Chemieunfall: Giftige Gaswolke zieht über Bretten - 500.000 Euro Schaden
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Bretten-Gölshausen (pol/trs) - Bei einer Firma im Industriegebiet Bretten-Gölshausen kam es am Dienstagabend gegen 18 Uhr zu einem Chemieunfall. Nach der chemischen Reaktion zweier Substanzen und den anschließenden Sicherungsarbeiten einer Entsorgungsfirma explodierte der Tank eines Spezialfahrzeugs. Dadurch traten Nitrosegase aus. Verletzt wurde niemand, der Sachschaden beträgt eine halbe Million Euro.
Bei der Firma war zunächst eine chemische Reaktion aufgetreten, nachdem zwei Substanzen in einem Becken gemischt worden waren, wie die Polizei mitteilt. Dies rief eine Entsorgungsfirma auf den Plan. Als diese mit dem Abpumpen des Gemisches in ein angeblich sicheres Spezialfahrzeug begann, erhöhten sich im Tank dieses Fahrzeuges Temperatur und Druck.
Dadurch barst der Tank und eine Gaswolke mit Nitrosegasen wurde freigesetzt. Zunächst zog die Wolke über das Industriegebiet, dann in Richtung Bretten, Oberderdingen, Großvillars und Bauerbach. Die Bevölkerung wurde mit Rundfunk- und Lautsprecherdurchsagen gewarnt, das Firmengelände weiträumig abgesperrt, auch im Bereich der B293 und der dortigen Bahnlinie.
Die Absperrung wurde am Mittwochfrüh gegen 1 Uhr wieder aufgehoben, nur der Schadensort bleibt weiterhin gesperrt. Verletzt wurde niemand. Der entstandene Schaden könnte nach ersten Schätzungen bei mehr als 500.000 Euro liegen. Feuerwehr, Rettungsdienst und Polizei waren mit weit mehr als 100 Einsatzkräften vor Ort. Die Kriminalpolizei hat die Ermittlungen übernommen.




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