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Karlsruhe Aterliers hinter Karlsruher Hauptbahnhof: Linke stellt sich gegen Rausschmiss

"Es war abzusehen, dass ein freundliches Daumendrücken des Gemeinderats den Kunstschaffenden hinterm Hauptbahnhof nicht helfen würde, neue Ateliers in Karlsruhe zu finden", so die Linke in einer Pressemitteilung. Nicht nur an günstigem Wohnraum mangele es nämlich, sondern auch an bezahlbaren Ateliers und Lagerräumen. Die meisten der 25 Kunstschaffenden in den zu räumenden Ateliers werden daher mitsamt ihren Werken am Ende des Monats auf der Straße stehen.

Vor Kurzem wurden auf dem Areal bereits eine Reihe alter Bäume gefällt, was die Kunstschaffenden am Hauptbahnhof und ihr großer Unterstützerkreis als Drohgebärde empfanden. Die Linke in Karlsruhe fordert, dass die Künstlergemeinschaft in den Ateliers am Hauptbahnhof bleiben kann.

Ähnlich wie in anderen Städten soll die Stadt Karlsruhe ein Modell entwickeln, wie die sanierungsbedürftigen Räumlichkeiten unter bestimmten Umständen weiter als Ateliers genutzt werden können. Gleichzeitig soll mit Kunstschaffenden gemeinsam eine Zukunft für das Areal entwickelt werden. "Wir wünschen uns einen kreativen Umgang mit den Kunstschaffenden und dem Refugium, das sie für sich und für die Stadt geschaffen haben", sagten die StadträtInnen der Linken, Sabine Zürn und Niko Fostiropoulos.

Vor wenigen Tagen hat der Spitzenverband der Bundeskulturverbände, der Deutsche Kulturrat, die Ateliers hinter dem Karlsruher Hauptbahnhof auf die "Rote Liste" der bedrohten Kultureinrichtungen gesetzt. Der Kulturrat bezeichnete die Ateliergemeinschaft als "unverzichtbaren Träger der künstlerischen Vielfalt in der Kunst- und Kulturstadt Karlsruhe."

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