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Karten-Ansicht: Karlsruhe/Karlsdorf-Neuthard
22.05.2012 14:55
 
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14 Stunden am Steuer und eingeschlafen: A5 nach Lkw-Unfall voll gesperrt [29]

Karlsruhe/Karlsdorf-Neuthard (pol/feb) - Um die 100.000 Euro Sachschaden ist die Bilanz eines Unfalls mit zwei Lkw am Dienstagmorgen auf der A5 bei Karlsdorf-Neuthard. Nach Angaben der Polizei Karlsruhe ist der Unfall auf Übermüdung eines Lkw-Fahrers zurückzuführen. Nach 14 Stunden am Steuer ist der Fahrer laut der Polizei am Steuer eingeschlafen und einem anderen Lkw aufgefahren.
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Daimler-LKW
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Foto: Ronald Wittek/Archiv
Foto:

Ein in Richtung Süden fahrenden Lkw-Fahrer war nach den Ermittlungen der Autobahnpolizei gegen 7.30 Uhr im Baustellenbereich offenbar eingeschlafen, übersah das vor ihm befindliche Stauende und fuhr einem vorausfahrenden Lkw auf. Bei dem Unfall wurde glücklicherweise niemand verletzt. Die Autobahn musste aufgrund der notwendigen Bergungsmaßnahmen voll gesperrt werden, so die Polizei Karlsruhe weiter.

Der Verkehr wurde über die Nebenfahrbahn der Anschlussstelle Bruchsal an der Unfallstelle vorbeigeleitet. Dadurch entstand in Fahrrichtung Süden ein Rückstau von zehn Kilometern. Auf der Gegenseite wurde durch Schaulustige ein Stau von etwa neun Kilometern Länge verursacht. Der stark beschädigte Lkw musste abgeschleppt werden. Zudem war es notwendig, die Fahrbahn wegen eines schmierigen Belags zu reinigen.

Gegen den übermüdeten Lkw-Fahrer, der bereits 14 Stunden mit nur einer kurzen Unterbrechung am Steuer gesessen hatte, wurde ein Verfahren wegen Straßenverkehrsgefährdung eingeleitet und sein Führerschein beschlagnahmt. Der Stau löste sich laut Polizei nach Freigabe der Fahrbahn gegen 10.45 Uhr nur zögerlich auf.

Mehr zu: Polizei A5 Unfall Lkw Schlaf



Kommentare [29]
Hinweis: Kommentare geben nicht unbedingt die Meinung von ka-news wieder.
  • (139 Beiträge) | 22.05.2012 15:51
    Den
    Chef des armen LKW-Fahrers sollte man einsperren...
  • (3610 Beiträge) | 22.05.2012 17:22
    Wieso?
    Woher wissen Sie das der Fahrer gezwungen wurde in dem Betrieb zu arbeiten und seine Lenkzeit weit zu überschreiten ohne Schlaf? Saß der Chef daneben oder hielt dessen Familie als Geißeln? Wenn er unter Druck gesetzt wurde ist es immer noch seine Entscheidung dem Druck nachzugeben, denn er ist es letztendlich der die Verantwortung trägt wenn etwas passiert. Hier gepriesenerweise nur Sachschaden. Nun ist er seinen Lappen los und seinen Job damit auch. Ist das nun besser?
  • (1717 Beiträge) | 22.05.2012 18:37
    jawoll, alle einsperren und erschiessen
    oder erst erschiessen und dann einsperren.
    Alle

    Und: die Grünen sind auf jeden Fall schuld grinsen

    Schade, daß der Bericht nicht erwähnt, für welche Firma die Frachtladung war, wie der Disponent des Sattelzuges hieß, wo er wohnt und ....

    Ich ´bin davon überzeugt, daß nur mit solcher Transparenz und anprangern der Auftraggeber diesem Treiben Einhalt geboten werden kann.
  • (5329 Beiträge) | 22.05.2012 23:16
    Auftraggeber sind wir doch alle,
    nicht nur der media markt will "billig-billig-billig" und da geht's doch schon los. Wenn der 14 Stunden auf'm Bock war, dann frage ich mich, was für 'ne Sch...-Tour er fahren mußte ohne 2. Fahrer (der auch Kohle kostet)!

    Es werden wohl zu wenig Tachographen kontrolliert. Anders ist das "wird schon nix passieren"-Denken wohl nicht zu begründen sein.

