Profile N-S
11.09.2011 - Karlsruhe
Die Fahrgäste des Karlsruher ÖPNV begleitet sie zu jeder Tages- und Nachtzeit. SWR3-Hörer wirft sie im Zwei-Wochen-Rythmus aus dem Bett. Anneta Politi ist vielerorts präsent - vielmehr ihre Stimme ist es. Die griechische Schwäbin und neue Stimme der Karlsruher Straßenbahn ist mit Leib und Seele Radiofrau, freut sich aber auch, wenn sie beim SWR3 New Pop Festival moderieren oder Eis an ihre Hörer verteilen kann.
24.04.2001 -
Toleranz ist ihr ein Anliegen, Zuverlässigkeit ist für Jutta Schlieper-Höschle selbstverständlich. In ihrem Beruf als Medizinisch-Technische Laborassistentin (MTLA) am Diakonissen-Krankenhaus in Rüppurr sind diese Eigenschaften unerlässlich. Mit ihrer ehrenamtlichen Tätigkeit als Leiterin des Arbeitskreises Kindernothilfe Karlsruhe möchte sie dazu beitragen, dass Unterstützung diejenigen erreicht, die sie am meisten brauchen: Kinder, vor allem in der sogenannten Dritten Welt.
23.03.2001 -
185 Hektar Ansiedlungsfläche, sechs Hafenbecken, ein Schutzhafen für 100 Schiffe und eine ausgebaute Uferlänge von 14 Kilometer entsprechen nur einem Teil der Gesamtfläche des Rheinhafens. Hafendirektor, Diplom-Ingenieur Alexander Schwarzer, ist für dieses riesige Areal zuständig. Schwarzer wurde 1955 in Karlsruhe geboren und absolvierte 19 Jahre später sein Abitur am Kant-Gymnasium. Anschließend studierte er an der Universität Karlsruhe Bauingenieurwesen mit Vertiefungsrichtung Konstruktiver Ingenieurbau.
28.11.2001 -
Angelika Stepken, Jahrgang `55, zog es schon im Alter von 19 Jahren zur Kunst. Vier Semester lang studierte sie Kunstgeschichte, Philosophie und Politologie an der Fernuniversität Berlin, bevor sie sich zu einer Ausbildung als Gemälderestauratorin in Florenz entschloss. Also verließ sie das heimische Moers am Niederrhein und verbrachte ein Jahr in Italien.
11.10.2006 -
Wenn Vjeko Pitinac über sich und seinen Beruf erzählt, dann tut er dies voller Energie und Freunde. Bevor er es zum Finest/Magma-Geschäftsführer geschafft hatte, studierte Pitinac, der am 5. September 1970 in Karlsruhe geboren wurde, in Mannheim an der Universität Betriebswirtschaftslehre. Das gleiche studierte er im Anschluss an der Fachhochschule in Pforzheim, jedoch mit dem Schwerpunkt Marketing-Kommunikation. Durch ein Stipendium zog es den Karlsruher weiter nach England, wo er an der University Of Central England Business Administration studierte.
04.10.2006 -
"Mein schönster Geburtstag war 1998, als die SPD phänomenal nach 16 Jahren Helmut Kohl die Regierung übernommen hat", erzählt Johannes Stober, der seit 2006 SPD-Landtagsabgeordneter ist. Bevor es Stober, der am 28. September 1968 in Karlsruhe geboren wurde, zur SPD zog, begann er nach seinem Abitur 1988 eine Ausbildung zum Mathematisch-technischen Assistenten. Danach studierte er Informatik an der Universität Karlsruhe. 1992, noch während des Studiums, trat er in die SPD ein, um weitere sechs Jahre bis zu seinem "schönsten Geburtstag" zu warten.
15.06.2005 -
Schon immer fühlte sich Gisela Splett von der Natur angezogen. Beinahe ebenso natürlich suchte die Fraktionsvorsitzende von Bündnis 90/Die Grünen im Karlsruher Gemeinderat schon früh den Weg in die große, weite Welt. Denn die zweite große Leidenschaft der 38-Jährigen ist das Reisen. Schon als Schülerin lernte sie Skandinavien kennen und verdiente sich dort während eines Ferienjobs ein bisschen Geld als Erdbeer- und Kirschpflückerin. Jahre später zog es sie noch einmal nach Norwegen. Nach Abschluss ihres Studiums der Geoökologie in Bayreuth, arbeitete Gisela Splett als Jungforscherin beim norwegischen Institut für Waldforschung. Ihre Diplomarbeit brachte sie zuvor sogar bis nach Ostafrika, wo sie die Bodenfruchtbarkeit im Gebiet der Crête Zaïre-Nil in Ruanda untersuchte.
