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19.06.2012 07:29
 
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160.000 Euro veruntreut? Ermittlungen gegen Ex-KSC-Torjäger Arno Glesius [116]

Karlsruhe (feb) - Die Staatsanwaltschaft Karlsruhe ermittelt wegen des Anfangsverdachts der Untreue und Betrugs gegen einen Mitarbeiter der Unfallkasse Baden-Württemberg. Das bestätigte Rainer Bogs, Sprecher der Staatsanwaltschaft, am Dienstag gegenüber ka-news. Bei dem Angeklagten soll es sich um den ehemaligen KSC-Torjäger Arno Glesius handeln. Glesius soll 160.000 Euro von seinem Arbeitgeber abgezwackt haben, berichtete die SportBild vergangene Woche. Die Unfallkasse hat nun Strafanzeige gegen Glesius gestellt.
/region/karlsruhe/160-000-Euro-veruntreut-Ermittlungen-gegen-Ex-KSC-Torjaeger-Arno-Glesius;art6066,901606,B?bn=889832
Arno Glesius
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Arno Glesius soll 160 000 Euro veruntreut haben. Foto: Uli Deck
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Die Kripo Karlsruhe habe die Ermittlungen übernommen, so Bogs weiter. Glesius, der bei der Unfallkasse Baden-Württemberg in Karlsruhe im Beschaffungswesen für Büromaterialien angestellt war, soll "in erheblichen Umfang" Mittel abgezwackt haben.

160.000 Euro: Unfallkasse stellt Strafanzeige

Nach Ungereimtheiten bei Bestellungen und Rechnungsfreigaben, die bei internen Kontrollen aufgetaucht sein sollen, stellte die Unfallkasse Strafanzeige gegen Glesius. "Für die Rechnungsfreigaben soll es keinen realen Wareneingang gegeben haben", so Bogs weiter. Nach den Medienberichten habe der ehemalige KSC-Spieler elf Jahre bei der Unfallkasse in Karlsruhe gearbeitet. Nach der Anzeige wurde Glesius von der Arbeit freigestellt.

Wie Bogs bestätigte, drohen in solchen Fällen Freiheitsstrafe bis zu fünf Jahre oder eine Geldstrafe, bei besonders schweren Fällen sogar bis zu zehn Jahre. "Wie in jedem Fall gilt hier aber natürlich auch erstmal die Unschuldsvermutung. Bisher gibt es nur den Anfangsverdacht, weshalb die Ermittlungen aufgenommen wurden."

Glesius schnürrte zwischen 1986 und 1992 die Fußballschuhe für den Karlsruher SC und bestritt über 100 Spiele für die Blau-Weißen in der 1. und 2. Bundesliga und schoss 35 Tore. Im November 2009 wählten ihn die Mitglieder ins Präsidium des KSC. Nach nicht einmal einem Jahr, im September 2010, erklärte Glesius bei einer Mitgliederversammlung seinen Rücktritt und kam damit der Abwahl durch die Mitglieder zuvor.

Aktualisierung / Korrektur:

Wir haben einen Fehler im letzten Absatz des Artikels korrigiert. Glesius ist nicht an der Seite von Paul Metzger in das KSC-Präsidium gewählt worden, wie es in der ursprünglichen Fassung hieß. Die erste Mitgliederversammlung am 30. September 2009, bei der Paul Metzger zum Präsidenten gewählt wurde, war aufgrund der fortgeschrittenen Zeit nach der Wahl Metzgers abgebrochen worden. Glesius war bei einer weiteren Mitgliederversammlung des KSC am 6. November 2009 zum Vizepräsidenten gewählt worden.

Mehr zu: Ticker "Karlsruher SC" "Arno Glesius" KSC Ermittlungen Betrug



Kommentare [116]
Hinweis: Kommentare geben nicht unbedingt die Meinung von ka-news wieder.
  • (5316 Beiträge) | 19.06.2012 08:38
    ich schmeiß mich weg,
    was da wieder alles kursiert...

    ...gab es eigentlih kein Foto von Arno ohne seinen Chef, der mit dieser Sache wohl überhaupt nicht in Verbindung steht?

