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31.07.2012 16:30
 
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200.000 Euro nach Facebookparty - inklusive Ruin: Das ist der falsche Weg [25]

Karlsruhe (trs) - Ein 20-jähriger Lehrling hat zu einer Facebook-Party in ein Konstanzer Freibad eingeladen. 12.000 Nutzer hat die Einladung erreicht, 150 sind schließlich aufgetaucht, nachdem die Stadt die illegale Fete verboten hatte. Nun drohen dem verhinderten Partykönig mehr als 200.000 Euro Einsatzkosten - offensichtlich wollen die Behörden hier ein Exempel statuieren. Auf dem falschen Weg, findet ka-news-Redakteurin Tabea Rueß.
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150 Gäste, ein Großaufgebot von Polizisten, Aufregung, Medienhype und eine Menge Ärger. Passiert ist nichts. Das ist die Bilanz der illegalen Facebook-Party im Konstanzer Freibad. Und dafür soll ein 20-Jähriger mehr als 200.000 Euro an Gebühren zahlen?

Ja, Facebook-Partys nerven!

Das ist völlig unverhältnismäßig. Ganz offensichtlich wollen die Behörden hier ein Exempel statuieren und sich künftig solche unerwünschten Querelen vom Hals halten. Verständlich! Natürlich nervt es, dass ein Halbwüchsiger - oder auch mal Ausgewachsener - nach dem anderen eine Möchtegern-Riesenparty über das soziale Netzwerk ins Leben ruft. Und natürlich wären sämtliche Steuergelder für derlei Polizeieinsätze woanders besser aufgehoben.

Sollte der Lehrling allerdings zu allen Gebühren verdonnert werden, würde Vater Staat da ganz schön übers Ziel hinaus schießen. Ein einmaliger Polizeieinsatz mit allem drum und dran könnte den jungen Mann fürs Leben finanziell ruinieren - dabei hat die Party keiner Fliege was zu Leide getan. Und schließlich rücken Wochenende für Wochenende mit Schlagstöcken bewaffnete Polizeihorden zu Fußballspielen aus - die "Problemfans" müssen für die Einsätze bisher aber nicht blechen.

Da der jugendliche Übermut natürlich trotzdem "bezahlt" werden sollte, könnte man dem Partylöwen ja einfach ausreichend Sozialstunden aufdrücken. Das würde wenigstens jemandem etwas nutzen und das "große Kind" nicht in den Ruin stürzen - ihm aber genügend Zeit zum Nachdenken über solche Dummheiten verschaffen.

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Kommentare [25]
Hinweis: Kommentare geben nicht unbedingt die Meinung von ka-news wieder.
  • unbekannt
    (4000 Beiträge) | 31.07.2012 16:51
    Der Grundtendenz dieses Kommentars stimme ich zu, aber
    1. Handelt es sich um Gebührenbescheide und keine Bußgeldbescheide.

    2. Es glaubt doch hoffentlich niemand ernsthaft, dass der junge Mann das wirklich bezahlen muss. Das wird im Verwaltungs- und Verfahrensdschungel gegen Null reduziert.

    3. Die Formulierung "mit Schlagstöcken bewaffnete Polizeihorden" geht eindeutig zu weit!
  • (196 Beiträge) | 31.07.2012 18:43
    Gebühren
    Danke, registriert und geändert grinsen War die falsche Wortwahl, sehe ich ein.
  • unbekannt
    (4000 Beiträge) | 31.07.2012 18:57
    Und die "Polizeihorden" lassen Sie stehen?
    Frau Rueß, die Polizei sind keine "Horden"! traurig
    Das ist eine Beleidigung!
  • (1717 Beiträge) | 01.08.2012 00:35
    Die Spinne in der Yucca-Palme
    der Kaugummi der den Magen verklebt und der Schüler, der 200,000€ für einen unverhältnismäßigen Einsatz bezahlen können solle.

    Seelenheil für nach Recht und Ordnung schreiende ESM-geschröpfte frustrierte Kleinbürger.

    Hängt ihn am Stadttor auf, zusammen mit allen die sonst noch verbotswidrig wenden.

