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18.07.2002 -
Auch in Zeiten der weltweiten Netze und digitalen Informations-Highways ist die Faszination Buch nach wie vor ungebrochen. In der Fächerstadt sorgt unter anderem Stadtbibliothek dafür, dass die Karlsruher zu ihrem Recht auf Wissen und Bildung kommen. Seit drei Jahren leitet Andrea Krieg die im Ständehaus beheimatete Einrichtung. "Nach dem Abitur war ich zunächst unentschlossen, was ich tun sollte", berichtet sie heute. Sie entschied sich schließlich für ein Studium an der damaligen Fachhochschule für Bibliothekswesen in Stuttgart. Es folgte ein freiwilliges soziales Jahr in einer christlich orientierten Tagungsstätte mit dazugehöriger Wohngemeinschaft, bevor Andrea Krieg das Schicksal vieler Akademiker ereilte: "Trotz zahlreicher Bewerbungen bekam ich keine feste Stelle." Der vermeintliche Traumjob ließ auf sich warten - vorerst.
23.01.2001 -
Das Amt des Ersten Bürgermeisters besetzt in Karlsruhe derzeit ein ehemaliger Olympiateilnehmer. Die sportliche Karriere von Siegfried König begann mit seinen mehrfachen Erfolgen als Badischer Meister im 100-, 200- und 400-Meterlauf. Siege wie der deutsche Meisterschaftstitel im 400-Meterlauf 1966 und 1968, die Entausscheidungsteilnahme bei der Europameisterschaft in Budapest 1966 und schließlich der Europarekord im viermal 200-Meter sicherten ihm die Teilnahme an den Olympischen Spielen in Mexiko 1968. Nach seiner aktiven Karriere im Sport war er zwischen 1969 und 1986 Landestrainer im 400-Meter und macht sich bis zum heutigen Tag in der Organisation von Sportveranstaltungen stark. Dazu die Gala des Sports und die Badische Meile und neben den Schülerleichtathletikmeisterschaften seit 1984 auch das Internationale Leichtathletik-Hallen-Meeting und seit 1985 die Deutschen Leichtathletik-Hallenmeisterschaften. Seit 1990 ist König Organisator der Knochenmarkspenderdatei "Sportler helfen Leben retten".
08.06.2007 -
Als sie mit dem Reisekoffer, einem Modell, das (von ihr) auf Rollen gezogen wird, zum vereinbarten Treffpunkt erscheint, sieht Conny Mayer-Bonde aus, als ob sie aus Kapstadt oder Berlin anreise. Beides würde nicht verwundern, war sie doch Entwicklungshelferin bei "Catholic Welfare And Development" in Südafrika und Mitglied des deutschen Bundestags. Zumindest scheint sie ihren halben Hausrat mit sich herumzuschleppen?
20.10.2004 -
Tatsächlich gibt es in der Fächerstadt Filmemacher. Oliver Langewitz ist einer davon. Der Gesellschafter des hiesigen Filmlabels Bohemia Filmkunst ist ein gebürtiger Karlsruher des Jahrgangs 1976. Als langjähriger Vorstand der Filmwerkstatt Karlsruhe war er von Anfang an Mitorganisator des Filmfestivals "Independent Days", das 2005 bereits in die siebte Runde geht. Außerdem arbeitet er in seiner zweiten Profession als Soziologe am Institut für Soziologie der Universität Karlsruhe, an welchem er derzeit eine bundesweite Umfrage zur Filmgesellschaft durchführt.
24.07.2002 -
Karlsruhe einmal aus dem Blickwinkel der Kinder erleben. Die Idee zu ihrem Kinderbuch "Mit Charly durch Karlsruhe" kam Anja Lang vor drei Jahren. Ein Freund aus St. Gallen brachte mit einem ähnlichen Projekt den Stein ins Rollen. Die 34-jährige Karlsruherin will Kindern ein Bewusstsein für die Geschichte ihrer Stadt vermitteln. Zusammen mit Charly, dem Protagonisten des Kinder-Stadtführers, können die Kleinen in Karlsruhe auf Entdeckungstour gehen und Wissenswertes über die Stadtgeschichte erfahren. Vom Seifenkistenrennen auf dem Turmberg bis hin zum KSC-Spiel im Wildpark-Stadion hat Charly viele Anregungen für die kindgerechte Freizeitgestaltung in der Fächerstadt parat.