08.06.2005 -
Frank Schmitt ist das, was der Volksmund im Allgemeinen als Urgestein bezeichnet. Seit seinem 15. Lebensjahr hält der gebürtige Malscher seinem MSC Puma Kuppenheim nun schon die Treue und ein Wechsel zu einem anderen Verein kam für ihn nie in Frage. Die Liebe zum Motoball hat der gelernte Kfz-Mechaniker unter anderem seinem Vater zu verdanken, der früher selbst einmal die Stiefel für den "Puma" schnürte. Hauptverantwortlich dafür, dass Frank Schmitt zu einem der erfolgreichsten deutschen Motoballer aller Zeiten avancierte, ist jedoch ein Freund aus Teenagertagen, der ihm einst in der Disco das Spiel mit dem übergroßen Fußball schmackhaft machte.
08.08.2001 -
Erika Rödiger-Diruf wurde 1944 in Schwerin geboren. 1949, zwei Jahre nach dem Tod ihres Vaters, siedelte sie mit Mutter und Bruder nach Kassel über. Dort bekam sie auf der Dokumenta I (1955) die ersten bleibenden Kunsteindrücke. Sie machte 1964 ihr Abitur am Realgymnasium für Mädchen in Kassel. Das Studium der Kunstgeschichte, der Archäologie und Philosophie brachte sie nach München, Freiburg und Würzburg. Ein Stipendium der Fritz-Thyssen-Stiftung führte sie 1971 nach England. Ihre Dissertation schrieb Rödiger-Diruf über den Münchner Landschaftsmaler Carl Rottmann (1797-1850) und beendete sie 1974 - wie ihre erste Ehe mit Hansjürgen Bierhaus. Nach der Promotion veröffentlichte Rödiger-Diruf 1978 eine Rottmann-Monographie.
28.08.2001 -
Die Pianistin Fany Solter wurde 1944 als Kind russisch-jüdischer Eltern in Brasilien geboren. Nach dem Studium der Musik in Rio de Janeiro und an der Freiburger Musikhochschule wurde sie Preisträgerin verschiedener nationaler und internationaler Musikwettbewerbe. Seitdem führt sie eine rege Konzerttätigkeit mit Kammermusik und Orchesterkonzerten. Von '72 bis '76 war sie Dozentin an der Staatlichen Hochschule für Musik in Freiburg. Dann wurde sie als Professorin für Klavier und Klavierkammermusik an die Staatliche Hochschule für Musik Karlsruhe berufen, deren Leitung sie als Rektorin seit '84 innehat.
16.08.2007 -
"Ein Konflikt ist normal, aber es gibt mehrere Optionen ihn aufzulösen. Sie haben die Möglichkeit, andere Wege zu beschreiten. Wege, die nicht gut oder schlecht sind, sondern für Sie machbar und stimmig" - Diese Zeilen aus einem Flyer, der auf Mediation als eine der drei Serviceleistungen von Manuela Schwab aufmerksam macht, lassen auf den ersten Blick nicht vermuten, welchen außergewöhnlichen Beruf das am 2. April 1965 in Kaiserslautern geborene Einzelkind ausübt.
20.12.2006 -
"Mit Recht. Karlsruhe". Das Motto der Karlsruher Bewerbung um den Titel Kulturhauptstadt in Europa 2010 enthält viele Möglichkeiten der Bedeutung, die hier nicht ausgeführt werden - Berlin hat sich für Essen entschieden. Auf jeden Fall bildet der Slogan eine Brücke zwischen Recht und Kultur. Damit passt er haargenau zu dem Menschen Dr. Günther Nonnenmacher. Der 58-jährige Mitherausgeber der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" geht zeitlebens auf dieser Brücke, betritt dabei beide Seiten des Ufers.
06.04.2001 -
Michael Obert wurde 1953 als Jüngstes von vier Kindern in Karlsruhe geboren. Nach dem Besuch der Tullaschule wechselte er an das Kantgymnasium. Er absolvierte die Bundeswehr und studierte anschließend Jura in Mannheim. Obert beendete sein Studium `83 mit dem 1. Staatsexamen. Nach seinem Referendariat in Karlsruhe und Pforzheim erlang er das 2. Staatsexamen. Seit `87 ist der Jurist bei der Landesversicherungsanstalt Baden-Württemberg und arbeitet dort als Referatsleiter.
