- OB-Wahl in Karlsruhe am 2. Dezember 2012:
Interview mit OB-Kandidat Kalmbach: "David gegen Goliath"
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Karlsruhe - Neben Margret Mergen hat auch Friedemann Kalmbach angekündigt, in Karlsruhe als Oberbürgermeister kandidieren zu wollen. Im Interview spricht der Gemeinsam für Karlsruhe-Stadtrat über seine Motivation für den plötzlichen Vorstoß und erklärt, was seine Kandidatur mit einem Fußballspiel des Karlsruher SC gegen den 1. FC Bayern München zu tun hat.

Ich bin jetzt seit drei Jahren im Karlsruher Gemeinderat tätig. Die Arbeit hier macht mir viel Freude, und ich habe gemerkt, dass man recht schnell einen guten Überblick bekommt. Nun möchte ich mehr Verantwortung übernehmen. Es sind dabei keine persönlichen Ambitionen oder Karrieredenken, vielmehr möchte ich diese Stadt mitprägen und mitgestalten. Dass mit diesem Amt eine enorme Verantwortung und Umstellung verbunden ist, das ist mir bewusst.
Für die GfK sitzen Sie derzeit als Einzelstadtrat im Gemeinderat. Wie schätzen Sie denn Ihre Chancen ein, tatsächlich zum Oberbürgermeister gewählt zu werden?
Wenn der KSC gegen Bayern München antritt, kann es sein, dass er gewinnt. Das ist ein bisschen wie bei David gegen Goliath. Natürlich weiß ich, dass die Chance, gewählt zu werden, nicht groß ist – aber ich denke es lohnt sich, es zu versuchen.
Ich möchte in Karlsruhe eine Kultur des Miteinanders prägen und die Stadt noch familien- und noch kinderfreundlicher machen. Ich denke, das ist die Basis für alles weitere, auch für ein funktionierendes Gemeinwesen. Ich denke, dass ich hier ausgleichend wirken kann. Mir geht es darum, Spannungen aufzulösen. Zwischen Wirtschaft und Umwelt zum Beispiel – hier prallen doch derzeit noch Ideologien aufeinander. Oder im sozialen Bereich, etwa wenn es darum geht, die richtige Mischung aus Fördern und Fordern zu finden.
Sie wollen also ein Oberbürgermeister des Ausgleichs sein?
Genau. Mir geht es darum zu verbinden statt zu teilen, zusammenzuführen und Kompromisse zu finden.
Was sind denn die dringendsten Herausforderungen, denen Karlsruhe sich in den kommenden Jahren stellen muss?
Eine dringende Aufgabe wird auch in Zukunft sicher die Konsolidierung des kommunalen Haushalts sein. Damit verbunden sind große Themen wie das Staatstheater, wie es mit dem Wildparkstadion weitergeht und natürlich die Finanznot bei den kommunalen Schwimmbädern. Ich habe den Eindruck, dass hier zum Teil noch ein großes Durcheinander herrscht, in das ich gerne Ordnung bringen würde. Wir müssen ein Problem nach dem anderen anpacken und sollten nicht versuchen, alle Probleme gleichzeitig zu lösen. Außerdem gibt es noch alte Projekte, die einen vernünftigen Abschluss brauchen – etwa die Kombilösung. Die wird uns auch in den kommenden Jahren noch stark beschäftigen.
Angenommen Sie werden neuer Oberbürgermeister von Karlsruhe – was wäre Ihre erste Amtshandlung?
Ich würde alle Bürgermeister und Amtsleiter zusammenrufen und versuchen, sie unabhängig von ihrer Funktion und ihren Aufgaben kennenzulernen. Ich bin der festen Überzeugung, dass man die besten Ergebnisse erzielt, wenn man zuerst die Menschen und ihre Bedürfnisse sieht.
