Abgesagte LAN-Party: "Schützenvereine sind etwas anderes"
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Karlsdorf-Neuthard (tan) - Für Aufruhr unter den Computerspielern sorgt derzeit eine erneute Absage eines Spiele-Events - in diesem Fall einer LAN-Party. Die für die Absage verantwortliche Gemeindeverwaltung Karlsdorf-Neuthard sieht sich inzwischen einer Flut empörter E-Mails ausgesetzt. Von der Richtigkeit der Entscheidung zeigte sich Hauptamtsleiter Franz Path gegenüber ka-news jedoch nach wie vor - oder sogar erst recht - überzeugt.
"Diese E-Mails gehen teilweise wirklich unter die Gürtellinie. Da sieht man doch, mit welcher Klientel man es zu tun hat", beschwert sich Path. Mit Anstand habe das nichts mehr zu tun, so der Hauptamtsleiter, der stellvertretend für den sich im Urlaub befindlichen Bürgermeister Stellung bezieht.
(siehe:"Erneut Computerspiele-Event abgesagt")Er verweist darauf, dass es im Vorfeld Gespräche mit den Schulleitungen der Gemeinde gegeben hätte. "Bürgermeister Weigt hat sich lange Gedanken darüber gemacht", berichtet Path. Die Verwaltung sei sich jedoch dann einig gewesen, dass in der Gemeinde eine Veranstaltung, auf der "Killerspiele" gespielt würden, nicht stattfinden dürfe. "Es geht uns um die Sache. Wir wollen keine Spiele dieser Art hier", so Path aus voller Überzeugung. Als Grund nannte er, dass die Spiele Kämpfe und das Schießen auf Menschen simulierten.
"Die schießen doch auf Scheiben"
Angesprochen auf das Anfang August in Karlsdorf-Neuthard angesetzte Jugendturnier des Schützenvereins, bei dem Kinder unter 14 Jahren teilnehmen dürfen, zeigte sich der Hauptamtsleiter verwundert: "Das ist doch etwas ganz anderes. Dort schießen sie auf Scheiben." Über ein Verbot des Jugendturniers des Schützenvereins sei nicht nachgedacht worden, soweit ihm bekannt sei.
Auch das Argument der Veranstalter, dass die Teilnehmer der LAN-Party über 18 Jahre alt sein müssen, ändert für Path nichts an der Tatsache, dass die Jugend von Karlsdorf-Neuthard geschützt werden müsse. Dass ein Zusammenhang von Computerspielen und Amokläufen besteht, könne er sich schon vorstellen. Bei Schützenvereinen hingegen räumte er ein, dass es fraglich sei, ob Waffen zu Hause gelagert werden sollten.
Veranstalter planen Demo
Die Computerfreunde Karlsdorf-Neuthard verweisen unterdessen in ihrem Blog auf die rechtlichen Umstände, die derzeit noch geprüft würden. Unter anderem hätten die Veranstalter die Auflage, keine "Killerspiele" auf der Veranstaltung zu spielen, bisher nur mündlich erhalten. Weitere Gesprächsversuche mit der Gemeindeverwaltung sind angekündigt.
Desweiteren rufen die Computerfreunde zu einer Demonstration gegen die Absage der LAN-Party am Tag des ursprünglichen Veranstaltungstermins, dem 29. August, auf. Geplant ist ein Marsch von der Altenbürghalle zum Rathaus, heißt es im Internet.
Mit einer Fortsetzung der Gespräche rechnet auch die Gemeindeverwaltung, allerdings erst in zwei Wochen - dann ist der Bürgermeister aus seinem Urlaub zurück.
(siehe:"Gamer-Demo: 'E-Sport ist kein Mord'")Mehr zu: Killerspiele LAN-Party Demo
- (27 Beiträge) | 11.07.2009 16:43GUTE IDEEwo könnt man sowas organisieren ?
bzw wie ?
ich wär sofort dabei...
wär ne coole sache - (72 Beiträge) | 08.07.2009 12:51könnte man nichteinen Flashmob veranstalten der im Karlsdorfer Bahnhof unter die Bahnsteigschilder so Sprüche anklebt wie: Karlsdorf - Rentnerstadt, oder Karlsdorf - Stadt der Internetzensur?
