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08.01.2016 06:00
 
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Arbeitsmarkt in Karlsruhe: Diese Berufe sind derzeit gefragt [10]

Karlsruhe-Rastatt (ps/lb) - Zum Jahresende gab es eine saisonübliche Zunahme der Arbeitslosigkeit, so die Agentur für Arbeit Karlsruhe-Rastatt in einer offiziellen Pressemitteilung zu seinem Jahresabschluss. Der Anstieg von November zu Dezember fiel aber geringer aus als im vergangenen Jahr. 21.854 Frauen und Männer waren zum Stichtag ohne Arbeit. 146 mehr als vor einem Monat. Die Arbeitslosenquote blieb sowohl im Monats - als auch im Jahresvergleich unverändert bei 3,9 Prozent.
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"Der leichte Anstieg der Arbeitslosigkeit im Dezember passt zur stabilen Gesamtentwicklung des Jahres 2015. Das gute Wetter der letzten Wochen, mit ausgesprochen milden Temperaturen und kaum Niederschlag, trug dazu bei, dass die jahreszeitbedingte Winterarbeitslosigkeit bis zum Stichtag (10.12.2015) nahezu keine Rolle spielte.

Größtenteils tritt bei Beschäftigten in Außenberufen wie dem Bauhaupt- und Baunebengewerbe, dem Straßenbau sowie der Land- und Forstwirtschaft die Arbeitslosigkeit erst nach dem ersten Wintereinbruch ein. Im Januar rechne ich daher -wie alljährlich- mit höheren Arbeitslosenzahlen", kommentiert Ingo Zenkner, der Vorsitzende der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Karlsruhe-Rastatt die Dezemberdaten.

"Insgesamt zeigte sich der Arbeitsmarkt im zurückliegenden Jahr robust und trotz geringerer Dynamik weiter auf hohem Niveau. Die Nachfrage nach Arbeitskräften war in den vergangenen zwölf Monaten so hoch wie selten. Ich gehe davon aus, dass auch im Jahr 2016 die Stärke des regionalen Arbeitsmarktes anhalten wird", so Zenkner weiter.

Entwicklung im Gesamtbezirk - im Monats- und Jahresvergleich

Lage nach Rechtskreisen SGB III und SGB II

Im Monatsvergleich gab es in beiden Rechtskreisen einen leichten Anstieg der Arbeitslosenzahlen. Unter den 21.854 arbeitslosen Frauen und Männern waren im Dezember 9.108 Versicherungskunden – also SGB-III-Kunden; das waren 45 mehr als im Vormonat. 12.746 Personen oder 58 Prozent aller Arbeitslosen erhielten das steuerfinanzierte Arbeitslosengeld II; rund 100 mehr als im November.

Bewegungen: Abmeldungen und Neuzugänge

Arbeitslosigkeit ist kein fester Block, das belegen die Bewegungen auf dem Markt. Gut 10.420 Bewegungen - 5.287 Zu- und 5.133 Abgänge aus der Arbeitslosigkeit - gab es allein in den letzten vier Wochen. Überhaupt war das gesamte Jahr 2015 von einem regen Kommen und Gehen geprägt. 139.298 Bewegungen wurden über das Jahr registriert. Insgesamt konnten 69.371 Menschen aus der Arbeitslosigkeit abgemeldet werden, weil sie wieder Arbeit haben, eine berufliche Weiterbildung, eine betriebliche/schulische Ausbildung besuchen oder sich aus persönlichen Gründen aus dem Arbeitsmarktgeschehen zurückgezogen haben. Gleichzeitig mussten sich 69.927 Frauen und Männer sich im Laufe des Jahres neu oder erneut arbeitslos melden.

Arbeitskräftenachfrage

Ein Signal, dass der Arbeitsmarkt in 2015 weiterhin aufnahmefähig war, ist die steigende Arbeitskräftenachfrage. Insbesondere Fachkräfte werden weiterhin gesucht.

Der Arbeitgeberservice der Agentur für Arbeit Karlsruhe-Rastatt konnte seit Jahresbeginn 25.448 neue Arbeitsplatzangebote aufnehmen; das waren 652 mehr als im vergleichbaren Vorjahreszeitraum. Allein in den letzten vier Wochen meldeten die Arbeitgeber der Region 1.754 Stellen zur Besetzung. Das Gesamtangebot im Bezirk der Agentur für Arbeit Karlsruhe-Rastatt liegt derzeit bei 6.167 Vakanzen.

Ausblick

"Ich erwarte, dass die Stärke des regionalen Arbeitsmarktes anhalten wird. Trotzdem wird 2016 kein einfaches Jahr werden. Große und neue Aufgaben kommen zusätzlich auf alle Ausbildungs- und Arbeitsmarktpartner zu. Unser Hauptziel, Menschen und Arbeit schnell und nachhaltig zusammenzubringen, gilt unverändert fort. Neben dem klassischen Vermittlungsgeschäft im Sinne eines schnellen Marktausgleichs wollen wir insbesondere die Langzeitarbeitslosigkeit reduzieren und möglichst vielen schwerbehinderten Menschen einen Arbeitsmarktzugang ermöglichen. Ohne unsere weitreichenden Unterstützungsangebote haben sie nach wie vor nur geringe Chancen auf eine Arbeitsstelle.