Fragen: Felix Neubüser
Friedemann Kalmbach sitzt seit 2009 als einziger Stadtrat der Wählervereinigung Gemeinsam für Karlsruhe (GfK) im Karlsruher Gemeinderat. Kalmbach ist Lehrer und Leiter der christlichen Nehemia Initiative.
Friedemann Kalmbei bei ka-news Köpfe im Profil.
Mehr zu: Oberbürgermeisterwahl "Friedemann Kalmbach" GfK
- (6204 Beiträge) | 11.01.2012 10:52Unwählbar!
- (800 Beiträge) | 11.01.2012 12:28Warum....sollte ausgerechnet eine Person, welche dem christlichen Glauben unterworfen ist, bei uns nicht wählbar sein??
Er hat sicherlich(fast) keine Chance, aber es dürfte bei der dann in einem knappen Jahr anstehenden OB-Wahl mit Sicherheit noch ganz andere Kandidaten geben, welche aufgrund ihrer Gesinnung und Ideologien tatsächlich unwählbar sein werden... - (6204 Beiträge) | 11.01.2012 13:23Weil es mal Zeit wird...daß ein_e Migrant_In mit muslimischen Hintergrund OB in Karlsruhe wird. Darum!
- (1398 Beiträge) | 11.01.2012 10:57schön blöd oder Profilneurose???ganz schön blöd da anzutreten!
Ist doch klar, daß er nicht gewinnen kann!
Gut, vielleicht macht er's ja auch nur, daß sein Gesicht auf Ka-news abgebildet wird.... - (6204 Beiträge) | 11.01.2012 11:04Der könnte sich ja...auch hier anmelden.
- (13748 Beiträge) | 11.01.2012 11:06Schön wärswenn sich da mal ein Handwerker zur Wahl stellen würde. Einer der schaffen kann.
Aber die können sich für so etwas halt nicht einfach freistellen lassen. - (241 Beiträge) | 11.01.2012 19:28.......andere..........(außerHandwerker) können nicht "schaffen"?
- (13748 Beiträge) | 12.01.2012 01:08Wer mit schaffenaufwächst kann erfolgreich ins Laberfach wechseln.
Wer mit Labern aufwächst wird immer ein Laberer bleiben und nie ein Schaffer werden.
Verstanden? - (2063 Beiträge) | 11.01.2012 12:33Das ist Mitgliederwerbungauf raffinierte Art.
Man bringt sich in die Öffentlichkeit und es gibt immer wieder "Suchende", die gerne beitreten oder noch besser gleich das Spendenkonto bedienen. - (3154 Beiträge) | 11.01.2012 23:57Den Begriff SUCHENDEwürde ich in auserwählterem Kreise benutzen.
- (1262 Beiträge) | 11.01.2012 17:08ein interessanter Kandidataber vermutlich ohne Chance
- (241 Beiträge) | 11.01.2012 17:25.......meine..........Stimme hat er! Ich sehe da nichts unwählbares.
- (3001 Beiträge) | 11.01.2012 19:58Meine Stimme hat er nicht,weil man mich nicht mehr mitwählen lässt.
Mist aber auch!
- (3154 Beiträge) | 12.01.2012 00:02Ich-denkedaß uns das ziemlich egal ist.
- (2849 Beiträge) | 11.01.2012 18:29Äh ja........klar: "Angenommen Sie werden neuer Oberbürgermeister von Karlsruhe – was wäre Ihre erste Amtshandlung?
Ich würde alle Bürgermeister und Amtsleiter zusammenrufen und versuchen, sie unabhängig von ihrer Funktion und ihren Aufgaben kennenzulernen. Ich bin der festen Überzeugung, dass man die besten Ergebnisse erzielt, wenn man zuerst die Menschen und ihre Bedürfnisse sieht."
Zum einen gehe ich davon aus, dass jeder neuer OB genau dies an seinem ersten Arbeitstag tun wird und zum anderen stelle ich mir die Frage, welche Bedürfnisse hat er denn gemeint? Die der Bürgermeister und der Amtsleiter?




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