Da es in Karsdorf ja kein DB-Personal gibt würden solche Plakate sehr lange stehen bleiben und Besuchern der Stadt von der Ignoranz der dortigen Politik zeugen. - (286 Beiträge) | 08.07.2009 11:37That's nextbald werden auch Schußwaffen im Dienstgebrauch verboten (oder vielleicht nur die Querschläger die Unschuldige treffen???). Ähm, Solaranlagen dann auch noch, dass wenigstens Vattenfall, RWE und und und kräftig verdienen können.
Nee, mal im Ernst: Die Spielehersteller und Zocker haben nu mal nicht so eine große Lobby, wie Schützenvereine. Schützenfeste bringen wesentlich mehr ein, besonders durch Alkoholausschank. Und selten fehlt auch wer von der Politikprominenz, lach.
Es gibt aber auch noch andere Punkte des gesellschaftlichen Lebens, die beschnitten werden, nicht nur "Killerspiele" und LAN-Parties. Stasi 2.0 läßt grüßen... - (27 Beiträge) | 07.07.2009 21:51An juanzorroKann ich dir sagen warum, eben genau deswegen weil die schützenvereine mit ihren hauptsächlich älteren mitgliedern einen nicht zu verachtenden teil stammwähler bilden eben genau von den parteien die hier so wettern. Die wären empört wenn man sich gegen ihre schützenvereine stellen würde..
von daher ist der ansatz gerade gar nicht so schlecht damit denen die wähler davonlaufen. Lob an den Autor
Killerspiele Schützenvereine ---> whats next
vllt Karate oder Kickboxen oder so sind ja auch alles assis .. - (130 Beiträge) | 07.07.2009 19:57AuawehDie Politiker und ihre Beamten...manchmal tuts mir echt weh, selbst im öD angestellt zu sein.
So ein sturer und blinder Populismus der hier betrieben wird. Ok, Emails mit miesem Inhalt sind leider kontraproduktiv. Aber die Behauptung hier, "da sieht man mit was für einem Klientel man es zu tun hat" ist schon ne riesen Frechheit. Da kommt doch glatt einem das A-Wort in den Sinn...
Die Amokläufer haben den Umgang mit Waffen im Schützenverein gelernt und nicht am PC, warum wird sowas immer verschwiegen? - (409 Beiträge) | 07.07.2009 17:43Ja dann ab in den SchützenvereinLieber Zocker von Action-Spielen:
Lasst es sein - es ist böse. Geht in den Schützenverein und nehmt an Schützenfesten mit unter 14-jährigen teil!
Ich sehe in dem Thema auch einen riesen Konflikt zwischen den "etablierten Parteien" deren Politiker häufig deutlich über 50 sind und den jungen Wählern. Ob diese Verbote zu was führen bezweifele ich doch stark.
Denke dass bei solchen Themen die Piraten-Partei die ein oder anderen Wählerstimme fangen kann. Vielleicht startet eine sinnvolle Ausseinandersetzung mit manchen Themen, wenn solch eine Partei mal an der 5%-Hürde kratzt.
- (37 Beiträge) | 07.07.2009 16:55Mitzeichnen! :-)Offizielle Bundestagspetition gegen ein Verbot von Action-Spielen: https://epetitionen.bundestag.de/index.php?action=petition;sa=details;petition=4958
- (342 Beiträge) | 07.07.2009 16:43Eines ich richtig,schießen ist tatsächlich was anderes, es ist viel gefährlicher!
- (27 Beiträge) | 07.07.2009 16:42Wahre GründeIch sag nur: --Leistungsdruck 8Jahre Gymnasium z.b
--Feststellung des Menschenwertes nur noch aufgrund der Noten die im Zeugnis stehen.
--Folglich Ausgrenzung durch Andere, die eher dazu bereit sind ihr Leben für Schule und Karriere herzugeben, aber oft weniger im Kopf haben als die die auch noch Wert auf ausserschulische aktivitäten legen
Sind das nicht die Wahren Probleme die soooo viele Jugendliche heute haben ?
Ps. warum hockt ihr bei dem wetter eigtl am rechner
- (238 Beiträge) | 07.07.2009 15:31Kann nichtverstehen das schon wieder so eine Veranstaltung verboten wird. Denen sitzt doch echt die Krawatte zu eng. Lasst doch die Jungs mit Ihren Rechnern zocken. Im Schützenverein rumballern ist ok. Behämmert. In den Vereinen sind auch genügend Alkoholiker und die benutzen echte Waffen. Das können auch potentielle Amokläufer sein.
Es wird immer mehr verboten oder zensiert. Aufklärung wäre sinnvoller. Mal sehen wohin unser Überwachungsstaat noch wandert.