    @ Red. Schwach sich hier von einem braunen Socken zensieren zu lassen-> wird nix mit dem Traum der C.Amanpour aus KA
  • (20148 Beiträge) | 31.07.2012 18:53
    Dann frag
    doch mal die allein 10000 friedlichen Karlsruher Fans die allwöchentlich Opfe von Polizeiwillkür werden.
    Kann man doch hier immer lesen.

    grinsen
  • (3 Beiträge) | 01.08.2012 01:06
    Der Grundtendenz dieses Kommentars stimme ich zu, aber
    ..Punkt 1 und 3 stimme ich zu, nur bei
    2. habe ich eine andere Meinung:
    Von einem 20zig Jährigen kann ich erwarten, dass er seinem Handeln bewusst ist (oder sollen wir die Volljährigkeit doch wieder auf 21 Jahre hochsetzen?)
    Autofahren wollen sie schon mit 17 Jahren (wenn ich mir diese beiden Beispiele vor Augen füge...welch ein Grauen) oder sollen wir "Begleitetes Internet-Stufen" einführen??
    Hinzu kommt, dass es nicht die erste F-Party ist, die ausgelöst worden ist.. .in ARD, ZDF und auch RTL wurde in den vergangenen 2 Jahren immer wieder darüber berichtet!!
    Genauso, Frau Rueß, könnte man argumentieren, bei der Dame die Vorgestern "Verbotswidrig" von der Ettlinger Str. (Höhe Rüppurrer Str.) "wenden" wollte und mit einer Straba kollidierte... doch diese Dame wird den Schaden regulieren müssen (kann, und darf nicht auf die Allgemeinheit gehen..
    Hatte schon Menschen, die Sozi-Stunden abarbeiten mussten...90% kommen mit der "Haltung" "Du hast mir nix zu sagen".. Effekt gleich Null
  • (1260 Beiträge) | 31.07.2012 17:44
    wird alles halb so wild.
    er wird vermutlich nach dem jugendgerichtsgesetz verurteilt. das obliegt jedoch dem ermessen des richters. von daher. mal schaun. es gibt jedenfalls auch im jgg viel ermessensspielraum für den richter, der sich aber dennoch an vorschriften des gesetzbuches halten muss.

    wer beim bafög bescheißt und gleichzeitig lehrer oder sozialarbeiter werden möchte, steht, je nach strafmaß übrigens auch vor dem ruin, weil man in diesen berufen mit eintrag im führungszeugnis so überwiegend auch nicht arbeiten darf..
  • (3753 Beiträge) | 31.07.2012 17:52
    was wird verurteilt ?
    wie heißt die begangene Straftat ???? Oder ist das eine Ordnungswidrigkeit ??? Das würde mich echt mal interessieren. Davon habe ich leider wenig Ahnung.
  • (1953 Beiträge) | 31.07.2012 18:09
    Ähm, noch einmal Frau Rueß, ...
    Es handelt sich NICHT umd Bußgelder, sondern um die KOSTEN des Polizeieinsatzes, die entweder der Partyfreak oider der Steuerzahler jeweils ganz, anteilig oder gar nicht bezahlen soll. Das Bußgeld beträgt nach Ihrem eigenen Artikel EUR 5.000,-- und NICHT EUR 200.000,--.
  • (196 Beiträge) | 31.07.2012 18:45
    Ja, Sie haben recht
    ich habe es geändert. Das war das falsche Wort - meinen Punkt haben Sie hoffentlich trotzdem verstanden zwinkern
  • (1953 Beiträge) | 31.07.2012 18:54
    Ich glaube ja, habe ich! ((-;
    Ich glaube allerdings nicht, dass dahinter ein bewusstes "Exempel statuieren" der Behörden steckt. Wenn jemand "einfach so aus Spaß an der Freud'" einen Polizei- (oder auch einen Feuerwehreinsatz) verursacht, muss er für dessen Kosten eben aufkommen. Der Facebook-Junkie hatte eben das - allerdings vorhersehbare - Pech, dass der von ihm verursachte Polizeieinsatz für die von ihm eingeladenen zig Tausend Besucher ausgelegt war und die Einsatzkosten daher "etwas" höher waren als für einen "normalen" Polizeieinsatz. Trotzdem kann man natürlich darüber diskutieren, wie teuer ihn die Dummheit zu stehen kommen soll bzw. inwieweit das ganze eben aus dem Steuerpool beglichen werden soll. Den Vergleich mit Fußballeinsätzen hatten Sie ja gebracht.
  • (1348 Beiträge) | 31.07.2012 18:09
    Die gute Frau...
    ...hat das Thema geistig voll durchdrungen...
    -Wer will hier 200.000€ Bußgeld?
    -Und wenn 3000 Leute gekommen wären und nur zwei Polizisten dagewesen wäre und es hätte Schäden und Verletzte gegeben? Der Veranstalter hat mit 12.000 Leute geprahlt, also muss er auch mit Maßnahmen für 12.000 Leute rechnen. Wenn ich was für 12.000 Leute plane und zwei Ordner und zwei Dixiklos hinstelle, habe ich nicht genug nachgedacht.
  • (1953 Beiträge) | 31.07.2012 18:18
    Das Thema ...
    ... ist ja auch gerade erst im parallelen Fred(dy) totdiskutiert worden. ((-;
  • (4532 Beiträge) | 31.07.2012 18:34
    Je mehr ich darüber nachdenke:
    Da ist einer, den die Dimension nicht erschreckte: 12.000 Nutzern, die er ereichen konnte,

