan für Karlsruhe

Kostenloses W-Lan auf ausgewählten öffentlichen Plätzen und in ausgewählten Karlsruher Einrichtungen - das schlägt die Karlsruher Liste (KAL) vor. Der von Lüppo Cramer, KAL-Fraktionsvorsitzender, und seinem Stadtratskollegen Eberhard Fischer unterschriebene Antrag wird am kommenden Dienstag im Gemeinderat behandelt.

Die KAL-Fraktion weist in einer Pressemitteilung darauf hin, dass Studierende und Hochschulmitarbeiter rund um ihren jeweiligen Campus drahtlos übers Hochschulnetz online gehen könnten. "Der 'Normalbürger' muss dagegen beim mobilen Internet auf die teuren Datendienste per Mobilfunknetz oder auf einen Hotspot in Gaststätten und Läden zurückgreifen", so die Argumentation der Stadträte.

Öffentliches W-Lan als wirtschaftlicher Standortfaktor

Der Zugang zum Internet an jedem urbanen Ort gehöre jedoch mittlerweile zur technischen Grundversorgung der hochentwickelten Welt. "Unsere Stadt, die sich als Hort der Erfindung des deutschen Internets rühmt, sollte allen eine Teilhabe an modernen Informationsdiensten ermöglichen", so Fischer. Die teure Nutzung von UMTS-Diensten schließe einkommensschwache Bevölkerungsschichten vom mobilen Zugang zum Internet aus, steht deshalb im KAL-Antrag. Zudem reiche die Geschwindigkeit im UMTS-Netz für viele Anwendungen nicht aus.

Ein schnelles öffentliches W-Lan im Stadtgebiet sei ein wirtschaftlicher Standortfaktor für Karlsruher Unternehmen und Forschungseinrichtungen. Die Karlsruher Liste regt weiter an, dass die Stadt das drahtlose Netz mit möglichen Partnern aufbauen sollte. Als mögliche erste Orte schlagen Cramer und Fischer zum Beispiel den Marktplatz, das Rathaus und den Bereich rund ums Schloss vor. "In anderen europäischen Städten lassen sich Beispiele für solche Angebote finden, dort manchmal sogar in Straßenbahnen", meint Lüppo Cramer. "Für Touristen ist das hoch attraktiv."

In einer nicht repräsentativen ka-news-Umfrage hatte sich übrigens fast jeder Zweite für kostenloses Surfen in der Bahn begeistert. Mit 48,52 Prozent fand knapp die Hälfte aller Teilnehmer die Aussicht sehr attraktiv.

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