Glaub ich zock noch ne Runde Metal Gear Solid. Hab grad ein Scharfschützengewehr mit Nachtsichtgerät und Schalldämpfer freigespielt.
- (67 Beiträge) | 07.07.2009 15:06InteressantGelöscht! Verstoß gegen Kommentarregeln.
- (27 Beiträge) | 07.07.2009 14:41geht wählen und zeigt diesen Rentnern was gehtIch selbst spiele auch nicht weil ich einfach das reale leben vorziehe,
Früher habe mit 16 auch mal etwa ein Jahr gezockt, wer macht das nicht ?? Ne das is jetzt einfach Wahlkampf, hier gehts nur um stimmen wenn ihr mich fragt. Das hat mit wissenschaft und fundierten Kenntnissen über Psyche nichts zu tun. das es labile leute auf komische gedanken bringt kann sein aber das darf nicht ausreichen um einer breiten masse etwas zu verbieten..
Und in der ganzen Geschichte ist noch eins sicher.. Am Gamen ist bestimmt noch keiner gestorben^^
Und was ich auch behaupte zu sagen: Vielen Leuten die es im echten Leben nicht schaffen sich zu integrieren, ist im Internet eine attraktive Platform geschaffen in der sie sich kontakte und bekannstschafen machen können ohne sich vorher Gedanken um z.b äuseres machen zu müssen..
denkt mal drüber nach..
Sorry wegen rechtschreibfehler Prüfungsphase wenig zeit
- (286 Beiträge) | 07.07.2009 13:50@philles werden doch keine Gamer unterdrückt (zwinker)...
Jeder Gamer darf doch noch einsam in seinem Kämmerlein "Killerspiele" zocken, sogar online. Komischerweise sind mir aber keine Amokläufer bekannt, die regelmäßig an Lan-Parties teilnahmen.
Ich kann und will es nicht ausschließen, dass "Ballerspiele" mit ein Initialfunken für einen Amoklauf darstellen, jedoch ist dies nur ein isolierter Punkt den man (die Politik) anvisiert und abdrückt. Eine wirkliche Ursachenforschung zu Amokläufen steckt noch relativ in Kinderschuhen und das Verbot von "Killerspielen" und/ oder Lan-Parties ist nur ein politsicher Schnellschuss. - (32 Beiträge) | 07.07.2009 13:38ich bin kein Freund...von Computerspielen, ich Gegenteil, ich mache mich manchmal sogar über die Gamer lustig, weil es für mich keinen Sinn ergibt, ein Weekend in der Halle zu sitzen etc etc
Aber, dass ist das Hobby von denen und es ist ein legales Hobby. Und es reicht so langsam. Es wird willkürrlich entschieden. Sind wir noch ein Rechtstaat? Zensur im Internet, keine LAN-Partys mehr... ES REICHT!!!! - (286 Beiträge) | 07.07.2009 13:30ÄhemFördern Lan-parties eigentlich die Selbstisolation???
Die Täter von Erfurt, Emsdetten und Winnenden waren auch im Internet. Wird das jetzt auch verboten??? - (812 Beiträge) | 07.07.2009 13:30Was jetzt?Abgesagt oder nicht?
Naja, mal in dem nicht verlinkten Blog nachlesen ... - (286 Beiträge) | 07.07.2009 13:27ÄhSchweden vielleicht?!?
- (83 Beiträge) | 07.07.2009 13:10Welceh Staaten haben eigentlichein ähnliches Asylrecht wie wir?
Als "Gamer" sehe ich mich in Deutschland politisch verfolgt.
(Bitte nicht ganz so ernst nehmen, allerdings nimmt die Hexenjagt so langsam faschistische Züge an) - (27 Beiträge) | 07.07.2009 13:07unter die gürtelliniegeht hier nur eins.. nämlich die willkürliche verbietung von diesen messen.
Und kennen wir es nicht aus der Geschichte ?
Unterdrückte Menschen lehnen sich eben auf.
Das man keine Dankeemails erwarten kann ist wohl klar.
Und das die Ohnmacht sich zur Wehr zusetzen zusätzliche Aggression schürt sollte auch jedem klar sein.
...
- (17 Beiträge) | 07.07.2009 12:15Lehrerder Karlsdorf-Neuthard Schule meldet sich auf www.convention-x-treme.de zu Wort. Er ist wohl einer der wenigen, der sich damit auseinander gesetzt hat, leider nicht richtig und er rückt alles ins falsche Licht, was zu erwarten war.




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