Darüber hinaus rechne ich im Laufe des Jahres mit einem deutlichen Anstieg der Zahl von geflüchteten Menschen, die zu uns in die Arbeitsagentur und in die Jobcenter kommen. Die berufliche Integration ist die Basis für die gesellschaftliche Integration. Kompetenzfeststellung, Ausbildung und Bildung in Verbindung mit Spracherwerb sind dabei die Schlüssel zum Erfolg. Wir wissen, dass dies kein Sprint sondern ein Langstreckenlauf über mehrere Jahre ist. Dies ist eine große Herausforderung, der wir uns stellen, zu der wir weiterhin die Unterstützung aller Arbeitsmarkt- und Ausbildungsmarktpartner brauchen", so Zenkner.

Entwicklung der Arbeitslosigkeit in den neun Geschäftsstellen verlief im Vergleich zum Vorjahr unterschiedlich

Hauptagentur Karlsruhe:

Hier ist die Arbeitslosigkeit von November auf Dezember um 34 auf 10.136 angestiegen. Die Arbeitslosenquote blieb unverändert. Mit 4,5 Prozent liegt sie auf Vorjahresniveau.
In den vergangen vier Wochen konnten 2.440 Frauen und Männer ihre Arbeitslosigkeit beenden. Gleichzeitig mussten sich 2.490 Personen in der Karlsruher Hauptagentur oder in den Jobcentern neu oder erneut arbeitslos melden. Der Karlsruher Arbeitgeberservice akquirierte 795 neue Arbeitsstellen und damit etwas weniger als vor einem Jahr (minus 30). Das Gesamtangebot im Hauptagenturbezirk Karlsruhe liegt derzeit bei 2.649 Stellen.

Gesucht werden unter anderem (w/m):

Büro- und Sekretariatskräfte, Fachkräfte für Objekt-, Werte- und Personenschutz, Fachkräfte im Verkauf, Helfer für Lagerwirtschaft, Fachkräfte für Maschinenbau- und Betriebstechnik, Fachkräfte für Kinderbetreuung und -erziehung, Buchhalter, Fachkräfte für Sanitär, Heizung und Klimatechnik, Fachkräfte für Kraftfahrzeugtechnik, Experten für Informatik

 

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Mehr zu: "Agentur für Arbeit" Jahresabschluss



Kommentare [10]
Hinweis: Kommentare geben nicht unbedingt die Meinung von ka-news wieder.
  • (594 Beiträge) | 09.01.2016 14:54
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    Augenwischerei
    Die meisten Jobs laufen doch über Leiharbeitsfirmen, liegen im Niedriglohnbereich oder sind befristet. So kann sich niemand was zurück legen, die Altersarmut ist vorprogrammiert. Das wird sich in den nächsten Jahrzehnten noch übel rächen und die Zeche werden diejenigen zahlen, die heute teilweise noch gar nicht auf der Welt sind!
  • (177 Beiträge) | 08.01.2016 15:36
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    Nach den Vorschlägen von Sigmar...
    ...sucht der Bund evtl. auch bald neue Arbeitskräfte:
    Beamte im mittleren Dienst, Fachgebiet "Rückschleusung von Straftätern"
  • unbekannt
    (216 Beiträge) | 08.01.2016 14:50
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    Profi Antänzer
    Sie haben gerne mit Unbekannten Menschen zu tun ? Tanzen gerne und hätten gerne das was sich andere Erarbeitet haben ? Dann sind sie genau richtig bei uns! Herzlich Willkommen! zwinkern
  • (177 Beiträge) | 08.01.2016 15:32
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    Ups!
    habe mit einem ähnlichen Beitrag eine Sperre bei KA-news kassiert! Verstehe ich bis heute nicht!
    Vielleicht ist "Antanzen" Fäkalsprache und deshalb gegen die"Netiquette"!
  • unbekannt
    (216 Beiträge) | 08.01.2016 16:19
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    Sarkasmus
    Ist meist das einzige was bleibt. grinsen
  • (192 Beiträge) | 08.01.2016 06:44
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    Diese Berufe sind derzeit gefragt
    Wenn Firmen Arbeitskräfte suchen dann muß man mal hinterfragen warum diese Firmen nicht selbst suchen/inserieren sondern das über Leihbuden machen?
  • (8756 Beiträge) | 08.01.2016 07:59
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    sich nicht binden wollen,
    "verlängerte" Probezeit, weniger Mühen/Aufwand bei der Personalauswahl etc.

    und vor allem: 1 Job wird über X Zeitarbeitsunternehmen ausgeschrieben. Das tut der Offene Stellen-Statistik auch nicht gerade gut...
  • (405 Beiträge) | 08.01.2016 07:31
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    Darüber
    würde ich gerne mal was hören vom Obergenossen in Karlsruhe.
  • (272 Beiträge) | 08.01.2016 14:05
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    Dreckszeitarbeit etc. pp
  • (563 Beiträge) | 08.01.2016 14:24
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    Hä?
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