Sicherheit in Beiertheim

Im Rahmen der Mitgliederversammlung am 17.04.2013 im Stephanienbad berichtete Polizeioberrat Bernhard Brenner, Leiter des Polizeireviers Südweststadt, über die Sicherheit in Beiertheim. Viele Beiertheimerinnen und Beiertheimer haben in den letzten Monaten Berichte über Straftaten in Beiertheim den Medien entnommen oder waren gar persönlich betroffen.

POR Brenner nahm es vorweg: Beiertheim sei weiterhin ein sehr sicherer Stadtteil, in dem sich die Bürger nicht ängstigen müssten. Dennoch kam es verstärkt in den Monaten Februar/März 2013 zu einigen Straftaten wie Raub, Diebstahl und Sachbeschädigung. Der Schaden in einer Nacht, bei der über 20 Kraftfahrzeuge beschädigt worden waren, beläuft sich auf immerhin ca. 10.000,00 Euro. Täter sind laut Brenner in der Regel „frustrierte Discobesucher“.

Spektakulär war der Überfall auf die Aldi-Filiale, bei der zwei Mitarbeiterinnen gefes-selt worden waren. Erfreulich war der schnelle Fahndungserfolg durch Beamte des Reviers Südweststadt, der zu einer Ergreifung des Täters, der sich auf dem Friedhof versteckte, bereits eine halbe Stunde später führte. Bei der Aufklärung anderer Straftaten ist allerdings leider noch kein Ergebnis erzielt worden. Allgemein liege z.B. die Aufklärungsquote bei Wohnungseinbrüchen bei unter 40 %. Im Jahr 2012 war hier aber erfreulicherweise ein Rückgang auf unter 10 Straftaten zu verzeichnen. Dennoch sei gerade der Wohnungseinbruch für den Wohnungsinhaber sehr schmerzlich, wird doch in seinen privaten Lebensbereich eingedrungen, so Brenner, weshalb die Polizei ein besonders Augenmerk auf diesen Deliktsbereich lege. Die Bürgerinnen und Bürger könnten sich gern an die kriminalpolizeiliche Beratungsstelle wegen Sicherheitsvorkehrungen in ihren Wohnungen und Häusern wenden. Es werden kostenlose Beratungen vor Ort durchgeführt. Die Zahl der Fahrraddiebstähle belaufe sich in Beiertheim und Bulach auf 40-50 jährlich. Einen Anstieg der Diebstähle im Zusammenhang mit Sperrmülltagen konnte der Referent auf Nachfrage nicht feststellen; statistisch sei dies nicht ausgewertet. Schließlich warnte POR Brenner ausdrücklich vor den sogenannten Enkeltricks: Unbekannte geben sich als Angehörige aus und versuchen gerade bei älteren Mitbürgerinnen und -bürgern, eine Notsituation vorzutäuschen, die nur durch das schnelle Zahlen von Geld behoben werden könne. „So dringend kann eine finanzielle Notlage gar nicht sein, dass man binnen weniger Stunden so viel Geld benötigt. Sagen Sie einfach: Nein, nein, nein!“ Klären Sie die Situation mit Ihnen vertrauten Personen! Dies ist der eindringliche Appell von POR Brenner, den wir sehr gern weitergeben.

Schließlich wies POR Brenner auf einen Personalwechsel im Polizeiposten Beiertheim-Bulach hin: Voraussichtlich am 01.08.2013 wird Polizeihauptkommissar Bernhard Holschuh die Leitung übernehmen.

 
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