- OB-Wahl am 2. Dez. 2012:
Margret Mergen im Interview: Darum will ich Stadtoberhaupt werden
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Karlsruhe - Mit ihrer Ankündigung, für die CDU als Oberbürgermeisterin kandidieren zu wollen, hat Margret Mergen Anfang Januar viele überrascht. Im Interview mit ka-news-Redaktionsleiter Felix Neubüser spricht sie darüber, wie ihre Ankündigung aufgenommen wurde, welche Herausforderungen sie für Karlsruhe in der Zukunft sieht, und was sie tun würde, wenn ihre Partei sich im März doch für einen anderen Kandidaten entscheidet.
Kurz gesagt: Weil ich Karlsruhe kenne und weil ich Karlsruhe liebe.
Mit Ihrer frühen Ankündigung, dass Sie als Kandidatin für die CDU zur Verfügung stehen, haben Sie viele Leute überrascht, auch in der Partei selbst. Wieso haben Sie mit der Ankündigung nicht bis zur Kreisvorstandssitzung am 2. Februar gewartet?
Es war nie die Rede davon, dass mögliche Kandidaten sich erst auf der Kreisvorstandssitzung erklären sollen, nur dass hier darüber gesprochen werden würde. Ich habe den CDU-Kreisvorsitzenden Ingo Wellenreuther einen Tag vor meiner Ankündigung angerufen und ihn mündlich und am selben Tag auch noch schriftlich informiert, dass ich als Kandidatin zur Verfügung stehen werde.
Wie ist ihre Ankündigung in der CDU aufgenommen worden?
Ich habe viel Zuspruch erfahren. Viele sagen mir, dass sie es gut finden, dass ich mich für eine Kandidatur bereit erklärt habe. Auch in meiner Familie bekomme ich große Unterstützung, obwohl eine Kandidatur natürlich bedeuten würde, dass ich noch weniger freie Zeit haben würde.
Hatte es denn einen Grund, dass Sie sich so früh erklärt haben?
Als ich erfahren habe, dass die CDU im März einen Kandidaten nominieren will, war es mir wichtig, frühzeitig den Dialog zu suchen. Welche Eigenschaften muss ein Karlsruher Oberbürgermeister haben? Welche Erfahrungen muss er oder sie mitbringen? Diese Fragen stellt man sich doch vor allem dann, wenn man einen möglichen Kandidaten hat, mit dem man sich kritisch auseinandersetzen kann. Und diese Auseinandersetzung braucht nun einmal Zeit. Aus Liebe zur Stadt müssten eigentlich alle ein Interesse daran haben, den bestmöglichen Kandidaten ins Rennen zu schicken.
Warum sollte die CDU Sie denn als Kandidatin nominieren und warum sollten die Wähler sie anschließend zur neuen Oberbürgermeisterin wählen?
Ich bringe 25 Jahre kommunalpolitische Erfahrung mit. In dieser Zeit habe ich viel anstoßen und vieles realisieren können. Ich kenne Karlsruhe und die Karlsruher Verwaltung sehr gut und bin mit den Themen aus der Vergangenheit und der Zukunft bestens vertraut. Ich bin kompetent und zuverlässig. Mein Wort gilt. Außerdem bemühe ich mich stets darum, Dinge zügig voran zu bringen und arbeite gern in Teams.
Allerdings hat man manchmal den Eindruck, als würde ihr möglicher Gegenkandidat bei der CDU, Ingo Wellenreuther, in der Öffentlichkeit dennoch stärker wahrgenommen …
Mich selbst nach außen darzustellen ist eine Rolle, die mir nicht auf den Leib geschneidert ist. Allerdings tragen Sie als OB immer Verantwortung auf zwei Schultern, wie es Frankfurts Oberbürgermeisterin Petra Roth einmal treffend ausgedrückt hat. Zum einen geht es um die Dinge, die aktuell vor Ort passieren. Fragen wie: Funktioniert die Müllabfuhr? Läuft der öffentliche Personennahverkehr reibungslos? Gibt es genug Kindergartenplätze? Auf der anderen Schulter tragen Sie aber auch die Verantwortung dafür, wie die Stadt in zehn oder 20 Jahren aussieht. Sie müssen Visionär sein und Dinge anstoßen können, die jetzt noch gar nicht so klar absehbar sind. Gewählt wird man deswegen natürlich selten.
Was sind denn Ihrer Ansicht nach die größten Herausforderungen, die Karlsruhe in den kommenden Jahren zu bewältigen haben wird?
Erstens: Kinderbetreuung und Bildung. Es ist wichtig, dass jedes Kind in Karlsruhe bestmöglich betreut und ausgebildet wird. Mit dem richtigen Wissen und Können im Kopf ist man für alle Widrigkeiten des Lebens gerüstet. Besonders wichtig ist in dem Zusammenhang auch die Zusammenarbeit mit Vereinen.
Zweitens: Zukunftssichere Arbeitsplätze. Derzeit läuft die Konjunktur gut, aber wir wissen, dass es hier auch wieder bergab gehen kann.
