Paris Göttinen und Mumien bei Rick Owens in Paris

Wie von einem anderen Stern wirkten die Models bei der Show von Rick Owens. Ob die Kreationen des US-Amerikaners aber auch wirklich tragbar sind?

Naturprints und sonderbare Ausbeulungen: Das japanische Modelabel Issey Miyake und der US-amerikanische Modemacher Rick Owens haben bei den Prêt-à-Porter-Modeschauen in Paris ihre Kreationen präsentiert.

Bei Rick Owens trugen die Models kokonartige monochrome Kleider. Während die asymmetrisch um den Körper drapierten Gewänder an griechische Göttinen erinnerten, wirkten die Models in anderen Entwürfen des Modeschöpfers eher wie umherwandelnde Mumien. Löchrige Stoffe waren um seltsame Ausbeulungen gewickelt, voluminöse Taschen wippten wie angeklebt an den Bäuchen der Models, an den Füßen trugen sie feste Sportsandalen mit dicker Plateausohle.

Gegen Ende der Show von Rick Owens war dann auch klar, warum an alle Zuschauer schwarze Regencapes verteilt wurden. Der Nebel verwandelte sich auf einmal in Fontänen, das Wasser spritzte bis in die hinteren Reihen.

Bei Issey Miyake stand hingegen die Mystik der Natur im Vordergrund. Designer Yoshiyuki Miyamae hatte wohl die vulkanische Landschaft Islands im Kopf. Sie war als großflächiges Print auf die typischen Miyake-Plissees gedruckt, daneben gaben farbige Karomuster eine grafische Note. Eingeläutet wurde die Show durch eine Peformance, bei der drei Tänzer unter einem riesigen Plissee-Tuch hervorkamen und zu rhythmischen Klängen tanzten.

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