- OB-Wahl in Karlsruhe am 2. Dezember 2012:
OB-Wahl: Warum die CDU sich selbst den Wahlsieg verderben könnte
[36]
(Ein Kommentar von Felix Neubüser) - Beide wollen's werden, aber nur einer kann's machen: Eigentlich sollte die Karlsruher CDU sich freuen, mit Margret Mergen und Ingo Wellenreuther gleich zwei ernstzunehmende Kandidaten zur Auswahl zu haben, die beim Rennen um das Amt des Oberbürgermeisters an den Start gehen wollen. Andere Parteien haben nicht mal einen. Doch statt gemeinsam nach dem besseren Kandidaten zu suchen, verliert sich die Partei in Grabenkämpfen. Das könnte sie die Wahl kosten.
Als Margret Mergen Ingo Wellenreuther am 6. Januar den Kampf ansagte, war das keine Überraschung. Dass sowohl die Erste Bürgermeisterin als auch der Bundestagsabgeordnete und KSC-Präsident für die CDU in den OB-Wahlkampf ziehen wollen, war schon vorher ein offenes Geheimnis. Für Verstimmung sorgte einzig der frühe Zeitpunkt, zu dem Mergen ihrem Konkurrenten den Krieg erklärte. Selbst in der Partei waren viele über diesen Schritt überrascht. Vermutlich mit Absicht hat sie sich damit lauter ins Gespräch gebracht, als es ihrem Kontrahenten Wellenreuther lieb sein kann. In wie weit ihr das nutzt, wird sich spätestens am 15. März zeigen, wenn die Partei offiziell ihren Kandidaten küren wird.
Fest steht: Sowohl Margret Mergen als auch Ingo Wellenreuther suchen schon länger innerhalb wie außerhalb der Partei nach Unterstützern für ihre Kandidatur. Dass sie dies nun auch öffentlich tun, zeigt, wie tief die Gräben zwischen den beiden Fronten sind.
Freundeskreise und Alleingänge
"Freundeskreis hat sich verdoppelt" meldete Margret Mergen erst diesen Montag auf ihrer Homepage, nachdem sie Wellenreuther erst vor eineinhalb Wochen mit der Gründung desselben weiter in die Ecke gedrängt hatte. Wellenreuther dagegen versucht nun geschickt mit seiner Herkunft zu punkten. Sicher nicht ohne Hintergedanken hebt er immer wieder hervor, in Karlsruhe geboren und aufgewachsen zu sein - ein klarer Seitenhieb auf die aus Westfalen stammende Margret Mergen.
Dem Vorschlag eines CDU-Mitglieds, eine gemeinsame Pressemitteilung zu verfassen, nachdem sich beide Kandidaten dem Kreisvorstand präsentiert hatten, erteilte Wellenreuther eine Absage. Das wird zumindest aus Parteikreisen berichtet. Stattdessen verschickte er im Anschluss an die Sitzung eine eigene Mitteilung, erst an die CDU-Mitglieder und etwas später auch an die Presse. Auch hier muss sich noch zeigen, ob er sich damit wirklich einen Gefallen getan hat.
Vor allem bleibt abzuwarten, ob die Nominierungsveranstaltung der CDU am 15. März wirklich die Gräben wieder schließen kann, die der öffentliche Schlagabtausch sichtbar gemacht hat. Ansonsten könnte es am Ende ausgehen, wie ein Sprichwort für solche Fälle prophezeit: Wenn zwei sich streiten, freut sich der Dritte.
Infos zur Wahl und den übrigen (möglichen) Kandidaten der andere Parteien und Gruppierungen haben wir in unserem Dossier zur Oberbürgermeisterwahl in Karlsruhe für Sie zusammengestellt.
Mehr zu: Oberbürgermeisterwahl "Margret Mergen" "Ingo Wellenreuther" "Heinz Fenricht" CDU Kommentar Meinung
- (19 Beiträge) | 07.02.2012 15:24merkwürdiges Demokratieverständnisin der Tat zeichnet sich die CDU-Führung durch ein zweifelhaftes Verständnis demokratischer Prozesse aus. Der Kandidat koordiniert selbst den Auswahlprozess und verschickt Ukas an die Parteimitglieder. Hier scheint es nicht um den besten Kandidaten zu gehen. Wie man es macht zeigt die SPD - gleiche Chancen für die Kandidaten, maximale Transparenz
- (1398 Beiträge) | 07.02.2012 15:49Info zu OB-Wahlen in Baden-Württemberg im Allgemeinen:Gründsätzlich ist es so, daß keine Parteien zur OB-Wahl antreten/KAndidaten ins Rennen schicken oder wie auch immer, sondern einzelne Personen bewerben sich zur Wahl!!!