Die richtige Kombination aus traditionellen Fachrichtungen wie Ingenieurwesen, Betriebswirtschaft, Maschinenbau oder Informatik kombiniert mit neuen Arbeitsfeldern wie Nanotechnologie oder regenerativen Energien. Ein Beispiel ist hier das E-Mobil. Wäre es nicht toll, wenn in Karlsruhe die Akku-Technik der Zukunft entwickelt würde, also wieder ein Karlsruher das Auto erfinden oder eben neu erfinden würde? Das Potenzial dafür haben wir.
Was ist die dritte Herausforderung?
Lebensqualität. Karlsruhe hat zum Beispiel eine vielfältige und lebendige Kulturlandschaft. Hier geht es auch darum, Potenziale zu nutzen und zu fördern. Nur wenn das Umfeld stimmt und man sich in einer Stadt wohlfühlt, ist man auch bereit, sich in dieser Stadt zu engagieren.
Sie haben 1999 schon einmal als Oberbürgermeisterin kandidiert - in Rastatt. Damals haben Sie knapp gegen Klaus-Eckard Walker verloren.
Ich bin damals gegen den Amtsinhaber angetreten. So etwas ist immer schwer, denn als Amtsinhaber können Sie ganz anders Dinge zusagen. Außerdem glaube ich, dass man damals auch einfach noch nicht bereit war für eine weibliche Oberbürgermeisterin. Inzwischen, 13 Jahre später, sind wir da weiter - siehe Angela Merkel als erste weibliche Bundeskanzlerin.
Die CDU möchte sich im März für einen Kandidaten oder eine Kandidatin entscheiden. Was tun Sie, wenn man sich nicht für Sie entscheidet?
Ich bin noch bis 2017 als Erste Bürgermeisterin gewählt und werde diese Arbeit dann fortsetzen und zusehen, dass ich mit dem gewählten Oberbürgermeister gut zusammenarbeite. Ich wünsche mir allerdings, dass es anders kommt.
Fragen: Felix Neubüser
Margret Mergen wurde 1961 in Billerbeck in Westfalen geboren. Sie ist seit 2007 Bürgermeisterin und seit 2009 Erste Bürgermeisterin in Karlsruhe. Für Ihre Nominierung als OB-Kandidatin wirbt sie auf margret-mergen.de.
Mehr zur Oberbürgermeisterwahl in Karlsruhe und den übrigen Kandidaten haben wir für Sie in unserem Dossier zur Wahl zusammengefasst.
Mehr zu: "Margret Mergen" Oberbürgermeisterwahl CDU
- (479 Beiträge) | 01.02.2012 09:50...
- (39 Beiträge) | 01.02.2012 10:05Hauptsache . . .. . . sie ist keine Württembergerin
. Sonst ist (fast) alles zu verzeihen!
- (37 Beiträge) | 01.02.2012 15:25brigandwo liegt denn Deiner Meinung nach Heilbronn ???
- (39 Beiträge) | 02.02.2012 07:56HeilbronnAuch wenn sie dort gearbeitet hat, wie übrigens viele andere Karlsruher auch (z.B. für ENBW), macht sie das noch nicht zu einer Württembergerin!!!
- (3231 Beiträge) | 01.02.2012 16:22Die ist weder Württembergerin noch Badnerin,Frau Mergen kommt aus Westfalen. Ist damit also eine "Unsymbadische"!
- (39 Beiträge) | 02.02.2012 07:57;-)Auch bei den "Unsybadischen" gibt es noch Unterschiede.
- (4509 Beiträge) | 01.02.2012 10:11?War das ihr Fahrzeug?
Kommt jetzt noch irgendwo eine Pflicht für Politiker auf, sich keine Autos leihen zu dürfen?
Also ich kenne deren privaten Fahrzeuge allesamt gar nicht und es wäre mir auch wurscht, wo die angemeldet sind. Und ich erlaube denen sogar sich ans Steuer von Fahrzeugen zu setzen, die vielleicht Freunden gehören. Hauptsache es erleichtert die berufliche Tätigkeit sinnvoll für die Allgemeinheit.
Wo man sein Fahrzeug anzumelden hat (bei mehreren Wohnsitzen), dafür gab es auch gesetzliche Änderungen. Früher war es mal der Ort, an dem ein Fahrzeug hauptsächlich bewegt wurde. - (479 Beiträge) | 01.02.2012 12:13Na ja -dann müsste Sie sich das Fahrzeug mehrfach ausgeliehen haben.
Nein, im Ernst. ich denke, dass die Sache im Zusammenhang mit der Heilbronner Vergangenheit steht. Als ich vor vielen Jahren nach KA zog, war mein erster Weg (quasi Bekenntnis zu dieser Stadt), das RA
Kennzeichen gegen KA zu tauschen.