    Hier wird es gleich entsprechende "Beiträge" hageln...
  • (2811 Beiträge) | 19.06.2012 08:43
    Das darf ja nicht wahr sein.
    Wie dumm ist der Glesius eigentlich ??
  • (5316 Beiträge) | 19.06.2012 08:47
    wenn's stimmt
    hast Du mit Deiner Frage den Nagel auf'n Kopf getroffen!
  • (1953 Beiträge) | 19.06.2012 10:23
    Soooo dumm ...
    ... scheint er ja doch nicht zu sein, wenn er das über 11 Jahre unbemerkt hingekriegt hat. Hätte ich ihm gar nicht zugetraut.
  • (2375 Beiträge) | 19.06.2012 10:53
    160000 in elf Jahren ist eigentlich nicht soooo viel!
    das gibt der KSC im Monat aus!
  • (638 Beiträge) | 19.06.2012 13:02
    ...wieso dumm ?
    ... da gibt es in KA einen Veruntreuungsfall wo es um über 800.000,-
    geht.Bis dato konnten die Richter nichts unrechtes daran finden.
    Kommt immer darauf an, wer die Beteiligten sind. Da drückt Justitia schon mal ein Auge zu.Insofern kann sich der Glesius gute Chancen
    ausrechnen. Zumal ja alles nur aus Versehen passiert ist. Ganz anders, wenn ein Deutschrusse irgend etwas für 6000,- klaut. Dann ist das eine bewusste Wegnahme einer Sache. Das wird dann hart geahndet.18 Monate Knast oder so.
  • (3234 Beiträge) | 19.06.2012 14:50
    Wenn du die Presse
    aufmerksam verfolgt hättest, wäre dir nicht entgangen, dass im Laufe der Ermittlungen die 800.000 immer weniger geworden sind und am Ende nur noch 18.000 übrig blieben. Diese wurden bezahlt, damit hat's für die Justiz keine weitere Handlungsgrundlage.
  • (4510 Beiträge) | 20.06.2012 08:32
    Um was ging es?
    Ich habe das wohl tatsächlich in der Presse überlesen. Wenn es aber dort stand, dann kann es hier wiederholt werden.
  • (3234 Beiträge) | 20.06.2012 09:47
    Da ging es
    um 800.000 €, die ein Stadtrat in die eigene Tasche gesteckt haben soll.
  • (4510 Beiträge) | 20.06.2012 10:24
    Ist das die Geschichte von der zuerst in einer Zeitung in Stuttgart etwas geschrieben wurde und bei der hier in Karlsruhe später Zeitungen verschwunden sind? Ist aber schon sechs Jahre her. Der Stadtrat, der mit R. anfing, schwer krank wurde und den man nicht unnötig zusätzlich aufregen wollte?

    Schon bemerkenswert, was stellenweise an Informationen später nicht mehr auffindbar ist. Wäre doch im Nachhinein auch schön, wenn man genau erfahren könnte, was an der Sache nun gestimmt hat. So brodelt nur die Gerüchteküche und trifft dann doch die betroffene Partei.
  • (3234 Beiträge) | 20.06.2012 10:33
    Die Medien
    hatten den R. als alleinigen "Täter" hochstilisiert, tatsächlich wurde noch zwei weiteren Personen angegriffen. Die ursprüngliche Verdachtssumme schrumpfte dann auf die weiter oben genannte zusammen. R hat die Justiz in ihren Ermittlungen unterstützt indem er alle Unterlagen offenlegte (in der Presse übrigens als Hausdurchsuchung dargestellt) und bei Durchsicht und Prüfung schmolz dann die Summe dahin.
  • (1722 Beiträge) | 19.06.2012 20:34
    @dipfele
    da fällt mir nix mehr ein.
  • (5316 Beiträge) | 19.06.2012 08:39
    ich spende nun noch ein "c"
  • (2811 Beiträge) | 19.06.2012 08:57
    Nicht bei endlich
    sondern bei eigentlich fehlt das c.
    Nix Concentrazione heute morgen ?? Da hilft nur ein Cappuccino.
    Trinke bereits meinen dritten, pst.das ist meine heimliche Sucht.
    Aber ein Laster darf man haben.
  • (5316 Beiträge) | 19.06.2012 12:47
    Cappuccino trinke ich auch in der Früh,
    diese Angewohnheit habe ich so übernommen, wenngleich früh bei mir eigentlich spät ist. Es pennt sich aber gut damit.

    Und eigentlich ist richtig erkannt. Da war ich irgendwie nicht ganz bei der Sache, "disturbato" habe ich gerade hören müssen...

    ...mit mir kann man (frau) es ja machen.

    ;-)
  • (1069 Beiträge) | 19.06.2012 09:01
    Wo blieb denn da die Dienstaufsicht bei der Unfallkasse?
    Gegen den Chef bei der Unfallkasse gleich mit ermitteln wegen Unterstützung einer Straftat.
  • (1128 Beiträge) | 19.06.2012 17:11
    Wie groß ist denn die Unfallkasse?
    Wenn 1.000 Euro im Monat für die es keine Ware gibt nicht auffallen...
    Mir auch unverständlich
  • (1041 Beiträge) | 19.06.2012 09:06
    Die
    250.000 Kugelschreiber liegen bestimmt in irgendeiner einer Akte. Leider ist die Wortwahl im Bericht ziemlich eindeutig. Das sieht nicht gut aus für den freigestellten Mitarbeiter im Beschaffungswesen für Büromaterial.
  • (5582 Beiträge) | 19.06.2012 09:10
    mal
  • (2375 Beiträge) | 19.06.2012 09:19
    und was hat jetzt der KSC mit der ganzen Sache zu tun?

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