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Schumacher sagt Formel-1-Comeback ab [0]

Stuttgart (dpa) - Das Formel-1-Comeback von Rekord-Weltmeister Michael Schumacher ist geplatzt. «Ich habe absolut alles versucht, dieses Comeback auf Zeit möglich zu machen, aber zu meinem größten Bedauern klappt es nicht», schrieb der 40-Jährige auf seiner Internetseite.

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Schumacher-Sturz
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Bei diesem Sturz blieb er unverletzt: Michael Schumacher beim freien Training mit seiner Superbike-Maschine auf dem Sachsenring (Foto vom 12.06.2008).
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«Ich bin zutiefst enttäuscht.» Als Grund für seine Absage an den Ferrari-Rennstall nannte Schumacher die Folgen einer Nackenverletzung, die er im Februar bei einem schweren Motorrad-Unfall erlitten hatte. Er habe sich bei dem Crash «Brüche im Bereich Kopf und Hals» zugezogen, verriet der Kerpener.

Schumacher sollte beim Großen Preis von Europa in Valencia am 23. August für den verletzten Ferrari-Piloten Felipe Massa einspringen. Nun wird der etatmäßige Ferrari-Ersatzfahrer Luca Badoer im Rennwagen der Italiener sitzen. Eigentlich wollte die Formel-1-Legende Schumacher für zwei Tage erneut mit einem zwei Jahre alten Scuderia-Boliden Testrunden im italienischen Mugello drehen. «Die Schmerzen im Nacken, die nach dem privaten F1-Tag in Mugello auftraten, haben wir leider nicht in den Griff bekommen - auch wenn wir alles versucht haben, was medizinisch und therapeutisch machbar ist», erklärte der 91-malige Grand-Prix-Sieger.

Er habe seine Entscheidung am Vorabend Ferrari-Präsident Luca di Montezemolo und Teamchef Stefano Domenicali mitgeteilt. «Mir tut es wahnsinnig leid für die Jungs bei Ferrari und alle die Fans, die mir die Daumen gedrückt haben», schrieb Schumacher. Er habe alles getan, was in seiner Macht stehe. Sein lädierter Nacken könne jedoch «den extremen Belastungen der Formel 1 nicht standhalten».

Nach knapp dreijähriger Rennpause hatte sich Schumacher bereiterklärt, in Valencia das Cockpit seines Freundes Massa zu übernehmen. Der Brasilianer war bei der Qualifikation zum Großen Preis von Ungarn am 25. Juli verunglückt und fällt vorerst aus. Schumacher folgte vier Tage später dem Hilferuf der nach einem starken Ersatz suchenden Scuderia und begann sofort ein intensives Aufbautraining für seine Rückkehr in den Grand-Prix-Zirkus.

Allerdings verweigerten ihm die Rivalen Williams, Red Bull und Toro Rosso eine Ausnahmegenehmigung für Tests in einem aktuellen Ferrari-Modell. Für Proberunden musste sich der siebenmalige Champion daher mit einem gebrauchten Rennwagen aus dem Jahr 2007 begnügen. Zudem absolvierte er ein zweitägiges Kart-Training im italienischen Lonato und schuftete mit zwei Betreuern im privaten Fitness-Studio in seiner Schweizer Wahlheimat Gland - alles unter medizinischer Aufsicht.

Die regelmäßigen Untersuchungen hätten letztlich «deutlich gezeigt», dass ihm ein Comeback unmöglich sei, schrieb Schumacher. Die Probleme im Nacken hätten sich nicht gebessert. Daher habe er die Abschluss-Untersuchung, die eigentlich erst nach den neuerlichen Testfahrten in Mugello stattfinden sollte, auf Montagnachmittag vorgezogen. Danach musste Schumacher Ferrari eine Absage erteilen. «Ich wäre gerne für Felipe eingesprungen. Jetzt bleibt mir nur, dem gesamten Team die Daumen für die nächsten Rennen zu drücken», teilte der Superstar mit.

Mehr zu: Motorsport "Formel 1" Schumacher

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