Es kann Hinz oder Kunz, genauso wie MM, IW, FM, XY oder Lieschen Müller sich zur Wahl stellen. Als Person wohlgemerkt!
Die Parteien können dann (wenn sie wollen) irgendeinen der Kandidaten unterstützen.
MM und IW bewerben sich eben momentan darum von einer bestimmten Partei bei ihrer Kandidatur unterstützt zu werden. Moralisch, in allererste Linie wohl aber finanziell.
Der unterlegene Kandidat kann sich ja auch, bevor er mangels Chancenaussichten seine Kandidatur zurückzieht, später noch woanders Unterstützung suchen. Vielleicht gibt's irgendnen noch reicheren Sponsor oder irgendein Wirtschaftsunternehmen. Vielleicht will ja auch die SPD oder die Grünen! - (3989 Beiträge) | 07.02.2012 16:18!
Zitat:
Der unterlegene Kandidat kann sich ja auch, bevor er mangels Chancenaussichten seine Kandidatur zurückzieht, später noch woanders Unterstützung suchen.
... oder einfach so gewählt werden, ohne auf dem Zettel zu stehen (!), nur durch einen Facebook-Freundeskreis angeschoben, wie kürzlich erst in Nürtingen passiert. - (179 Beiträge) | 08.02.2012 09:46Hauptsache nicht wieder CDU!Die rechtskonservativen der CDU haben schon genug kaputt gemacht, siehe Milliardengrab/Fenrich-Denkmal Vertunnelung von KA.
Um den Filz aus dem Rathaus zu bekommen, ist inzwischen jeder Kandidat einer anderen Partei vorzuziehen.
Und natürlich wäre es einer demokratischen Partei angemessen, per ehrlicher und demokratischer interner Wahl einen Kandidaten auszuwählen, der dann geschlossen von der Parteispitze unterstützt wird. Aber was will man erwarten von der Cdu ... - (100 Beiträge) | 13.02.2012 11:08OB Wahlenersten fühle ich mich schon etwas brüskiert, in dem Herr IW voll auf seine Geburt in Karlsruhe abhebt...ich bin hier nicht geboren, aber ich bin mit Leib und Seele Karlsruher Bürger.
Wegen der Vorabstimmung in der CDU meine Frage....war da nicht vor einigen Jahren mal was, als Herr IW Vorsitzender der CDU Karlsruhe wurde und plötzlich eine Anzahl neuer Mitglieder gewählt haben ??? Und man munkelte damals, dass die aus einem bestimmten Bereich gekommen sind.....nur um eine Person "durchzubringen".
War da nicht mal was ?? - (339 Beiträge) | 07.02.2012 15:44Was ist besonders traurig ?Wenn´s keiner der beiden "Zankäpfel" wird
Hat sich nämlich schon mal jemand ernsthaft über die Konsequenzen für KA Gedanken gemacht, was dann passiert ?
Artenschutz für den "Juchtenkäfer", die nächsten 100 Jahre !
"0" Investionen für KA. Wer will sich schon mit "weltfremden Gutmenschen" rumschlagen, die zuerst an die Umwelt und dann an den Mensch denken, der dort leben und arbeiten soll ?
Das ganze "Naturschutzgefassel" ist für mich zum gegenwärtigen Zeitpunkt und in derzeit vorgetragenen Form nur eine "faule Ausrede" um kein Geld in die Hand nehmen zu müssen, das man nicht hat und den Bürger bei Wasser und Brot weiter kurz zu halten, Ihn zum Schweigen zu bringen. Und für so eine Politik bekommen hoffentlich zum Wahltermin alle einen "Denkzettel" - (2845 Beiträge) | 07.02.2012 16:00??Was willst du mit diesem Beitrag sagen?
Im Übrigen ist ein OB kein diktatorischer Alleinherrscher,die Entscheidungen treffen immer noch der Gemeinderat. - (339 Beiträge) | 07.02.2012 17:03..diktatorischer Alleinherrscher...Also wenn es aber ein OB bewiesen hat, das er den Gemeinderat mit allem was dazu gehört, ordentlich nach seiner "Pfeiffe" tanzen lassen kann und als billigen "Legitmationsbeschafer" mißbraucht, dann der aktuelle OB - das muß man, auch wenn´s schwerfällt, neidlos anerkennen.
Und jetzt zur "Nachhilfestunde", was ich mit meinem Beitrag sagen will:
Das , egal wo der Bürger sein Kreuzchen machen wird, ob beim "Juchtenkäfer", beim geschniegelten Rechtsanwalt, der momentan grad bravourös den KSC versenkt oder bei unserem nordrheinwestfälischen "Möchtegern-von-der-Leyen" Verschnitt.
