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28.06.2012 17:27
 
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Rezeptfälscher-Bande aufgeflogen: Handel mit ergaunerten Medikamenten [0]

Bruchsal (ps/seb) - Beamte des Polizeireviers Bruchsal konnten am Dienstag bei einer Durchsuchungsaktion bei vier Verdächtigen in Hambrücken und Bruchsal größere Mengen von Arzneimitteln sicherstellen. Die drei Männer und eine Frau im Alter zwischen 25 und 30 Jahren stehen unter Verdacht, seit Ende letzten Jahres professionell Rezepte gefälscht, diese in Apotheken eingelöst und anschließend Handel betrieben zu haben.
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Polizei Handschellen
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Foto: dpa

Inzwischen haben alle Beschuldigten Angaben zu den ihnen vorgeworfenen Taten gemacht. Gegen einen der Verdächtigen hat der zuständige Richter bereits im Vorfeld Haftbefehl erlassen. Der 25-Jährige, bei dem noch eine Bewährungsstrafe offen steht, wurde daraufhin am Dienstag festgenommen und in eine Justizvollzugsanstalt eingeliefert. Die drei anderen Beschuldigten kamen nach Abschluss der erforderlichen Feststellungen mangels Haftgründen wieder auf frei, so die Polizei Karlsruhe in einer Pressemitteilung.

Alle ziehen an einem Strang

Auf die Spur war die Polizei nach monatelangen Ermittlungen gekommen. Um den Jahreswechsel tauchten im nördlichen Landkreis Karlsruhe immer wieder gefälschte Rezepte auf, mit deren Hilfe die einlösenden Personen Entspannungs- und Beruhigungsmittel erhalten hatten. In der Folge führte die Drogensachbearbeiterin des Polizeireviers Bruchsal die Fälle zusammen und konnte so den Tatverdacht gegen die jetzt Beschuldigten erhärten.

Die Durchsuchungen bestätigten schließlich den Verdacht, dass die vier mit Hilfe von Computern professionelle Rezeptvorlagen erstellt und teilweise auch Wasserzeichen sowie Stempel von Arztpraxen gefälscht hatten. Alle vier Verdächtigen sind bereits polizeilich in Erscheinung getreten und müssen sich nun wegen Urkundenfälschung, Betrugs und Verstößen gegen das Betäubungs- sowie das Arzneimittelgesetz verantworten. Im Blick auf mögliche weitere Verdächtige dauern die Ermittlungen derzeit noch an.

Mehr zu: Ticker Polizei Medikamentemissbrauch



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