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Philippsburg Jugendliche mit Spielzeugwaffe sorgen für Polizeieinsatz in Philippsburg

Mit Kapuzenpullis über ihr Gesicht gezogen und Pistolen in den Händen sorgten am Mittwochabend zwei Jugendliche für einen nicht ganz ungefährlichen Polizeieinsatz in Philippsburg. Das geht aus einem Bericht der Beamten hervor.

Ein Zeuge hatte gegen 21.40 Uhr seiner Wahrnehmung nach zwei junge Männer im Alter von 18 bis 20 Jahren an einem Anwesen im Bereich der Rote-Tor-Straße beobachtet, als sie mit dem Kapuzen vermummt mit den Waffen herumhantierten. Er verständigte daraufhin die Polizei über Notruf.

Die alarmierten Beamten trafen vor einem Anwesen auf eine der beschriebenen Personen, die mutmaßlich auch eine Schusswaffe in der Hand hielt. "Unter entsprechender Absicherung und nach Androhung des Schusswaffengebrauchs beorderten die Polizisten schließlich den Verdächtigen zu Boden, wo er widerstandslos gefesselt werden konnte", heißt es im Polizeibericht weiter.

Unterdessen trat aus einem Haus die zweite verdächtige Person mit einer Pistole in der Hand hervor, die in gleicher Art und Weise von einer zweiten Streife dingfest gemacht wurde.

Allerdings staunten die Polizeibeamten in der Folge nicht schlecht, nachdem Beiden die Kapuzen von den Köpfen gezogen worden waren, zumal es sich augenscheinlich um Kinder handelte. Wie sich weiter herausgestellt hat, hielten die Jungen im Alter von 13 und 14 Jahren täuschend echt aussehende Spielzeugpistolen in ihren Händen. Zudem stießen die Beamten auf ein in der Nähe deponiertes und umfangreiches "Spielzeugwaffenarsenal".

Die Jungs wurden mit entsprechenden Belehrungen ihren Eltern überstellt. Darüber hinaus ist der Jugendsachbearbeiter des Polizeireviers Philippsburg mit den weiteren polizeilichen Maßnahmen befasst.

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Kommentare (10)
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  •   KlausKalle
    (130 Beiträge)

    20.04.2017 14:06
    Was?
    Zitat von Darüber hinaus ist der Jugendsachbearbeiter des Polizeireviers Philippsburg mit den weiteren polizeilichen Maßnahmen befasst.
    Warum? Was will er bewirken? Verbietet spielende Kinder?

    P.S.: Terroristen trinken Wasser. Verbietet Wasser.
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  •   peddersenn
    (310 Beiträge)

    20.04.2017 13:13
    nun ja....
    Früher "ballerten" wir mit geschnitzen Stöckchen und Ziegelstücken.
    Hatte den Vorteil, daß da niemand ne Waffe dahinter vermutete - die gabs nur in unserer Fantasie.

    An Fasching habe ich auch schon ne Kalashnikow in den Händen eines Kindes gesehen. Täuschend nachgemachte Spielzeupistolen halte ich für das zweitüberflüssigste Produkt auf dieser Welt.
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  •   andip
    (7789 Beiträge)

    20.04.2017 15:39
    Naja
    In meiner Kindheit gab es auch schon Spielzeugpistolen und -Revolver, die zwar nicht hundertprozentig echt aussahen aber auch nicht unbedingt sofort als Spielzeug zu erkennen waren.
    Trotzdem wäre keiner auf die Idee gekommen, gleich nach der Polizei zu rufen, wenn Kinder damit spielten.
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  •   Eckfaehnchen
    (1537 Beiträge)

    20.04.2017 20:43
    Ja Andip,
    in deiner Kindheit gab es bestimmt auch noch keine, die sich mit der Kapuze vermummten. Das ist allerdings
    heute das übliche Verbrecher-Outfit schlechthin. Es passiert eben viel zu viel und mich wundert es nicht,
    wenn dann die Polizei hier einmal zu oft gerufen wurde. Vielleicht war das den Bengel eine Lehre.
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  •   andip
    (7789 Beiträge)

    21.04.2017 08:39
    Auch in meiner Kindheit
    trug man Jacken mit Kapuzen dran die man sich auch über den Kopf zog.
    Nannte man damals Anorak.
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  •   Zutraeger
    (866 Beiträge)

    20.04.2017 15:53
    Ja,
    waren so bläulich mit braunen Griffschalen und man konnte entweder mit Alukügelchen (teuer) oder mit Erbsen damit schiessen. Viel Bums war nicht drauf, ins Auge hätt ichs trotzdem nicht kriegen wollen. Hatte eigentlich jeder eine und natürlich auch in der Schule dabei. Allerdings nicht lange denn unsere Klassenlehrerin sammelte eines Tages die Dinger ein und schloss sie 14 Tage weg.
    Muss man sich mal übertragen auf heute vorstellen. Ein Lehrer schliesst einfach so die Smartphones der ganzen Klasse weg.
    Der hätte am nächsten Tag 15 Anwaltsschreiben im Kasten und könnte umgehend eine Versetzung beantragen.
    Was war bei uns? Heimgekommen, rabääh, Frau S. hat unsere Pistolen weggeschlossen!
    Antwort: Na und, seid ihr doch selber schuld wenn ihr damit den Unterricht stört.
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  •   Zutraeger
    (866 Beiträge)

    20.04.2017 15:57
    Ich hatte noch eine
    die aussah wie so eine historische Steinschlosspistole. Prompt erwischt worden vom Erdkundelehrer (hart aber fair), das Ding natürlich weg und ich musste 100 Mal schreiben: Ich bin ein Schafskopf weil ich in der Stunde mit einer Pistole spiele.

    Mein Vater hat sich kaputtgelacht und gleich noch 50 Mal draufgesetzt.
    Auch eine solche Demütigung hätte heutzutage Konsequenzen für den Lehrer.
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  •   Route66
    (566 Beiträge)

    20.04.2017 16:20
    Früher
    wurden Lehrer eben noch respektiert und zwar von Schülern und Lehrern. Heute ist es leider sehr oft so, dass den Lehrern von entsetzten Eltern mit Anwalt gedroht wird. Da muss sich dann doch niemand wundern, dass jegliche Erziehung, Respekt und Werte den Bach runter gehen. Kindern müssen Grenzen aufgezeigt werden, sonst werden sie, sofern sie einmal eine Ausbildung machen und danach ihr eigenes Geld verdienen müssen, ganz schnell mit dem Ernst des Lebens konfrontiert. Und sie werden es unendlich schwer haben. Daran denken die Eltern natürlich nicht, die ihren lieben Kleinen alles abnehmen und dafür sorgen, dass ihr Handeln keine Konsequenzen hat. Ich wünsche mir starke Kinder, die Verantwortung übernehmen, die zugeben können wenn sie Mist bauen (haben wir alle ), die ihre Strafe annehmen und daraus lernen.
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  •   Route66
    (566 Beiträge)

    20.04.2017 16:21
    Fehlerteufel
    Sollte heissen von Schülern und Eltern.
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  •   Zutraeger
    (866 Beiträge)

    20.04.2017 14:47
    Das drittüberflüssigste Produkt,
    davor kommen noch Pizza Hawaii und die wiederverschliessbare Schokladtafel. grinsen
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