26.03.2002 -
"Es hat mich noch nie sonderlich gereizt, Bestehendes fortzuführen. Etwas Neues zu gestalten - das ist mein Ding", so beschreibt sich die Fraktionsgeschäftsführerin der FDP/Aufbruch für Karlsruhe-Fraktion, Barbara Kofler. Die gelernte Erzieherin arbeitete bislang in verschiedenen sozialpädagogischen Bereichen, immer getreu ihrem kreativen Lebensmotto. Beispielsweise war sie maßgeblich am Aufbau eines Internats für Behinderte oder der Errichtung einer Ausbildungsstätte für Sonderschüler beteiligt. Geboren in Heidelberg und aufgewachsen in Mannheim wies ihr erst die Liebe 1969 den Weg in die Fächerstadt. Ihre parteipolitische Karriere begann nur wenig später: "Ich kam recht bald zu der Erkenntnis, dass man alleine nichts bewegen kann", erzählt Barbara Kofler heute im Blick zurück auf das Jahr '75 und ihren Eintritt in die FDP. Im Gemeinderat der Stadt Karlsruhe ist die Liberale seit '81 durchgehend vertreten.
23.01.2002 -
Achtzehn Jahre ist es nun bereits her, dass Bruno Labbadia für Darmstadt 98 sein erstes Profispiel bestritten hat. Zwar ging die Partie gegen die Stuttgarter Kickers mit 4:1 verloren, aber immerhin durfte der eingewechselte Labbadia mit 18 Jahren sein erstes Tor im Profifußball feiern. 1987 verließ er seinen Heimatclub, um sich für zwei Jahre dem Hamburger SV anzuschließen. Beim 1.FC Kaiserslautern verlebte der Vollblutstürmer zwischen *'89 und '91 seine erfolgreichste Zeit - zumindest was die Anzahl der Titel angeht: '90 stemmte er in Berlin den DFB-Pokal und wurde im Jahr darauf mit den Roten Teufeln sogar Deutscher Meister.
21.05.2002 -
Markus Kalkbrenner wäre sicherlich ein Traum-Kandidat für Robert Lembkes heiteres Beruferaten "Was bin ich" gewesen. Bis das Rateteam den Berufsstand des Maskottchen Designers enttarnt hätte, wären wohl einige Fünfer ins legendäre Schweinderl geplumpst. Und zu einer solch außergewöhnlichen Tätigkeit gehört eben auch eine außergewöhnliche Geschichte. Alles begann im Jahr 1999 mit einem Studien-Aufenthalt in Sydney. "Als das Geld knapp wurde, traf ich eines Abends an der Theke einen australischen Maskottchen-Schneider. Wir kamen ins Gespräch und er verhalf mir zu einem Job als Darsteller", berichtet Kalkbrenner von einem Treffen mit Folgen. Ob Kindergeburtstag oder Rugby-Spiel, Markus Kalkbrenner schlüpfte fortan regelmäßig in seine zweite Haut - und fand alsbald gefallen daran. Schon kurz nach seiner Rückkehr entschloss er sich dazu, neben dem Studium ein zweites Standbein zu errichten und ins Metier der Maskottchen-Designer einzusteigen.