Wenn´s schiefgeht , wirds wieder keiner gewesen sein ?
Dann sind mal wieder die Umstände schuld , die man nicht vorhersehen konnte -- WETTEN
Und das wird so sein: Egal ob´s um die U-Strab, das ZKM, das Stadion, das ewig defizitäre EUROPABAD samt NEUE MESSE oder vieles mehr gehen wird. - (316 Beiträge) | 07.02.2012 18:12Du Held der ZukunftGesetze gelten für Alle!
Naturschutz ist zum Glück ein Staatsziel!
Und Juchtenkäfer sind nunmal streng geschützt, auch wenn du das nicht verstehen willst!
Das Wort Gutmensch solltest du mal googlen, damit du weißt wessen Geist du trägst.
Wer hat denn die Welt mit seinen Problemen soweit gebracht? naturschützer? Die Grünen?
Einzig Wirtschaftswachstum war eben nicht zukunftsfähig! - (339 Beiträge) | 08.02.2012 15:27....das trifftsGutmensch ist u.a. laut GOCKEL jemand der nur schwer zwischen gut gemeint und wirklich gut gemacht unterscheiden kann. Und besser KANNS der GOCKEL eigentlich nicht erklären. Nicht jeder der in bester Absicht und nach bestem Gewissen handelt, darf für sich auch die WEISHEIT ableiten alles BESTENS gemacht zu haben.
Und ja du hast es erkannt:
Eigentlich wünsche ich mir das ich mit meiner eigenen Prognose unrecht habe. Sonst wär nämlich die Zukunft ganz schön ESSIG.
Und das hat KARLSRUHE schlicht nicht verdient. - (247 Beiträge) | 07.02.2012 16:01CDU - Mergen oder Wellenreuther ? Warum nicht die CDU mit Frau Schütz...Es sollte ein wechsel im RATHAUS sein. Ein Frau wär mal nicht schlecht.
Aber nicht die "alte" aus Ettlingen, die mit den Haaren auf den Zähne.... - (1398 Beiträge) | 07.02.2012 16:19Eine Frau????ist Margret etwa kein Mädchenname?
- (529 Beiträge) | 07.02.2012 17:34Frau Schütz ?Frau Schütz würdel meine Stimme bekommen !
Herr Wellenreuter bekommt meine Stimme nicht ! - (331 Beiträge) | 08.02.2012 08:17allein die Tatsache, dass es eine Frau machen sollmacht die Politik nicht besser
- (3989 Beiträge) | 07.02.2012 16:15!
Zitat:
Wenn zwei sich streiten, freut sich der Dritte.
*daumendrück'
- (346 Beiträge) | 07.02.2012 16:41Freundeskreis hat sich verdoppeltNoch eine Verdopplung, dann reicht es für eine Skatrunde!
- (19 Beiträge) | 07.02.2012 17:00in Mathe schwachDrei ist ein Primzahl, da kann man durch eine Verdopplung nicht hinkommen!
- (346 Beiträge) | 07.02.2012 17:26Si tacuissesWar irgendwo davon die Rede, dass alle gleichzeitig spielen?
- (40 Beiträge) | 07.02.2012 16:58Die CDU sollte nicht den in der Parteibeliebtesten Kandidaten in das Rennen schicken, sondern die Person die es schafft auch die Bürger für Ihre Ideen zu gewinnen.
Es langt nicht das der Kandidat schon mal an einer Volkswahl teilgenommen hat und diese evt. auch schon mal gewonnen hat. Eine OB-Wahl ist bei einem Großteil der Bürger eine Persönlichkeitswahl bei der auch die Fachkompetenz eine Rolle spielt. - (230 Beiträge) | 07.02.2012 17:12ist die Geburt in Karlsruhe..ein Argument ein geeigneterer OB-Kandidat zu sein als ein nicht in Karsruhe geborener? ...das ist doch schon fast diskriminierend...anscheinend hat Welle keine besseren Argumente, ausser dem Schicksal hier geboren zu sein....da sollte er mal nicht die Rechnung ohne die Karlsruher Bürger machen, von denen weit über die Hälfte nicht in KA geboren sind und trotzdem sich als Karlsruher fühlen...aber eben nur als Karlsruher zweiter Klasse...er fühlt sich halt schon immer als was Besseres, das soll Bürgernähe sein???...der Wahlkampf wird spannend, wenn sich Grün und Rot einig sind wirds eh ein Wechsel geben....




twittern
facebook melden
StudiVZ melden
Google melden
Webnews melden
del.icio.us empfehlen
Mister Wong empfehlen
Linkarena melden
Windows live melden
Yahoo melden
Yigg melden
Kledy melden












Social Bookmarks
Tweet