Profile A-F
24.12.2007 -
Er hat vermutlich den kältesten Arbeitsplatz der Welt: den Nordpol. Einmal im Jahr lässt er sich von dort aus von seinen Rentieren quer um den Globus ziehen. "Das hört sich gemütlicher an als es ist", stöhnt der Weihnachtsmann, der nach einem Bandscheibenvorfall zunehmend auf die Hilfe seiner Mitarbeiter, der Elfen, angewiesen ist. Sein (Über-)Gewicht ist einer Verbesserung der Situation nicht zuträglich. Das weiß er selbst: "Ich weiß, ich müsste dringend abnehmen, aber ich bin während der Arbeit stets von Süßigkeiten umgeben. Früher war das anders. Da gab's nur Mandarinen und Nüsse."
08.06.2006 - Karlsruhe
"Ich bin stolz auf meine Heimatstadt Karlsruhe. Darauf, dass ich ihr dienen kann." Für seine Stadt ist er jetzt seit insgesamt acht Jahren als Oberbürgermeister in Amt und Würden und will auch weiterhin in diesem Job für die Fächerstadt arbeiten. Heinz Fenrich liebt die Vielfältigkeit an seiner Arbeit, aber auch den Kontakt mit Menschen. Vor allem hört er gerne zu und bezieht dadurch seine Ideen für seine politische Arbeit.
02.05.2001 -
Für den gebürtigen Berliner ist Politik im Zeichen der Menschlichkeit im kleinen wie im großen der Lebensinhalt. Vielleicht hatte der Umzug seiner Eltern in die Nähe der Residenz des Rechts Einfluss auf die Berufswahl des diplomierten Verwaltungswissenschaftlers Jörg Biermann. Der klassische Schulweg führte ihn über die Grundschule in Bretten an das Melanchthon-Gymnasium, das er mit dem Abitur erfolgreich beendete. Das Studium der Rechts- und Verwaltungswissenschaften absolvierte er in Heidelberg und Konstanz.
05.12.2000 -
Der Rektor der Karlsruher Fachhochschule, Professor Dr.-Ing. Dr. h. c. mult. Werner Fischer, hat eine Akademiker-Karriere hinter sich, wie sie im Buche steht. Die Hochschule besuchte er sofort nach Abitur und Bundeswehr. Nach einer zügigen Promotion an der Universität Karlsruhe arbeitete sich der wissenschaftliche Assistent an der selben Uni bis zum Akademischen Rat hoch. Zu seinen beruflichen Leistungen gehören unter anderem die Zusammenarbeit mit dem Kernforschungszentrum in Jülich und mit dem deutsch-französischen Forschungsinstitut in St. Louis. 1970 wurde er an die Vorgängereinrichtung der Fachhochschule Karlsruhe berufen und nahm von dort aus die Leitung des Instituts für Technische Mechanik und Festigkeitslehre der Universität Karlsruhe wahr.
27.03.2001 -
"Museum soll Spaß machen", das ist das maßgebliche Ziel von Monika Braun, der Leiterin der Abteilung Museumspädagogik und Öffentlichkeitsarbeit am Staatlichen Naturkundemuseum Karlsruhe. Durch mehr interaktive Elemente in Dauerausstellungen will die 46-jährige Karlsruherin Erwachsenen und Kindern gleichermaßen den Museumsbesuch zum Erlebnis werden lassen.
28.08.2000 -
Wenn es in der Stadt Karlsruhe um europäische Angelegenheiten geht, hat sie meistens ihre Finger mit Spiel: Dr. Christine Dörner, seit Mai `99 Koordinatorin für Europaangelegenheiten der Stadt Karlsruhe. Sie vermittelt Wissen über die Tätigkeiten der Europäischen Union (EU), berät über Fördermöglichkeiten und arbeitet eng mit den entsprechenden Stellen in der Region, im Land und in Brüssel zusammen. Außerdem vertritt sie die Stadt Karlsruhe im Rat der Regionen und Gemeinden Europas.
11.04.2001 -
Ingrid Busch wurde 1943 in Schwenningen geboren. Nach einer Ausbildung zur Fremdsprachenkorrespondentin für Englisch, Französisch und Spanisch war sie in der Verwaltung unterschiedlicher Firmen tätig. Durch ihren Mann kam die damals 21-jährige nach Karlsruhe. 1970 zog sie mit ihm und ihren vier Kindern - zwei Töchtern und zwei Söhnen - nach Wolfartsweier.