    Der Fahrer kann sich schon mal überlegen, wo er künftig arbeiten will und mit welchem Bus er da hinkommt.
  • (562 Beiträge) | 22.05.2012 19:05
    So lange
    bei solchen Dingen die Disponenten und die Firma nicht hart bestraft wird, so lange wird es solche Dinge geben. Der Depp ist immer der Fahrer, wobei es mich nicht wundert wenn ich auf der Autobahn die Abstände der so genannten Berufskraftfahrer sehe.
  • (35 Beiträge) | 22.05.2012 19:51
    Strafe sollte alle treffen
    Ich denke, die beste Strafe bei Lenkzeit-und Tempoüberschreitungen wäre, den LKW samt Ladung und Fahrer solange festzusetzen, das der Spediteur garantiert Ärger mit seinen Kunden bekommt. Und das sich ein Disponent ausrechnen kann, das der LKW im Schnitt ( wenn eine realistische Wahrscheinlichkeit erwischt zu werden eingerechnet wird) eine kürzere Zeit braucht, wenn er sich an die Regeln hält. Dann gibt es auch Druck von "oben" auf den Fahrer, sich an die Regeln so halten.
  • (596 Beiträge) | 22.05.2012 19:19
    ..............
    der chef wird sicherlich ohne schaden davonkommen. der "ars.." ist der fahrer.
    egal ob er unter "druck von oben" gefahren ist oder nicht, tatsache ist dass ER den unfall verschuldet hat. gut dass am stauende kein kleinwagen sonder "nur" ein lkw stand.
    da fahren manchmal übermüdete und pennende fahrer mit zum teil maroden trucks nasenbohrend mit 20 m abstand über die autobahn und dann wird der fahrer, der ja druck von oben bekommt, noch in schutz genommen. wie oft stand im laufe des letzten jahres solche eine meldung hir in ka-news. sorry mit diesen kamikazefahrern, die das leben der anderen gefährden, hab ich absolut kein mitleid. hohe strafe, führerscheinentzug sind vollkommen in ordnung.
    das argument "druck vom chef" zählt nicht um die stvo außer kraft zu setzen..........!
    ich weiß was es heißt am stauende nen "schlag von hinten zu bekommen" - gott sei dank war es "nur" ein pkw, aber dies hat schon gereicht

    aber gott sei dank sind nicht alle lkw-fahrer so!!!!!!!!
  • unbekannt
    (4000 Beiträge) | 22.05.2012 21:16
    Wenn schon spekuliert wird:
    Vielleicht ist er ja auch sein eigener Chef und wollte den Auftrag unbedingt noch fertig kriegen, damit er den nächsten auch bekommt!?
  • (5329 Beiträge) | 22.05.2012 23:21
    diese Möglichkeit besteht natürlich ebenso,
    wenngleich einer, der dauernd auf dem Bock sitzt nicht gleichzeitig neue Aufträge an Land ziehen kann und sich so unter Zeitdruck bringt (es sei denn er konzentriert sich nicht auf den Straßenverkehr, sondern daddelt in irgend einem Gerät herum, das ihn mit den einschlägigen Frachtenbörsen verbinden kann).
  • (423 Beiträge) | 22.05.2012 22:09
    sorry die brummifahrer
    wenn ich mir diese voll geisteskranken anschaue ist das auch kein wunder... ich war heute morgen um 7 uhr im baustellenbereich und traute meinen augen kaum als ein lkw auf der mittleren spur bis vor in die baustelle gefahren ist obwohl schon lange ein überholverbot herrscht... er ist dann auf der linken spur in die baustelle reingefahren... so einer gehört rausgezogen und sofort den lappen weggenommen...

    ich bin sowieso für ein generelles überholverbot für die elefantentrucker... alle 100 km gibt es 4 spurig 10 km zu überholen und dann wieder 90 km hintereinander fahren dann passiert deutlich weniger und es läuft alles flüssig
  • (5329 Beiträge) | 22.05.2012 23:28
    Verallgemeinerungen von vorn bis hinten -
    der ADAC läßt wohl schön grüßen.

    Der PKW-Pilot nimmt sich das Recht heraus, einen anderen PKW, der 10 km/h langsamer fährt - bei der nächsten sich bietenden Möglichkeit, oder gar auf halsbrecherische Weise - zu überholen.

    Der LKW-Fahrer ist kein Fahrzeuglenker 2. Klasse.

    Ohne diese "voll geisteskranken" müßten viele Leute auf einige Annehmlichkeiten verzichten. Wer will das wirklich?

    Andererseits muß man ja offenbar "voll geisteskrank" sein, diesen vom Markt erfundenen Zirkus für ein paar Cent mitzumachen.
  • (596 Beiträge) | 23.05.2012 00:41
    ..............
    wenn ein lkw einen anderen lkw mit 10 km/h mehr geschwindigkeit überholen würde wäre es ja gut ..............................

    eigentlich dürfte doch kein lkw schneller als der andere sein (ausgenommen am berg und beim anfahren) oder täusche ich mich da?

    ich kenn mich jetzt nicht unbedingt in den "tarifverträgen" der brummifahrer aus, aber könnte doch auch sein - je mehr fuhren, je mehr kohle in der tasche des fahrers! dafür würde es sich schon lohnen mal 14 stunden auf dem bock zu sitzen......... auf kosten der unfallgegener.
  • (269 Beiträge) | 23.05.2012 04:38
    Akkord nicht erlaubt
    Was Du beschreibst, ist ein Akkordlohn. Das ist zumindest in D verboten. Bezahlung nach abgewickelten Aufträgen oder gefahrene Km darf es nicht geben. Das ist imho in NL anders.

