Aktiv vorbeugen
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Karlsruhe ps/twy -
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Das seit dem Jahre 2005 bestehende "Dunkelfeldprojekt" ist ein Forschungsprojekt des Instituts für Sexualmedizin der Charité Berlin. Es wurde bisher von der VW-Stiftung mit 500.000 und der "Hänsel und Gretel"-Stiftung mit 50.000 Euro gefördert. An der geplanten Studie sollen sogenannte "potentielle Dunkelfeld-Täter" als auch Männer, die bereits sexuelle Übergriffe auf Kinder begangen haben, aber den Strafverfolgungsbehörden noch nicht bekannt sind("reale Dunkelfeld-Täter"), teilnehmen. Teilnahmewillige Personen müssen sich ihrer auf Kinder gerichteten sexuellen Neigung bewusst sein und selbst therapeutische Hilfe in Anspruch nehmen wollen.
Zeichen für mehr Prävention
Das allgemeine Angebot an Therapiemaßnahmen ist in Deutschland gering. "Kein Täter werden" soll ein Meilenstein auf dem Weg zu mehr Angeboten an Präventivmaßnahmen sein.Die Medienkampagne "Lieben Sie Kinder mehr als Ihnen lieb ist?" soll die Betroffenen auf diese Art der speziellen Psychotherapie, die zum Teil medikamentös unterstützt wird, aufmerksam machen. Bislang nahmen dieses Angebot 550 deutsche Männer in Anspruch. Insgesamt sind ein Prozent der männlichen Bevölkerung betroffen. Mitwirkende an dem Projekt sind nicht Psychologen oder Therapeuten, sondern Sexualmediziner, die diese besondere sexuelle Veranlagung ("Sexualpräferenzstörung" ) behandeln.
Ziel: Sensibilisierung
"Pädophilie", wie das Krankheitsbild in der Fachsprache genannt wird, ist prinzipiell nicht heil-, sondern nur kontrollierbar. Dies ist auch das Ziel der Initiatoren. "Wichtig ist, dass eine Veränderung im Verhalten auftritt. Wenn Männer eine Sensibilität für das, was das Kind empfindet, entwickeln, haben wir unser wesentliches Ziel schon erreicht", so Braun weiter. Zu einer sinnvollen Weiterführung des Projekts werden Fördergelder in Höhe von einer Million Euro benötigt.




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