17.08.2000 -
Der neue KSC-Präsident wurde am 12. September 1957 im bayrischen Amberg geboren. Nach seiner Ausbildung zum Steuerberater in Amberg wechselte er 1991 zu einer Steuerberatersozietät in Karlsruhe, 1993 gründete Detlef Dietrich gemeinsam mit seiner Frau eine eigene Steuerberatungsgesellschaft in Karlsruhe. Seit 1997 ist er zudem Mitglied des Prüfungsausschusses der Fachrichtung Steuern und Prüfungswesen. Zu seinen Hobby's zählt Golf spielen, Fußball und der KSC. Detlef Dietrich ist zudem Opern-Fan und liebt Wagner.
19.09.2000 -
Harald Denecken ist ein echter 68er. Anfangs noch auf der Straße politisch aktiv engagiert er sich nun seit über 30 Jahren in Karlsruhe im Bereich Jugend-, Sport- und Sozialpolitik. 1975 kam er über die Jusos erstmals in den Karlsruher Gemeinderat. Im Oktober 1999 wurde er für acht Jahre zum Bürgermeister für Jugend, Soziales, Sport, Ausgleichsamt, Ausländer- und Wohnungswesen gewählt. Zwischen diesen Stationen stehen fünf Jahre im Entwicklungsdienst in Peru, wo er für den Aufbau des Schulsports tätig war. Nach seiner Rückkehr engagierte er sich in seiner Freizeit als Vorsitzender des Stadtjugendausschusses e.V und im SPD-Ortsverein.
18.07.2007 -
Etwas Widersprüchliches ist in seinem Blick. Ruhig und gefasst einerseits, aufgewühlt und zerbrechlich andererseits, wirkt Daniel Bruns. Der Student war in den letzten Wochen aufgrund seiner Klage gegen Studiengebühren in örtlichen wie überregionalen Zeitungen öfters in den Schlagzeilen. Während des Gesprächs ist ihm von Zeit zu Zeit ein Lächeln zu entlocken.
08.11.2007 -
"Dolmetscher sind Besserwisser. Sie haben alles mal gehört." Arrogant ist der Absender dieser Worte allerdings nicht. Im Gegenteil: Bescheiden berichtet Andreas Berning von seinem Job als Sprachvermittler. Sprachen stellen nicht nur Barrieren dar, in ihnen drücken sich auch kulturelle Unterschiede aus. "Der Amerikaner sagt 'That's none of my business', der Deutsche 'Das ist nicht mein Bier', und ein Engländer sagt 'That's not my cup of tea', wenn etwas nicht sein Fall ist", verdeutlicht Andreas Berning, Diplom-Dolmetscher (Deutsch/Englisch aktiv, das heißt in beide Richtungen) und Mitglied des Internationalen Verbands der Konferenzdolmetscher (aiic), grinsend.
19.04.2007 -
Die nachfolgende Sendung ist für PC-Nutzer nicht geeignet und für jeden EDV-Sicherheitschef eines Unternehmens der schlimmste Horrorstreifen aller Zeiten: Ein Mitarbeiter klickt auf die elektronische Post eines scheinbaren Freundes oder Bekannten. Kurze Zeit später ist sein Computer tot, lebenswichtige Daten der gesamten Firma zerstört oder gestohlen und der wirtschaftliche Schaden groß.
31.01.2007 -
Sein Arbeitszimmer im dritten Stock des Blockes am Ettlinger Tor ist geöffnet, einzelne Wörter sind aufzuschnappen: "Bonn, Wuppertal, 'City-Arkaden'" diktiert er, hinter einem großen, aufgeräumten Schreibtisch sitzend, ins Telefon. Seit 15. Januar 2007 ist Alexander Balzer Manager des ECE-Centers, pardon, "Ettlinger Tor-Einkaufzentrums" und in dieser Funktion ein gefragter Mann in der Fächerstadt. "'ECE-Center' versuchen wir aus den Köpfen zu kriegen, das Einkaufszentrum heißt 'Ettlinger Tor'", korrigiert er zu Beginn des Gesprächs. Das Kürzel ECE steht für die Betreibergesellschaft, die zirka 80 Shopping-Center betreibt und in einem Jahr rund 10 Milliarden Euro Umsatz macht.
07.02.2007 -
Sie sind mit ihren bisherigen Leben unzufrieden. Die beiden Frauen treffen sich am 30. April 2001, morgens um drei Uhr bei strömenden Regen an den Fahrradständern vor dem Tollhaus in Karlsruhe, ziehen gleichzeitig die Regenhosen aus ihren Rucksäcken - und lachen. Sie kommen ins Gespräch: Die eine nennt ihren Künstlernamen, sie heiße Anda. Die andere lächelt. Sie habe auch einen Künstlernamen und der sei Ana. Sie tauschen ihre Adressen aus, einige Wochen später sind sie privat ein Paar - und seit Februar 2002 das Künstler-Duo Ana & Anda.
