10.000 Euro für Suchtprävention - Landkreis fordert Alkoholverbot auf öffentlichen Plätzen
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Kreis Karlsruhe (ps/trs) - Suchtvorbeugung funktioniert am besten, wenn sie auf kommunaler Ebene stattfindet - das zeigen Erfahrungen mit staatlichen Präventionsprogrammen. Deshalb bietet die Landkreisinitiative "Wegschauen ist keine Lösung" eine Reihe von Modulen, die für jede Stadt und Gemeinde passgenau kombiniert werden können. Die Landkreisinitiative wurde nun mit dem mit 10.000 Euro dotierten Großen Präventionspreis Baden-Württemberg ausgezeichnet.

Auf das innovative Landkreiskonzept ist die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung aufmerksam geworden und hat eine Studie durchführen lassen, deren Ergebnis am 14. Mai dem Jugendhilfe- und Sozialausschuss vorab vorgestellt wurde: demnach konsumieren Schüler im Landkreis Karlsruhe erheblich weniger Alkohol als eine zum Vergleich herangezogene Referenzgruppe. Rückläufig sind die alkoholbedingten Krankenhauseinweisungen, die Zahlen von Tatverdächtigen, die unter Alkoholeinfluss stehen sowie die Rauschgiftkriminalität, wie das Landratsamt in einer Presseinformation bekannt gibt.
Alkoholverbot auf öffentlichen Plätzen?
"Das sind beredte Beweise, dass unser Präventionskonzept tatsächlich erfolgreich ist", fasste Landrat Christoph Schnaudigel zusammen. Ganz besonders freute er sich, dass die Landkreisinitiative mit dem mit 10.000 Euro dotierten Großen Präventionspreis Baden-Württemberg ausgezeichnet wurde. Um der Suchtvorbeugung noch mehr Wirkung zu verleihen ist es aus Sicht der Landkreisverwaltung notwendig, für bestimmte Plätze zeitlich und örtlich begrenzte Alkoholkonsumverbote auszusprechen.
Rechtlich ist dies bislang aber nicht zulässig. Aus diesem Grund hatte sich Schnaudigel an die Fraktion Bündnis 90/Die Grünen im Landtag gewandt, die einer solchen Regelung sehr kritisch gegenübersteht. Von dort wurde informiert, dass das Thema in der Koalition diskutiert und im Innen- sowie Sozialministerium geprüft werde.
Mehr zu: Sucht Alkohol "öffentliche Plätze" Alkoholverbot Prävention
- (2668 Beiträge) | 16.05.2012 06:28Erst Angebote einstellenProblem ist ja, dass die Kommunen häufig mit Festen oder Weihnachtsmärkten den Alkoholkonsum auf öffentlichen Plätzen unterstützen. Bevor man ein Alkoholverbot durchsetzt wäre es also sinnvoll, Feste und Weihnachtsmärkte mit Alkoholausschank zu verbieten.
- unbekannt(8066 Beiträge) | 16.05.2012 07:29am besten Feste, Weihnachtsmärkte, Biergärten, etc. verbieten. Alles verbieten.
- (2673 Beiträge) | 16.05.2012 08:14am besten eine Ausgansgsperreab 18 Uhr, wer sie misachtet kommt 10 Jahre in den Knast, fertig.
Dann ist alles friedlich und keiner säuft in der Öffentlichkeit. - unbekannt(1027 Beiträge) | 16.05.2012 08:39Genauund angeblich ist es ja nicht schwer im Knast an Alk und Drogen zu kommen ..
, aber dann unter Auschluss der Öffentlichkeit.
- unbekannt(1027 Beiträge) | 16.05.2012 08:40P.S.
- (2673 Beiträge) | 16.05.2012 11:22leider neineaber bei einer Augangssperre von 18-6 Uhr muss man halt zusehen das man vor 18 Uhr in einer Kneipe ist...
- (4047 Beiträge) | 16.05.2012 11:57Nöklappt leider auch nicht.
Bei einer Ausgangssperre musst du dann bei dir zu Hause sein,die Kneipe ist dann auch dicht.
Also besaufen nur noch daheim oder aber rechtzeitig tagsüber.
- (284 Beiträge) | 16.05.2012 08:46Was aber sind nun die Inhalte des bereits vorhandenen Erfolgs?Ich habe ein bisschen gegoogelt, denn in diesem Bericht steht leider nichts drin.
Viel weist daraufhin, dass der Erfolg vor allem durch die persönlichen Kontakte von Bürgern (sogenanne Ehrenamtliche "Kümmmerer") zu Jugendlichen bzw. zu Suchtgefährdeten zustande kommt. Also nicht Verbote, sondern niedrigschwellige Kommunikation - vielleicht mit dem Faktor Vertrauen durch sogenannte "Kümmerer":
"Ein wesentliches Element des Jugendschutzes und der Suchtvorbeugung im Landkreis Karlsruhe sind ehrenamtliche Jugendschutzbeauftragte, die sogenannten „Kümmerer“. Insgesamt neun gibt es im Landkreis, zwei davon, die sich seit jeweils zehn Jahren bei der Suchtvorbeugung, im Jugendschutz und der öffentlichen Sicherheit engagiert haben." -
Ein weiterer Baustein liegt in der Dezentralität von Beratungsstellen. Also von allen Orten gut erreichbare kompetente ansprechbare Personen. Auch das ist ein Faktor von Kommunikation und von Präsenz vor Ort, von Nähe - also eine positive soziale Kontrolle. - (292 Beiträge) | 16.05.2012 09:10Es würdedoch reichen, wenn die Preise richtig anschraubt. Dann können sich die hartz 4ler, Penner und die Teenies keinen Alkohol mehr kaufen, das wär doch mal ein guter anfang.



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