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13.12.2006 03:00
 
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Bert E. A. Klag: Künstler [0]

Bert Klag
Bild:ka-news

Bert Klag
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(mwz) - "Ich war ein schöpferisches Kind. Ich habe immer Lehm in den Händen gehabt, wollte Gestalten machen und verwandeln." Bert E. A. Klag ist davon überzeugt, dass er mit seiner "weittragenden Stimme" auch ein "teuflisch guter Anwalt" geworden wäre, aber er wollte nie etwas anderes als Künstler werden. Er sei nun mal ein "Zwangstäter", der immer "plastizieren, kritzeln, malen, zeichnen" muss.
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1935 in Pforzheim geboren, geht Klag ab 1955 dort für zweieinhalb Jahre an die Kunst- und Werkschule und istMeisterschüler von Professor Curt Rothe. Er studiert an der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste in Stuttgart, in Kassel an der Staatlichen Werkakademie und lebt eineinhalb Jahre in Kalifornien. Nach seiner Rückkehr nach Deutschland ist Klag als Art-Director für diverse Agenturen tätig und wird 1967 mit dem großen Preis des Art-Director-Club New York ausgezeichnet.

Mehrjährige Studienreisen führen ihn unter anderem nach Argentinien, Bali, Brasilien, Chile, China, Indien, Mexiko, Russland, Singapur, Thailand, in die Türkei und die USA. Klag lebt eine Weile mit Nomaden zusammen. Das Leben in Zelten, in der Wüste beschäftigt ihn, und er überträgt das Grundprinzip eines Zeltes auf den Menschen: Dabei sei sein Rückgrat das Gestänge des Zeltes, seine Haut das Tuch, die Zelthülle und seine Muskeln die Spannteile.

1976 findet seine Atelierausstellung "Ein Jahresschaffen" in Marbach statt. Das ist zugleich der Beginn der Ausstellungstätigkeit als freier Künstler. Von seiner langen Liste von mehr als 20 Ausstellungen und Performances seien hier nur "Der schöne Krieg" von 1994 oder "Tango Porteño" aus dem Jahre 1998 genannt. "Bei dieser Aktion haben sich fremde Leute umarmt, das sind Glücksmomente", schwärmt der Künstler von seinem Beruf. Er sei glücklich und erfolgreich: "Erfolg ist, wenn man andere Menschen in seine Überlegungen miteinbezieht und sie das fühlen."

Beschreiben Sie sich mit drei Worten:
Zu lang, zu schwer, zu laut.

Was ist Ihre größte Stärke?
Meine Beweglichkeit im Denken.

Was ist Ihre größte Schwäche?
Mein unauslöschlicher Glaube an das Gute im Menschen.

Was war als Kind oder Jugendlicher Ihr Traumberuf? Haben Sie damals jemals daran gedacht, das zu werden, was Sie heute sind?
Ich habe ununterbrochen daran gedacht ein Dingemacher zu sein.

Was würden Sie im Leben gerne noch erreichen?
Die große Stille inneren Friedens.

Was nervt Ihre/n Partner/in am meisten an Ihnen?
Siehe Frage eins.

Auf welchen Gegenstand möchten Sie im Leben nicht verzichten?
Auf meine eiserne Teekanne, weil sie imprägniert ist von der Patina vieler gemeinsamer Reisen.

Wen würden Sie gerne auf den Mond schießen?
Niemanden. Ich würde nur eine gewissen Anzahl von Politikern in den Fudjiyama-Krater werfen.

Welcher Mensch beeindruckt Sie?
Mahatma Gandhi, weil er durch Konsequenz des Geistes fast das Undenkbare geschafft hat.

Welche Musik (Interpret und Titel) und welcher Film haben Sie am meisten beeindruckt?
Die Cello-Suiten von Johann Sebastian Bach mit Altmeister Pablo Casals und der Film "Alexis Sorbas".

Welches Buch haben Sie als letztes gelesen?
"Heilige Orte schaffen mit Feng Shui"

Sie werden als Tier geboren. Als welches?
Kolkrabe.

Sie tauschen einen Tag mit einer Person des anderen Geschlechts - wer wäre das?
Charlotte Knobloch wegen ihrer Courage.

Was finden Sie an Karlsruhe reizvoll?
Seine Nahverkehrsvernetzung. Seine gute Anbindung an Bahn und Autobahn (Flucht jederzeit möglich).

Was würden Sie an Karlsruhe ändern, wenn Sie Oberbürgermeister/in wären?
Den Wahlmodus zum Oberbürgermeister.

Welches sind die markantesten Karlsruher / deutschen Köpfe?
Ich kenne nur einen.

Sie leben in einem anderen Land. Welcher Grund könnte Sie dazu bewegen beziehungsweise davon abhalten, nach Deutschland einzuwandern?
Die Schlagzeilen der Tagespresse könnten mich davon abhalten, nach Deutschland einzuwandern.

Es geht um das Glück der Republik. Welche Person, Gruppierung oder Idee sollte mehr Einfluss gewinnen?
Keine Einzelperson, sondern die Gesamtheit der Vitalsten und Phantasievollsten - die Kinder.

Wie und wo möchten Sie sterben?
Wenn es denn absolut sein muss - allein - unter einem Dach.

Kommen Sie in den Himmel oder in die Hölle?
Diese Frage kommt zu spät. Wir leben im 21. Jahrhundert. Ich werde in einen unendlichen Raum entlassen, ohne Lärm, ohne Beamten.

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