28.11.2007 -
Sandra Bullock muss in dem Actionstreifen "Speed" zusehen, wie sie einen gewöhnlichen Linienbus mit einer Geschwindigkeit von über 50 Meilen durch zum Teil dichten Verkehr lenkt. Jessica Förster manövriert einen ganz besonderen Bus über die verkehrsreichen Straßen Deutschlands. Sie ist Busfahrerin des Karlsruher SC. Als eine von nur drei Busfahrerinnen im deutschen Profifußball (Bayern München und Mainz 05 haben auch einen weiblichen Chauffeur) kutschierte die 23-Jährige die Beine der KSC-Kicker durch die halbe Republik.
18.10.2006 -
"An meinem Beruf gefällt mir, dass es zwei Sätze nicht gibt: Das haben wir schon immer so gemacht und das haben wir noch nie so gemacht", erzählt Gerald Böse, seit Februar 2006 neuer Geschäftsführer der Karlsruher Messe- und Kongress-GmbH (KMK). Messen und Veranstaltungen organisieren heißt für ihn, sein Team ähnlich wie beim Sport zu einem ganz bestimmten Zeitpunkt optimal vorbereitet an den Start gehen zu lassen.
21.03.2007 -
"Holunder, Litschi oder Ingwer-Orange?" Marc Bürkle ist ein großzügiger Gastgeber - und der Gast hat bei einem Besuch des 32-Jährigen bei dem Angebot an Bionade-Sorten die Qual der Wahl. "Ich freue mich über gute Filme. Gute Filme bieten eine Pointe oder zeigen etwas, das ich noch nicht gesehen habe", erzählt er. Die Rede ist nicht von Kinofilmen. Marc Bürkle spricht über durchschnittlich bis zu zehn Amateurvideos, die er, Jan Lind und Hannes Rapp täglich zugeschickt bekommen und sichten. Tendenz steigend. Die drei Freunde sind - neben ihrer hauptberuflichen Tätigkeit bei "DasDing", dem Jugendmediaprojekt des SWR - Betreiber von Citytube.de, einer Online-Plattform, bei der Internetnutzer seit 15. Dezember 2006 kostenlos eigene Videos ins Netz stellen, gezielt nach Filmen suchen und sie bewerten können. Knapp 400 Amateurstreifen und 500 User täglich tummeln sich auf ihrer Plattform.
30.01.2001 -
Seit November 2000 ist Christa Caspari Fraktionssprecherin der Grünen Gemeindefraktion Karlsruhe. Anfang der 70er-Jahre arbeitete sie als Mitglied des Selbstverwalteten Jugendzentrums und machte dort ihre ersten politischen Erfahrungen. Zeitweise gehörte sie dem Vorstand des Jugendzentrums an. Außerdem engagierte sie sich während dieser Zeit in einer Frauenhausinitiative und einer Friedensbewegung. 1980 trat Caspari in die Grüne Partei ein und war in verschiedenen Kreisvorständen tätig. Als Mitwirkende im Landesvorstand Baden-Württemberg und Länderrat der Grünen zeigte sie ihr Können. Stadträtin in Karlsruhe ist die Politikerin seit 1994.
09.01.2007 -
Ihre Schüler sind zum Großteil erwachsene Immigranten oder Studenten, die von den unterschiedlichsten Flecken der Erde kommen und in ihrem Haus Deutsch lernen: Afrikaner, Koreaner, Spanier, Türken, Irakis, Amerikaner, Bürger der ehemaligen Sowjetunion - die Liste ließe sich beliebig fortsetzen. "Es ist toll, zu sehen, wie alles funktioniert, wie sich alles entwickelt", freut sich das Organisationstalent über das gute Gedeihen ihrer Sprachschule.
09.08.2006 -
Das Licht der Welt erblickte Edwin Feser in einem sowjetischen Arbeitslager für Russlanddeutsche im russischen Ural in Korkino, 40 Kilometer von Tscheljabinsk. "Mein Vater musste dort seit 1942 - von meiner Mutter getrennt - in der Montage arbeiten. 1946 bekam meine Mutter die Erlaubnis zu meinem Vater zu ziehen und Folge dessen bin ich zur Welt gekommen", erzählt der Gorodki-Organisator schmunzelnd.