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Karlsruhe "Allzeithoch" für Karlsruher Bäder: 2015 so viele Besucher wie noch nie

2015 mitsamt seiner Hitzewelle bescherte den Karlsruher Bädern "so viele Besucher wie noch nie", wie Bürgermeister Martin Lenz bei einer Pressekonferenz am Montag verkündete. Rund 1,63 Millionen Gäste waren es insgesamt. Das sind etwa 175.000 mehr als noch 2014. Das Plus ist vor allem einer Bädergruppe zu verdanken.

Bei einer Pressekonferenz der Karlsruher Bäder zur Jahresbilanz 2015 sprach Bürgermeister Martin Lenz von einem "Allzeithoch", welches 2015 mit rund 1,63 Millionen Badegästen seine bisherige Spitze erreicht habe. 2014 waren es rund 1,46 Millionen. Das Plus von 175.000 Besuchern im Vergleich zum Vorjahr geht eindeutig auf das Konto der Freibäder - Rappenwört, Turmbergbad, Sonnenbad und Rüppurr.

Die Hallenbäder (Europabad, Therme Vierordbad, Weiherhofbad, Neureut und Grötzingen), das Europabad alleine betrachtet sowie das Fächerbad hatten leichte Einbußen im Vergleich zu 2014 zu vermelden. Die Freibäder dagegen lockten mit 562.503 Besuchern deutlich mehr Schwimmfans an als im Vorjahr (348.309). 

Oliver Sternagel, Amtsleiter der Bäderbetriebe Karlsruhe, zeigt sich zufrieden. Das Ziel sei nun nicht noch mehr Gäste anzulocken, sondern die bisherigen Besucher zu halten und dafür zu sorgen, dass sie lange bleiben und Spaß haben. Auch zu den Finanzen zieht der Amtsleiter eine positive Bilanz. "In der Summer können wir stolz darauf sein, wie viele Einnahmen wir hier tätigen", so Sternagel.

Europabad braucht keinen Zuschuss

Im Bäderkonzept 2010 veranschlagte der Karlsruher Gemeinderat einen Investitionsbedarf von 50 Millionen Euro bis 2020 für die Karlsruher Bäder - also etwa fünf Millionen pro Jahr. "In den letzten fünf Jahren sind wir in dem vom Gemeinderat vereinbarten Rahmen geblieben", resümiert Bürgermeister Lenz. 2014 waren rund 5,83 Millionen Zuschuss nötig, für 2015 liegt kein Gesamtwert vor. Schlusslicht war 2015 laut Lenz das Adolf-Ehrmann-Bad in Neureut, welches 14 Euro Zuschuss pro Gast benötigte, im Fächerbad waren drei Euro pro Gast nötig. Das Europabad dagegen hatte pro Besucher einen Überschuss von 44 Cent zu verzeichnen.

Bäderbilanz 2015
Oliver Sternagel, Amtsleiter der Bäderbetriebe Karlsruhe, Bürgermeister Martin Lenz und Joachim Hornuff, Geschäftsführer des Fächerbades (v.l.) bei der Jahresbilanz der Karlsruher Bäder. 
 

Insgesamt sieht der Bürgermeister "Luft nach oben bei den Eintrittspreisen", wie er sagt. Ein Bad zu schließen stehe für ihn vollkommen außer Frage. Das Sonnenbad, das vergangene Woche wie jedes Jahr vorzeitig in die Freibadsaison startete, hob der Bürgermeister besonders hervor. Mit einer Kostendeckung von 40 Prozent liege es weit vor dem Turmbergbad mit 22 Prozent und dem Rheinstrandbad Rappenwört mit 14 Prozent. 

Umbau kostet Fächerbad nur wenige Besucher

Das Europa- und Fächerbad sieht Lenz als "Flaggschiff für andere Bäder". Letzteres büßte 2015 im Vorjahr nur wenige Besucher ein - etwa 2.000 insgesamt - "trotz der Großbaustelle direkt am Bad", freut sich Geschäftsführer Joachim Hornuff. 2017 werde die Baustelle ins Bad umziehen. Hornuff hofft, auch dann die Besucherzahlen halten zu können. Der Umbau des Fächerbades solle vor allem im Sommer die Besucherzahlen steigern. Eine Art Schiebedach werde möglich machen, in der heißen Jahreszeit unter freiem Himmel zu schwimmen. Wer lieber ausschließlich drinnen badet, könne dann auf das 50-Meter-Becken ausweichen.

Derzeit sei man dabei das Außenbecken neu anzuschließen. 13,3 Millionen werde der Umbau kosten. 2015 sei rund eine Million Euro Zuschuss von der Stadt nötig gewesen, wie Hornuff berichet. Durch einen Umstieg auf LED-Beleuchtung in den Becken und einen neuen Vertrag habe das Bad rund 60.000 Euro weniger Stromkosten gehabt als 2015. Frequenzgesteuerte statt durchgängig laufende Pumpen sollen Hornuff zufolge weitere Einsparungen bringen. 

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