11.05.2007 -
"Ich bin ein Karlsruher Mädle, aber so beliebt bin ich hier nicht", sagt die Frohnatur. Wenn man der sympathischen Judith Rimmelspacher gegenübersitzt, ist das schwer nachvollziehbar. Und die Gedichte und Geschichten der Mundartdichterin und Kinderbuchautorin scheinen alles andere als unbeliebt zu sein, immerhin hat sie 1991 den nordbadischen Mundartwettbewerb gewonnen, hatte Lesungen im Rundfunk und einen Auftritt in der Fernsehsendung des damaligen Süddeutschen Rundfunk ("Halb Neun"). Mit ihren Büchern hat sie weit über den badischen Raum hinaus die Herzen kleiner und großer Bücherfreunde erobert. Und auch mangelndes soziales Engagement kann man der Menschenfreundin nicht vorwerfen. Ihre Lesungen macht Judith Rimmelspacher oft zugunsten der Kindergruppe Regenbogen, eine Gruppe für Kinder aus suchtkranken Familien des Diakonischen Werkes Karlsruhe, die sie mitgegründet hat. Von jedem verkauften Pinkety-Buch geht bei Lesungen ein Euro an die Kindergruppe Regenbogen. Aber der Reihe nach:
28.06.2007 -
Vielleicht hat ihm jemand am 19. Januar 1976 ein Skateboard in die Wiege gelegt. Oder sein Bett im Neugeborenen-Zimmer des Karlsruher Städtischen Klinikums hatte Rollen an den Füßen. Denn das Brett mit zwei Achsen und vier Rollen nimmt im bisherigen Leben von Andreas Preißler einen großen Platz ein - und konsequenterweise ist das der berühmte Gegenstand, auf den er im Leben nicht verzichten würde. "Ich bin durch meinen Bruder zum Skateboard gekommen. 'Half Pipe-Fahren' kann ich nicht, aber die Tricks, die die drauf haben, können 80 Prozent der Skater nicht. Heute fahre ich sowieso nicht mehr so oft Skateboard", gibt der 31-Jährige zu. Wann auch? Als einer der Organisatoren des Karlsruher "Fest Cup" - zusammen mit seinem Partner Dirk Schneider (unter anderem zuständig für Technik, Logistik und Beschallung) - hat er derzeit genügend um die Ohren. Aber alles der Reihe nach.
29.11.2006 -
"Durch das Medikament 'Contergan' kam ich behindert zur Welt. Beide Arme und Beine sind aufgrund des Wirkstoffes 'Thalidomid', welches in diesem Medikament enthalten war, nicht voll ausgewachsen und sind deshalb extrem verkürzt, so dass ich mich nur in einem Rollstuhl fortbewegen kann", erzählt Stefanie Ritzmann, Vorsitzende des Behindertenbeirats der Stadt Karlsruhe. Ihre Kindheit war nicht einfach, mit drei Tagen kam sie in ein Säuglingsheim und so war auch der weitere Weg vorher bestimmt.
17.01.2007 -
"Meine Leidenschaft war mein Verhängnis. Die Schule hat schon darunter gelitten", grinst der 21-Jährige. Es sei schwierig gewesen, Schule und Musik zu kombinieren, aber er bereue nichts, weil er dadurch seinen Beruf gefunden habe. "Nun fühle ich mich mir und meiner Zeit gegenüber verpflichtet, das auszuüben, was ich machen will", sagt der Jung-Musiker entschlossen.
27.09.2001 -
Wer den Namen Doris Stüben liest, assoziiert damit neben dem Dekanat der Fakultät für Bio- und Geowissenschaften an der Universität Karlsruhe (TH) auch Schlagwörter wie Umweltgeochemie oder etwa Meeresforschung. Die Weichen dorthin wurden schon vor annähernd 30 Jahren gestellt: Mit dem Erreichen der Hochschulreife 1974 begann Doris Stüben eine Ausbildung als medizinisch-technische Assistentin. Zwei Jahre später schrieb sie sich an der Universität in Göttingen in Geologie ein und verfasste nach zehn Semestern ihre Diplomarbeit im Bereich der Hydrochemie und Paläolimnologie.
22.02.2007 -
Die Augen leuchten, wenn er von ihnen spricht: "Drachen sind Bilder für den Himmel", schwärmt Horst Pusch. Mit acht Jahren bekommt er von seinem Vater gezeigt, wie man einen Drachen baut - seitdem ist er "vom Drachenvirus infiziert". In der Kindheit konstruiert er mehr oder weniger nur einen Drachen pro Saison und für den Schwanz eines viereckigen Drachens recycelt er dabei schon mal die zerrissenen Nylonstrümpfe der Mutter, lacht Horst Pusch. Gepuscht durch das Aufkommen der Lenkdrachen produziert der Drachenbauer seit Ende der 80-er Jahre etliche Flieger in unterschiedlichen Formen, Farben und Größen. Über hundert Exemplare hat der 56-Jährige bis heute angefertigt.
18.05.2005 -
Als Elfjähriger wollte Kai Steller es Michael Schumacher nachmachen. Steller wollte wie der Formel 1-Weltmeister über die Piste rasen und stieg 1993 beim Motorsportclub (MSC) Weingarten in den Jugenkartsport ein. Ab diesem Datum hat den gebürtigen Weingartener das "Rennfieber" gepackt. Bis 2000 nahm Steller an über 70 Kartrennen teil und erreichte dabei 20 Top-Fünf- und über 40 Top-Zehn-Platzierungen. Durch seinen 18. Geburtstag war aber dann erst einmal Schluss mit dem Kartrennsport und der am 7. Dezember 1982 geborene Steller suchte nach einer neuen Herausforderung.