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Ettlingen Nach Abfischung: Kein "Untier" im Horbachpark-See gefunden!

Die Schwanenfamilie im Horbachpark-See in Ettlingen lebt seit einiger Zeit gefährlich. Der Grund: Ein bislang unbekanntes Tier terrorisiert die Vögel, insgesamt vier Küken fielen dem Räuber schon zum Opfer. Nun wurden auch weitere Tiere angegriffen- und die Stadt tappt noch immer im Dunkeln. Jetzt geht sie der Sache auf den Grund.

Am Horbachpark-See schlüpften dieses Jahr insgesamt sechs kleine Schwanenküken. Vier von ihnen kamen aus bislang unbekannten Gründen ums Leben. Wer oder was dafür verantwortlich ist, konnte bislang noch nicht geklärt werden. Neben Rotwangen-Schildkröten wurden auch Raubfische als potentielle Täter in Betracht gezogen.

Ersteres konnte nach dem Einfangen der Schildkröten inzwischen ausgeschlossen werden. Auch die zweite Möglichkeit scheint unwahrscheinlich: Der Ettlinger Umweltkoordinator Peter Zapf meldete bereits Anfang September gewisse Zweifel an der Raubfisch-Theorie an. Jetzt soll der tatsächliche Übeltäter gefunden werden.

Verringerung um 50 bis 100 Zentimeter

Wie die Stadt Ettlingen mitteilt, wird der See bereits seit vergangenen Mittwoch und noch bis zum heutigen Freitag auch mithilfe der Feuerwehr teilweise abgelassen. Durch die Aktion des Landratsamts und des Amtes für Umwelt und Arbeitsschutz soll sich der Wasserspiegel des Sees nach und nach um 50 bis 100 Zentimeter senken.

Die eigentliche Abfischung führt nach Angaben der Stadt ein zertifizierter Berufsfischer am kommenden Samstag, 21. Oktober, ab voraussichtlich 9 Uhr für rund zwei Stunden durch. Wie Daniel Kotulla, ein Natur- und Tierfotograf, der die Attacken von Anfang an mitverfolgte, gegenüber ka-news erklärt, werden offenbar sowohl die Tiere als auch der gesuchte Übeltäter mit einem Elektrokescher betäubt. Eine Tötung mancher Tiere würde sich dabei leider nicht verhindern lassen, meint er. 

Angelsportgemeinschaft Ettlingen unterstützt die Aktion

Dominik Clemens, der 2. Vorsitzende der Angelsportgemeinschaft erklärt im Gespräch mit ka-news, dass die Angelsportgemeinschaft Ettlingen die Aktion am Samstag unterstützt, indem sie die Tiere mithilfe eines Netzes in Richtung des Fischers leiten. Das gesetzte Ziel sei nahezu alle Fische aus dem Horbachsee herauszuholen und diese anschließend in Vereinsgewässer in Ettlingen umzusetzen.

Insgesamt gehe der Ettlinger Angelsportverein aber auch eher weniger davon aus, dass ein verantwortlicher Fisch gefunden werden kann. Clemens lasse sich nach eigener Aussage allerdings auch gerne eines Besseren belehren: "Hauptsache die Sache wird geklärt."

Horbachpark-Räuber greift auch Gänse an

Dass diese Aktion dringend notwendig ist, zeigt auch der jüngste Vorfall am Horbachsee, bei dem Ende September zwei Nilgänse angegriffen wurden. Wie Kotulla gegenüber ka-news berichtet, wurden diese am 26. September von "etwas Dunklem im Umfang von ungefähr 1,30 bis 1,50 Meter" zunächst im Wasser umkreist. "Nach wenigen Sekunden packte dieses Ungetüm die weibliche Nilgans und zog es - ähnlich wie bei den Jungschwänen - in die Tiefe," so der Tierfotograf.

Das Männchen hingegen habe versucht sich zu wehren. Wenige Sekunden später dann das Ende: Beide Tiere konnten sich ans Ufer retten und Schutz suchen. Wie Kotulla allerdings einen Tag später bemerkte, entkamen die Tiere nicht ohne Verletzungen: "An mindestens zwei Stellen, am Knöchel sowie am Fuß," hatten die Gänse sichtbare Wunden. Auch der Tierfotograf legt nach den erneuten Angriffen viel Wert auf die Abfischung: "Dann wird hoffentlich Klarheit herrschen, welches Ungetüm für die Angriffe verantwortlich ist," so Kotulla gegenüber ka-news.