    Und nein, wir LKW-Fahrer sind nicht geisteskrank, im Gegensatz zu vielen PKW-Fahrern, die die Massenmomente und die Reaktionsträgheit eines 40 Tonnen schweren LKW deutlich unterschätzen. Wenn ich für jeden, der mich schneidet, ausbremst, gefährlich überholt (auf Landstraßen) oder schleichend vor der Nase rauszieht nur EINEN Euro bekäme, müsste ich nix mehr arbeiten.

    Und ja, es gibt auch schwarze Schafe unter den LKW-Fahrern. Aber die gibts überall in jedem Beruf, schauts euch nur die Banker an. Aber die tragen Seidenanzüge und sind deswegen deutlich besser angesehen als wir, die ja nur geisteskranke, dreckige, HART ARBEITENDE Leute sind.
  • (946 Beiträge) | 23.05.2012 08:46
    Eigentlich nicht...
    Das ist EU-Recht. Es steht in Artikel 10 der Lenk- und Ruhezeitenverordnung VO (EG) Nr. 561/2006 und ist als einer der möglichen Anreize zum Verstoß gegen die Regelungen dieser Verordnung verboten.

    Wie das allerdings de facto in dem Land gehandhabt wird, das die EU-weite Einführung von Tempobegrenzern als Wettbewerbsverzerrung zulasten seines Transportgewerbes verhindern wollte, weiß ich nicht...

    Zitat von drkaos
    Das ist imho in NL anders.
  • (19 Beiträge) | 23.05.2012 00:00
    Annehmlichkeiten
    Annehmlichkeiten wie spanische Erdbeeren im Dezember? Oder in Polen gepulte Nordseekrabben? Oder stilles Wasser aus Frankreich? Oder...

    Da kann ich gerne drauf verzichten. Und mit einem Schlag wären wir einen großen Teil des Fernverkehrs los. Da bin ich jetzt mal auf Gegenargumente gespannt...
  • (398 Beiträge) | 23.05.2012 08:48
    Nordseekrabben
    Zitat von keksperte
    ...Oder in Polen gepulte Nordseekrabben...

    Die werden in Marokko gepult, Polen ist zu teuer! zwinkern
  • (5329 Beiträge) | 23.05.2012 09:43
    es fängt schon mal mit der regelmäßigen Belieferung des
    von Dir bevorzugten Supermarkts mit Klopapier an.

    Ist es nicht rechtzheitig da, wenn's alle ist: dann gut Sch... !
  • (2030 Beiträge) | 23.05.2012 04:15
    Banker streiken
    Lasst mal die LKW und Kleintransporter alle stehen.
    Die Nationalität wäre auch interessant.
    Zustände wie vor 30 Jahren, da hieß es auch' hier hast du 100 DM, mach mal noch ne Tour die Tanke steht leer....und das nach einer 12 Std. Schicht (Arbeitsbeginn 02:00 Uhr Nachts). Hast du dann nein gesagt, konntest du gleich deine Papiere abholen und deine Familie hungern. .
    Klar, das muss jeder selbst entscheiden, nur sollte keiner urteilen, der mit 3000Euro/Netto nach 8 Std.Sesselpupsen zwinkern nach Hause geht.
    Man sollte mehr Rettungsschirme aufspannen und dafür LKW's verbieten....dann gibt es auch nicht so viele Übergewichtige zwinkern
  • (423 Beiträge) | 23.05.2012 08:09
    @ hugsi
    keiner hat dich gezwungen LKW zu fahren ...

    auch du hättest sesselpupser werden können (im übrigen bist du das auch oder pupst du nicht in dein LKW sessel???)

    ohne die sogannten sesselpupser müsstest du gar kein LKW fahren und wärst somit arbeitslos, denn nur durch diese sogenannten sesselpupser werden aufträge generiert die ihr dann ausliefern dürft...

    und wie oben shcon geschrieben - es gibt eine vorgeschriebene geschwindigkeit für die brummis und somit dürfte es zu keinem einzigen Überholvorgang kommen... und sorry ein fahrzeug was 80 km/h fährt hat auf einer mittleren spur nichts verloren...
  • (5329 Beiträge) | 23.05.2012 09:47
    laß Dir mal zeit und beobachte genau,
    ob alle LKW auf der A5 80 km/h fahren.
    Die Zahl derer, die langsamer sind ist nicht unbeträchtlich (merkt man beim Ausbremsen oder Verzögern, oder?).

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