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Ettlingen Aufregung in Ettlingen: Welches Untier lebt im Horbachpark-See?

Der Horbachpark gilt als idyllisches Ausflugsziel in Ettlingen. Doch seit Mai geht dort offenbar ein tierischer Räuber um und terrorisiert die im dortigen See lebende Schwanenfamilie. Vier Küken fielen dem Räuber bislang zum Opfer. Die Stadt sucht mit Hochdruck nach dem Übeltäter und hat sich nun zu einem drastischen Schritt entschlossen.

Insgesamt sechs kleine Schwanenküken schlüpften dieses Jahr am See im Horbachpark in Ettlingen. Das Glück des Elternpaares hielt allerdings nicht lange an: Von den sechs kleinen Küken überlebten gerade einmal zwei und wuchsen unter der Obhut der Schwaneneltern auf. Vier Jungtiere kamen ums Leben- wer oder was dafür verantwortlich ist, ist allerdings unklar. 

Schildkröten und Welse geraten unter Verdacht 

Zunächst ging die Stadt davon aus, dass sogenannte Rotwangen-Schmuckschildkröten für den Tod der Jungschwäne verantwortlich sein könnten. Vermutet wurde, dass diese am See von Menschen ausgesetzt wurden. Bei der Suche fand die Stadt tatsächlich die gesuchten Schildkröten und konnte sie einfangen. In Ettlingen ging man anschließend davon aus, dass keine Gefahr mehr für die kleine Schwanenfamilie mehr bestünde. 

Diese Annahme sollte sich als Irrtum herausstellen: Auch die bereits größer gewordenen Schwanenküken wurden weiterhin angegriffen und verletzt. Der Übeltäter scheint damit noch immer nicht gefunden zu sein. Schnell wurde die Vermutung laut, dass ein größerer Raubfisch wie etwa ein Wels im Horbachsee lauern könnte. Sicher ist das aber bislang noch nicht. 

Welcher tierischer Räuber geht am See um?

Um der Sache auf den Grund zu gehen, hat sich die Stadt entschlossen, im Herbst das Wasser im Horbachsee teilweise abzulassen und ihn anschließend abzufischen, wie Peter Zapf, der Umweltkoordinator der Stadt, mitteilt. Gemeinsam mit Michael Rindfuß von der Garten- und Friedhofsabteilung der Stadt Ettlingen habe er sich mit Vertretern der Angelsportgemeinschaft über den weiteren Verlauf unterhalten. Einen genauen Termin für die Aktion gibt es bislang noch nicht. 

Aber leben tatsächlich derart große Fische im Teich, die Schwäne angreifen können? Der Ettlinger Umweltkoordinator meldet noch gewisse Zweifel an der Raubfisch-Theorie an. "Wir erhoffen uns Aufklärung darüber, ob tatsächlich große Exemplare von Zander oder Hecht im Teich leben, die für den Tod der Schwanenküken verantwortlich sein könnten", so Zapf.

"Dann werden wir Klarheit haben" 

Er hält es allerdings für wahrscheinlicher, dass andere Raubtiere zugeschlagen haben könnten. Schwanen-, Enten- und Gänseküken fallen nach Einschätzung des Ettlinger Umweltkoordinators häufig Mardern oder Füchsen zum Opfer. Die kleinen Raubtiere würden sich mittlerweile wie selbstverständlich in Innenstädten aufhalten. So oder so erhofft sich Zapf die Aufklärung des Falles.

Auch der Oberbürgermeister der Stadt Ettlingen Johannes Arnold ist sehr gespannt auf das Ergebnis der Abfischaktion, "denn dann werden wir Klarheit haben", so der OB gegenüber ka-news. "Die Anteilnahme der Besucher am Schicksal der Schwäne war überwältigend", merkt der OB weiter an.

Dass der See im Herbst teilweise entleert werden soll, ist gar nicht so ungewöhnlich: "Turnusgemäß fischt der Verein alle drei bis vier Jahre den See ab und besetzt ihn anschließend mit Jungfischen. Dieses Jahr stand die Befischung ohnehin wieder an, so dass man zwei Fliegen mit einer Klappe beziehungsweise zwei Fische mit einem Käscher fangen kann", teilt die Stadt Ettlingen mit. 

Nachdem der See abgefischt wurde, werden nach Angaben der Stadt junge Karpfen, Zander und Rotaugen eingesetzt. "Im nächsten und übernächsten Jahr sollten dann noch keine größeren Fische im See sein, so dass zumindest auf dem Wasser keine Gefahr für die Küken besteht,"so die Hoffnung der Stadt. 

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Kommentare (20)
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  •   Eine_Armlaenge_Abstand
    (527 Beiträge)

    Hat da wieder mal einer
    seinen Alligator spazieren geführt der dann ausgebüchst ist?

    Kennt man schon vom Epple.
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  •   Clvo69
    (1 Beiträge)

    Horbachpark
    Ich habe im Frűhjahr ein Nutria im Horbachparksee beobachtet. Vielleicht ist ja auch diese Tier der Űbeltäter. Wäre aber schade weil diese Bieberart auch sehr putzig anzusehen ist.
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  •   ALFPFIN
    (5611 Beiträge)

    Wieso muss
    da unbedingt ein Raubfisch lauern. Hat man schon einmal davon gehört, das es auch Raubvögel gibt, die sich Küken aus dem Wasser holen? Adler, Falken, Bussarde zum Beispiel, gibt es doch auch bei uns in der Gegend.
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  •   edda
    (200 Beiträge)

    Warum eigentlich
    Untier?
    Kann es nicht auch ein Unmensch sein?

    Immer auf den lieben friedlichen Tieren rumhacken die nur für Ihre Nahrung sorgen.
    In der Natur kommt es halt mal vor, das ein Tier ein anderes isst. Und wenn es nur der Vogel ist der eine Raupe verspeist.

    @KANews
    Oder schreibt Ihr ab sofort auch wenn wieder irgendwo ein Rind von einem "Unmenschen" geschlachtet wird damit der Metzger Fleisch für z.B. Rouladen verkaufen kann.
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  •   haku
    (3773 Beiträge)

    "Untier"? "terrorisiert"?
    Hallo!?
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  •   Chartist
    (223 Beiträge)

    beim Wort "Untier"
    dachte ich automatisch an den Handelsreisenden. Aber stop! der hat sich ja ausgetiert.
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  •   Aussie
    (541 Beiträge)

    Da ist bestimmt ein Krokodil im See!
    grinsen
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  •   Rundbau-Gespenst
    (9674 Beiträge)

    ich tippe eher auf einen riesigen Ochsenfrosch
    oder einen Nachkommen von Kuno, dem Killerkarpfen.

    grinsen
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  •   betablocker
    (613 Beiträge)

    Dann schick
    mal deinen Spezialisten vorbei! grinsen
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  •   Aussie
    (541 Beiträge)

    Einer reicht nicht.
    Zum fangen braucht man drei. Zwei für hinten und einen für vorn. zwinkern
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