Aktualisierung, 21.10.2017, 18 Uhr:

Nach der Abfischung im Horbachpark-See, wurde kein "Untier" im See gefunden. Zunächst vermutete man, dass möglicherweise ein Wels im See leben könnte, doch dem war nicht so - auch kam kein anderer Fisch, von dem eine Gefahr für die Schwäne ausgehen könnte, kam zum Vorschein.

Hohrbachpark-See
Nicht nur Schwäne, sondern auch Gänse wurden von dem "Monster vom Horbachpark-See" angegriffen. | Bild: privat
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Kommentare (54)
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  •   ALFPFIN
    (5673 Beiträge)

    22.10.2017 09:18 Uhr
    Die Füchsle
    haben hinter den Büschen sicher sehr interessiert zugeschaut und warten ab, bis wieder Ruhe ist und das Federvieh sich wieder trifft. Der Raubvogel, der sich gern ein Jungentle holt, wird halt ausweichen und
    zu seiner zweitbesten Nahrungsquelle fliegen, zum Beispiel zum Karlsruher Zoo oder zu seinem Lieblingsbaggersee. grinsen
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  •   Darth_Vader
    (527 Beiträge)

    22.10.2017 13:18 Uhr
    Die sollten lieber mal
    nach wildernden Hauskatzen Ausschau halten. Da könnte der Hase/Schwan nämlich auch im Pfeffer liegen.
    Dem seltsamen Fotografen empfehle ich, mal die Brille zu putzen. Nun gut. Aufmerksamkeit hat er ja temporär bekommen.
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  •   Eine_Armlaenge_Abstand
    (587 Beiträge)

    22.10.2017 02:23 Uhr
    Keine Panik
    Im Epple schwimmt schon seit Jahrzehnten ein Alligator und da wird nicht so eine Welle gemacht.

    Ab und zu verschwindet mal einer der Badegäste, dafür hat man weitesgehend seine Ruhe. Leben und leben lassen.
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  •   DerSpinner
    (1744 Beiträge)

    21.10.2017 19:02 Uhr
    Was kam jetzt dabei heraus?
    Es ist dunkel und die Arbeiten sollten abgeschlossen sein. Wartet man, bis Andere berichtet haben, um copyzupasten?
    HorbachparkBINDESTRICHsee - da wird es einem echt schlecht, wenn man das liest.
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  •   MK1978
    (145 Beiträge)

    21.10.2017 22:55 Uhr
    Der
    MItbewerber berichtete schon vor Stunden das nichts gefunden wurde. Die Schnarchnasen von ka news werden wie so oft einen Tag später berichten und es als brandneu berkaufen
    Lächerlich!!!
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  •   Eine_Armlaenge_Abstand
    (587 Beiträge)

    22.10.2017 02:25 Uhr
    Pünklich ins Wochenende ist halt wichtiger
    als die Sensation vom Ettlinger Ungeheuer.
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  •   Darth_Vader
    (527 Beiträge)

    22.10.2017 14:16 Uhr
    Ungeheuer in Ettlingen ist jetzt echt keine Sensation.
    Die verkaufen dort schon ewig Autos.
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  •   Fizzy_Bubblech
    (386 Beiträge)

    22.10.2017 14:56 Uhr
    Ham die dort auch nen
    Ford Zanderbird?
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  •   Darth_Vader
    (527 Beiträge)

    22.10.2017 15:37 Uhr
    Ich glaub nicht.
    Kannst aber mal nach dem Peugeot 3008 mit Haifischmaul und hoher Stirn fragen.
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  •   Gegengerade1975
    (11 Beiträge)

    22.10.2017 00:14 Uhr
    Nix gefunden
    Sogar bei Russia Today Deutsch, beim Berliner Kurier und bei Stern.de war heute Abend zu lesen, dass außer ein paar kleinen Zandern und massenweise Rotaugen nichts fischartiges zu finden war. Wer auch immer einen 1,50 m Schatten gesehen hat, sollte sich vielleicht eine neues Brille kaufen.
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