19  

Karlsruhe Aterliers hinter Karlsruher Hauptbahnhof: Linke stellt sich gegen Rausschmiss

"Es war abzusehen, dass ein freundliches Daumendrücken des Gemeinderats den Kunstschaffenden hinterm Hauptbahnhof nicht helfen würde, neue Ateliers in Karlsruhe zu finden", so die Linke in einer Pressemitteilung. Nicht nur an günstigem Wohnraum mangele es nämlich, sondern auch an bezahlbaren Ateliers und Lagerräumen. Die meisten der 25 Kunstschaffenden in den zu räumenden Ateliers werden daher mitsamt ihren Werken am Ende des Monats auf der Straße stehen.

Vor Kurzem wurden auf dem Areal bereits eine Reihe alter Bäume gefällt, was die Kunstschaffenden am Hauptbahnhof und ihr großer Unterstützerkreis als Drohgebärde empfanden. Die Linke in Karlsruhe fordert, dass die Künstlergemeinschaft in den Ateliers am Hauptbahnhof bleiben kann.

Ähnlich wie in anderen Städten soll die Stadt Karlsruhe ein Modell entwickeln, wie die sanierungsbedürftigen Räumlichkeiten unter bestimmten Umständen weiter als Ateliers genutzt werden können. Gleichzeitig soll mit Kunstschaffenden gemeinsam eine Zukunft für das Areal entwickelt werden. "Wir wünschen uns einen kreativen Umgang mit den Kunstschaffenden und dem Refugium, das sie für sich und für die Stadt geschaffen haben", sagten die StadträtInnen der Linken, Sabine Zürn und Niko Fostiropoulos.

Vor wenigen Tagen hat der Spitzenverband der Bundeskulturverbände, der Deutsche Kulturrat, die Ateliers hinter dem Karlsruher Hauptbahnhof auf die "Rote Liste" der bedrohten Kultureinrichtungen gesetzt. Der Kulturrat bezeichnete die Ateliergemeinschaft als "unverzichtbaren Träger der künstlerischen Vielfalt in der Kunst- und Kulturstadt Karlsruhe."

Haben Sie einen Fehler entdeckt?
Unsere Sonderthemen
Das wird gerade bei ka-news heiß diskutiert
Die besten Themen
Kommentare (19)
Hinweis: Kommentare geben nicht die Meinung von ka-news wieder.
Bitte beachten Sie die Kommentarregeln und unsere Netiquette!
  •   kuba
    (822 Beiträge)

    28.03.2016 13:18
    Üble Nachrede- unwahrhaftig und schäbig
    Es ist bedauerlich, dass die Künstler vom Bahnhof eine solche Rufmordkampagne entfachen. Es geht doch nur um ihre wirtschaftlichen Interessen. Da geht es nicht um Kunst und Moral, da geht es um Fressen und das kommt bekanntlich vor der Moral. Hier geht die Stadtentwicklung vor und Vereinbarungen sind einzuhalten, zumal sie schon großzügig erweitert wurden. Das 'Verhalte dieser Leute ist schäbig. Dagegen müssen wir uns wehren . Wir brauchen z. B. Wohnungen und die nicht zu knapp.
    Bewerten:  Lädt... nicht eingeloggt noch nicht bewertet schon bewertet melden antworten
  •   Dobermann
    (14 Beiträge)

    25.03.2016 20:55
    Arbeiten Geldverdienen Miete bezahlen!
    Wie viele Millionen auch,morgens aufstehen,zur Arbeit gehen,Geldverdienen......Es dürfte dann kein Problem sein eine geeignete Künstlerwerkstatt zu finden....aber die ???? Möchten ja immer alles umsonst.....Künstler......ich würde die änderst betiteln....aber lassen wir das...
    Bewerten:  Lädt... nicht eingeloggt noch nicht bewertet schon bewertet melden antworten
  •   teflon
    (2262 Beiträge)

    28.03.2016 15:54
    Kunst & eine extrem
    "links" angesiedelte politische Einstellung ist bei dem Klientel leider Pflicht. Diese Spezis ist immer auf dem selbstfindungstrip und lässt sich vom Rest aushalten - Arbeit ist ja was für die anderen Idi****- dafür ist man sich zu fein.
    Und was da als "Kunst" produziert wird, spottet nicht nur nach meinen Maßstäben jeder Beschreibung.
    Es gibt in D aktuell leider deutlich Wichtigeres als arbeitsunwillige "Künstler" durchzufüttern.
    Bewerten:  Lädt... nicht eingeloggt noch nicht bewertet schon bewertet melden antworten
  •   Laetschebachschorsch
    (2752 Beiträge)