05.03.2002 -
In Sinzig am Rhein geboren, machte Bettina Kerth 1983 im Alter von 20 Jahren erste Bühnengehversuche als Statistin am Koblenzer Stadttheater und versuchte sich dort später auch als Schauspielerin. Nach dem Abitur absolvierte sie auf den Rat ihrer Eltern hin, doch einen "vernünftigen Beruf" zu erlernen, in Köln ein Musik- und Sportstudium und besuchte im Anschluss die Musikhochschule in Karlsruhe. '94 schloss sie dort ihr Gesangs- und Opernschulstudium erfolgreich ab. Heute ist sie als freischaffende Opernsängerin, Gesangspädagogin sowie Kulturmanagerin tätig. Im vergangenen Jahr gründete Bettina Kerth das Stimmforum, ein Zusammenschluss von Künstlern aus der Region Karlsruhe, die es sich zum Ziel gesetzt haben, auch über die Grenzen der Fächerstadt hinaus, neue kulturelle Akzente zu setzen.
08.05.2002 -
Wer rastet der rostet - zugegeben keine allzu neue Erkenntnis. Allerdings will auch der beste Vorsatz erst einmal in die Tat umgesetzt sein. Für Lothar Knörzer, einst Staffelläufer bei den Olympischen Spielen 1956 in Melbourne, ist diese Volksweisheit schon lange Lebensmotto. Noch heute treibt der einstige Leichtathlet regelmäßig Sport, sei es Fußball, Tennis, Wandern oder Radfahren. "Außerdem lege ich jedes Jahr das Deutsche Sportzeichen ab. 2001 bereits zum 30. Mal in Folge", berichtet der Olympionike nicht ohne Stolz. Am 4. August feiert der badische Dauer-Läufer seinen 69. Geburtstag.
09.01.2002 -
Doris Lott wurde am 4. April 1940 als viertes Kind ihrer Eltern in Karlsruhe geboren. Auch nach dem Deutsch- und Französisch-Studium an der Pädagogischen Hochschule blieb sie der Fächerstadt treu und wurde im Anschluss Lehrerin an der Drais-Realschule. Bis heute ist sie dort im Amt und hat sich außerdem als Buchautorin und Journalistin einen Namen gemacht. "Wenn andere ausgingen, las ich Zeitung und schrieb bereits mit 21 Jahren Artikel und schulpolitische Glossen für die Badischen Neuesten Nachrichten", erzählt Doris Lott heute stolz. Frankreich bezeichnet die Schriftstellerin als ihre "erste große Liebe", dicht gefolgt von Ehemann und Mundartautor Bernhard Heinrich Lott, ihren beiden Kindern Daniel und Sibylle - und nicht zuletzt der Fächerstadt.
11.11.2003 -
"Die Stadt Karlsruhe ist eigentlich keine Fächerstadt", kommentiert Professor Dr. Jan Knopf. Was sonst? Es sei ein absolutistisches Gebilde, ganz nach den Vorbildern der Sonnenkönige. Dennoch fühlt sich der Leiter der Arbeitsstelle Bertolt-Brecht in Karlsruhe beheimatet. Gerade ist das Brecht-Handbuch in fünf Bänden erschienen, editiert von Jan Knopf. Mit diesem Werk, an dem die Forschungsstelle Bertolt- Brecht drei Jahre gearbeitet hat, ist es endlich gelungen, ein benutzerfreundliches, leicht überschaubares Nachschlagewerk zu erstellen. Das Brecht-Handbuch ist eine Einführung in das Gesamtwerk Bertolt Brechts, auf dem aktuellen Forschungsstand.
03.05.2002 -
Er ist ein waschechter Karlsruher. Werner Kiener, 1946 in der Fächerstadt geboren und groß geworden, ist bereits seit 37 Jahren in städtischen Diensten. Zwischen `70 und '86 war der Diplomverwaltungswirt Referent des damaligen Karlsruher Oberbürgermeisters Otto Dullenkopf und während dieser Zeit auch acht Jahre Vorsitzender des Personalrates im Hauptamt der Stadt. Seit '86 leitet Werner Kiener die Volkshochschule (VHS) Karlsruhe. Über die Jahre hatte er maßgeblichen Anteil am Ausbau der kommunal getragenen Weiterbildungseinrichtung in der westlichen City, unter deren Dach sich heute neben Abendrealschule- und gymnasium auch die Jugendkunstschule (JUKS) befindet.