    dann plötzlich erschrocken.

    Jetzt ist der Schreck sogar allgemein groß, weil es um GELD geht.
  • (743 Beiträge) | 31.07.2012 18:57
    wer zahlt die Einsätze der Polizei bei
    Fußballspielen (sowohl Prävention als auch Einsatz bei Krawallen)? Da wird mit zweierlei Maß gemessen.
  • (8677 Beiträge) | 31.07.2012 19:13
    Würden...
    ...die ganzen "Einzelfälle" auch nur einen Bruchteil dieses Betrags an die Opfer abzahlen müssen... traurig
  • (1417 Beiträge) | 31.07.2012 20:22
    Der Dodell isch ein Doofie
    und wird es immer bleiben.
    Soll er halt seine 6 Jahre Privatinsolvenz durchziehen und Gut isch. Und alle anderen Fatzebook-Dödels sollen halt mal Nachdenken. Prunzjugend heute, also ehrlich. Zu doof ScheiXXe zu bauen. Und sowas soll mal meine Rente zahlen. Ich fass es nicht.
  • (108 Beiträge) | 31.07.2012 21:55
    so...
    ...wird`s auch enden....trotdem..es ist zu viel. Ein richtiges pfund sozialstunden hätte es auch getan....
  • (81 Beiträge) | 31.07.2012 23:57
    Der gute Junge ist
    Volljährig. Ob er auf der geistigen Höhe ist steht in den Sternen. Es wird Zeit dass für "selbstverschuldete" Schandtaten die verantwortlichen zur Verantwortung gezogen werden. Keine Ahnung ob der ganze Unsinn 200 T€ wert war. Wenn ja bitte den Veranstalter zur Kasse bitten. Kann ja jeder Einzelne der 12 tausend Partymakern eine kleine Spende einreichen. Die geizige und blanke Spassgesellschaft läst grüßen grinsen
  • (312 Beiträge) | 01.08.2012 00:28
    Das Thema...
    ...wurde ja an anderer Stelle schon ausreichend diskutiert. Aber bitte, liebes KA-news Team...wenn es mal wieder um einen Kommentar geht...lasst Andere kommentieren. Für Frau Rueß findet sich sicher ein nettes Plätzchen im Archiv. Der Kommentar ist schlecht recherchiert. Auf Bußgeld wurde schon eingegangen...die Aussage dass Problemfans bisher nicht blechen mussten ist auch falsch...auch hier gab es schon Fälle. Aber schon die Tatsache dass Problemfans in Anführungszeichen steht und Polizisten als Horden bezeichnet werden lässt mich auf die Gesinnung von Frau Rueß schließen. Wohl bei einer Demo mal zwischen die Fronten geraten? Oder beim ACAB Sprühen erwischt worden? Warum sollten Kosten die durch die Dummheit eines Einzelnen entstehen der Allgemeinheit aufgebrummt werden? Ich bezweifle dass sich Nachahmer von Sozialstunden abschrecken lassen. Das ist eine Präventivmaßnahme...da geht mir das Schicksal des Einzelnen am Po vorbei. Mit Privatinsolvenz geht das Leben nach 7 Jahren weiter.

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