Natürlich kann man rumgurken, mit was man will. Dennoch kommt es nicht gerade toll. Wäre ähnlich, wie wenn ich als OB Kandidat mit einer Einkaufstausche des Stadtmarketing Stuttgart (na gut, sagen wir Heilbronn) durch die Fuzo latsche. Selbst wenn die vielleicht mehr gebacken bekommen. - (4509 Beiträge) | 01.02.2012 12:27Und nun nochein kleiner Gag am Rande:
es gab mal einen Wahlkampf, wo mir in dieser Zeit die Gattin eines Kandidaten, ausgerechnet noch mit einem roten Auto, ständig klarmachte, wo rechts vor links gilt. Es gibt doch solche Strassen, in denen man ganz schnell von rechts einschießen kann und derjenige, der nicht damit rechnet, schnell reagieren sollte.
Die hat jetzt bestimmt nicht MICH persönlich gemeint. Ich fand es nur drollig, dass ich das mehrmals erlebte und dachte mir: hat die das jetzt täglich als Aufgabe?
Sowas kann es in Karlsruhe sicherlich GAR nicht geben.
- (139 Beiträge) | 01.02.2012 11:45Lebensqualität und zweite RheinbrückeWenn Frau Mergen den Bürgern in Knielingen und Mühlburg diesen Zusammenhang überzeugend erklären und plausibel machen kann und erklärt, warum europäischer Fern- und Reiseverkehr und großräumiger Regionalverkehr als signifikantes Karlsruher Alleinstellungsmerkmal durch das Stadtgebiet fahren muss und soll und nicht wie sonst in der Republik großräumig (!) vehemment gefordert, gefördert und realisiert aus dem Stadtgebiet verbannt wird, wenn ihr dies gelingt, dann wähle ich sie, ansonsten niemals.
- (211 Beiträge) | 01.02.2012 12:37Hoellenreiter"Sie verfügt über ein großes Netzwerk" ! Vielleicht genügt das - meine Stimme bekommt sie nicht. Es braucht ein Wechsel im Rathaus und nicht nur ein Austausch. Das ist meine Meinung als Anhänger Ihrer Partei
- (391 Beiträge) | 01.02.2012 14:17Mergen steht für reine CDU-Politik!Und sonst für gar nichts. Das braucht Karlsruhe nun wirklich nicht mehr. Und schon gar nicht eine Politkarrieristin. Seht Euch den Lebenslauf an. Davor graut's mir.
- (2374 Beiträge) | 01.02.2012 14:24Ja und?Das trifft auf deinen Wellenreuter genauso zu!! Der steht genauso für CDU-Politik und Politkarriere!
Wir müssen uns hier ja nicht von einem Wellenreuter-Insider ver@ppeln lassen!!!! - (3231 Beiträge) | 01.02.2012 16:25Hat sich Insiderschon als Wellenreuter-Fan geoutet?
Ansonsten kommen sicher noch andere Kandidaten, dann braucht man sich nicht für Mergen oder Wellenreuter festlegen, denn die OB-Wahl soll ja eine Personenwahl sein und keine nach Partei-Programmen. - (1663 Beiträge) | 01.02.2012 14:21...Und wo ist Das Stadion??
- (4509 Beiträge) | 01.02.2012 14:45ganz einfach:Da kommst du hin, wenn du vom Marktplatz aus zum Schloss gehst. Hinter dem Park dort kommt ein Tor und dann rechts.
Lass dich aber nicht irritieren, falls du nachdem du dort abgebogen bist Leute rufen hörst: Tor.
Kommt aber eher selten vor. Die Wahrscheinlichkeit, dass du Irritationen ausgesetzt wirst ist also gering. Falls du sowas aber doch tatsächlich mal hören solltest, dann bist du allerdings auf dem richtigen Weg zum Stadion. - (315 Beiträge) | 01.02.2012 16:35Wo ist das Stadion?? Na im Wildpark wie immer....Egal werd da in´s Rathaus kommt - Ein neues Stadion gibt es nicht.
Wofür auch - Am Sonntag sehen wir weiter. Beim ASV Durlach ist auch ein schöner Sprtplatz, der reicht aus.
Es ist ja nichtmal Geld da für den neuen Strassenbelag in der Kriegsstrasse (West), aber zum Bäume fällen für Brennholz ist Geld da. RANDBEMERKUNG . - (442 Beiträge) | 01.02.2012 17:56Stadion...wer träumt noch von einem neuen Stadion...alles nicht bezahlbar. Der KSC hat seine Schulden seit Welle Präsident ist um etliches erhöht...da bin ich mal neugierig was die OB Kandidaten in der Sache Stadion versprechen...
- (20148 Beiträge) | 01.02.2012 18:43Gar nichts,das wird gar nicht erst thematisiert.
- (56 Beiträge) | 01.02.2012 16:32Hallo Frau Mergen,als Oberbürgermeisterin habe ich noch weniger Zeit für meine Familie, haben Sie in dem Interview angegeben. Wenn Sie noch weniger Zeit für die Familie haben, warum kandidieren Sie dann eigentlich ? Weil Sie Karlsruhe lieben und kennen ? Ich bin in Karlsruhe geboren, aufgewachsen und lebe hier, das kann ich behaupten, aber doch nicht Sie.
Sie lieben den Titel und das Gehalt, so ist die Wahrheit!!!!




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