02.01.2002 -
Am 10. Februar 1954 in Frankfurt am Main geboren, zog Hans-Gerd Köhler mit seiner Familie schon im zarten Alter von vier Jahren ins Badische. In Offenburg verbrachte er seine Kindheit und engagierte sich schon früh als Gruppenleiter in der kirchlichen Jugendarbeit. Nach einem nach eigener Aussage "heftigen" Schülerdasein am dortigen Schiller-Gymnasium und einem Zwischenspiel bei der Bundeswehr in Koblenz verlegte Köhler sein Domizil nach Freiburg. Hier studierte er von '76 bis '80 an der katholischen Fachhochschule und beendete das Studium als diplomierter Sozialpädagoge. Während dieser Zeit engagierte sich Köhler weiterhin in der kirchlichen Jugendarbeit auf Dekanats- und Bundesebene. Anfang '79 heiratete er dann seine Frau Uschi. "Ich hab' es bis heute nicht bereut", so Köhler.
22.08.2001 -
Stephan T. Kiessig wurde 1958 in Jena geboren. Das Abitur schloss er mit "sehr gut" ab, was ihm die besten Vorraussetzung für das Studium der Humanmedizin gab. Schon während des Wehrdienstes bei der Marine absolvierte er ein vorklinisches Praktikum. Die Studienzeit von '78 bis '82 verbrachte er in Leipzig und Berlin und erhielt auch für die Diplomarbeit ein "sehr gut". Bis '85 war Kiessig neben der Pflichtassistenz in einem Krankenhaus mit der Erarbeitung seiner Dissertation beschäftigt, die er mit "summa cum laude" abschloss.
28.11.2001 -
Das Jahr 1994 sollte für das Karlsruher Nachtleben ein nachhaltiges werden. Der Diplomarchitekt Edouard Malagon beschließt, die französische Metropole hinter sich zu lassen und seine Zelte in der Fächerstadt aufzuschlagen. Nachdem er vier Jahre in einem badischen Architekturbüro beschäftigt gewesen war, entschied er sich dafür, das Häuslebauen an den Nagel zu hängen. Zusammen mit dem ebenfalls der Architektur überdrüssigen Christian Pulkert entwickelte er die Vision, ein Weinlokal im Rotlichtviertel von Karlsruhe zu etablieren.
29.05.2002 -
Er wünscht sich eine Kirche, wo man hingeht, um zu sehen, wo wir hinkämen. Hans-Peter Karl, Sohn eines im Krieg gefallenen Maurers, hat sich schon in jungen Jahren auf den Weg gemacht. In seinem Heimatort Müllheim engagierte er sich in der Evangelischen Jugendarbeit, war Mitglied im evangelischen Laienspielkreis und sang im Kirchenchor. Nach seiner Lehre zum Industriekaufmann holte Hans-Peter Karl 1967 sein Abitur am Wirtschaftsgymnasium in Freiburg nach. Damit war ihm der Weg zum Studium geebnet.
22.01.2003 -
Falk Welker, Jahrgang 1970, ist Dienstältester der Greenpeace-Gruppe Karlsruhe, einer von etwa 80 Ortsgruppen, die den globalen Umweltschutz auf lokaler Ebene umzusetzen versucht. Nach dem Abitur verbrachte Welker erst mal ein Jahr auf hoher See: Als Navigationsassistent gab er auf der Fregatte Rheinland-Pfalz den Kurs an. Zum Sommersemester '92 strandete der geborene Essener schließlich in Karlsruhe, um dort ein Kartographie-Studium an der Fachhochschule in Angriff zu nehmen. Neben dem Klimaschutz liegt dem engagierten Greenpeace-Aktivisten das Thema "Luftverschmutzung durch den motorisierten Individualverkehr" sehr am Herzen. Keine Frage, dass er als Mitbegründer der Bürgerinitiative "Wirbel" (Weniger Autos - besser leben) der Nordtangente mehr als kritisch gegenüber steht.