    25.03.2016 17:35
    Liebe Leute
    Verträge und Vereinbarungen sind eigentlich dafür da, dass sie eingehalten werden. Das gilt für die Linken genauso wie für irgendwelche "Künstler". Übrigens Künstler: Vor noch nicht all zu langer Zeit, und heute noch in weiten Bereichen unserer Welt - nur nicht mehr bei uns, wurde dieser Begriff von "Können" abgeleitet. Er war Teil der Handwerkskunst z. B. beim Kunstschmied oder Zimmermann und Steinmetz. Hier brauchten dann die Handwerker den übrigen auch nicht erklären was ihre Arbeit bedeutete. Und wenn der Auftraggeber nicht zu frieden war, dann konnte der Handwerker zuschauen wo von erlebte. Es gab keine Almosen der Allgemeinheit. Aber ja, die gute alte Zeit.
    Bewerten:  Lädt... nicht eingeloggt noch nicht bewertet schon bewertet melden antworten
  •   karlsruherin
    (176 Beiträge)

    25.03.2016 16:52
    Was
    ischn Laddeguschdl?

    grinsen
    Bewerten:  Lädt... nicht eingeloggt noch nicht bewertet schon bewertet melden antworten
  •   Borg
    (85 Beiträge)

    25.03.2016 12:07
    Schauspieler in Deutschland
    haben oft auch Zweit- oder Drittjobs um ihre Unterkunft zu bezahlen, das ist dann wohl auch für die (Einge)Bildendenkünstler zumutbar.
    Bewerten:  Lädt... nicht eingeloggt noch nicht bewertet schon bewertet melden antworten
  •   Crackerjack
    (1162 Beiträge)

    25.03.2016 09:10
    Also ich sehe dies anderst
    Auch Vincent van Gogh wurde bis zu seinem selbstmord in 1890 ignoriert.

    Ich habe einen Freund beauftragt fuer mich dort ein Bild zu kaufen.
    Bewerten:  Lädt... nicht eingeloggt noch nicht bewertet schon bewertet melden antworten
  •   Suedweschter
    (140 Beiträge)

    25.03.2016 01:13
    Es soll ja auch Künstler geben, die gut genug sind
    dass sie einen Mäzen finden, der sie sponsert. So war das doch schon immer, oder?

    oder eine Qualität produzieren, die sie ab und zu mal ein Teil verkaufen lässt und dann brummt die Kiste wieder eine Weile.

    Die weniger Erfolglosen sind schon IMMER auf' s Land gezogen und haben ihre Künstlerkolonien dort geschaffen, bis sie verkracht und aufgelöst haben ... so läuft das und nicht anders.

    Es gibt schwerreiche Leute, die gerne einen Künstler sponsern würden, ja Kunst sagt man, ist das beste Anlageobjekt überhaupt. Aber sie muss halt was taugen und jemandem das wert sein.
    Bewerten:  Lädt... nicht eingeloggt noch nicht bewertet schon bewertet melden antworten
  •   Beiertheimer
    (814 Beiträge)

    25.03.2016 07:36
    Die meisten können schon was,
    nur ist der Großteil der Bevölkerung nicht in der Lage den komplexen Gesamtumfang der Werke zu verstehen.
    Deshalb wird meist auch gleich eine Erklärung dazugeliefert z.B. Ettlinger Tor an der Südtangente.
    Bewerten:  Lädt... nicht eingeloggt noch nicht bewertet schon bewertet melden antworten
  •   Rundbau-Gespenst
    (9446 Beiträge)

    24.03.2016 23:36
    @ka-news: was für eine Überschrift!
    "Aterliers hinter Karlsruher Hauptbahnhof"

    heißen die wirrklich so?
    Bewerten:  Lädt... nicht eingeloggt noch nicht bewertet schon bewertet melden antworten

Seite : 1 2 (2 Seiten)

Schreiben Sie Ihre Meinung
Ein neues Posting hinzufügen
Fett Kursiv Link Zitat
Sie dürfen noch Zeichen schreiben