Mit seinen 29 Jahren ist Axel Bitzer der jüngste Vorsitzende in der Geschichte der Wirtschaftsjunioren Karlsruhe. Darauf bildet er sich aber nichts ein. "Ich finde nicht, dass das etwas Besonderes ist. Ich habe eben die Parameter erfüllt und ob ich dann 29 oder 35 bin, ist für die Ausführung der Aufgaben des Vorsitzenden unerheblich."
Horst Geppert alias der „Wurschtl“, bekannt durch seinen Bratwurststand gegenüber dem Ludwigsplatz, ist ein Perfektionist. Selbst seine Familie stellt der 70-Jährige hinten an, wenn es um seine Arbeit oder sein geliebtes Karlsruhe geht. „Irgendwann habe ich das Geschäft von meinen Eltern übernommen und dann geheiratet, das Jahr weiß ich nicht mehr“, bekennt der „Wurschtl“ offen. Genauso wenig wie mit Zahlen hat er es mit der Bürokratie: „Viele Formalitäten sind nicht notwendig“, bekräftigt er. Auch Verträge schließt der Geschäftsmann nur per Handschlag. „Ich habe mit allen Leuten einen normalen Kundenkontakt und sage auch dem Oberbürgermeister meine Meinung“, sagt ein Mann, der die Wirren des Krieges durchgestanden und seinen Optimismus trotzdem beibehalten hat.
"Meiner Meinung nach sollte man sein ganzes Leben lang lernen." Das könnte man als Motto der ambitionierten Weinakademikerin, die ihr Leben dem Wein verschrieben hat, bezeichnen. In ihrer Weinhandlung "Weinselektion Nauert" sind ihr die persönliche Beratung und der Kontakt zum Kunden besonders wichtig. Sie möchte für jeden Kunden den passenden Wein finden und steht dafür gern mit ihrer ganzen Erfahrung und ihrem Wissen zur Verfügung. Dass hier nicht nur eine Weinfachfrau vor einem steht, sondern jemand, der mit ganzem Herzen bei der Sache ist, wird einem klar, wenn man beobachtet wie ihre Augen zu leuchten beginnen, sobald sie den Blick liebevoll über ihre elegant eingerichteten Auslagen schweifen lässt und dabei von besonderen Anbaugebieten erzählt.
"Ich scheuche die Leute rum, ohne dass ich ihnen zu nahe treten will", grinst der Exil-Schwabe Oliver Bertz alias Karl-Eugen-Läberle. Bertz ist Künstler, Entertainer und ein "Blödmann für alle Fälle", wie er sich auf seiner Homepage selbst bezeichnet. Auf kleinen und großen Feiern mimt er den lustigen Kellner, auf Messen macht er auf übergroßen Stelzen Werbung für die dort vertretenen Firmen. Und während viele "Künstler sich nicht selbst organisieren können", verschickt er sein Programm innerhalb von 20 Minuten an interessierte Firmen und Privatpersonen, denn: "Man kommt nur weiter, wenn man sich selbst organisieren kann."
Wenn sich ein Verbrechen oder Unglücksfall im Stadt- und Landkreis ereignet oder es um die Interessen der hiesigen Polizei geht, gehört er und sein Team der Pressestelle zu den ersten Ansprechpartnern für Journalisten: Anton Gramlich, Pressesprecher beim Polizeipräsidium Karlsruhe. Seit 28 Jahren bildet er nun schon die Schnittstelle zwischen Medien und Ordnungshütern. Ende November tritt er seinen wohlverdienten Ruhestand an. "Es war eine spannende Zeit, die mich stark geprägt hat", erzählt er rückblickend.
Sie begegnete der bösen Hexe aus "Hänsel und Gretel" und kennt die Königin der Nacht ebenso wie die Meistersinger von Nürnberg: Alexia Basile ist Opernsängerin aus Leidenschaft. "Die Oper ist mein Leben", sagt sie, und das glaubt man sofort, wenn man sieht, wie ihre Augen bei diesen Worten strahlen und ein begeistertes Lächeln über ihr Gesicht huscht.
"Ich setz' mich zur Ruh' und schaff' was", sagt Marie Polzer, gelernte kaufmännische Angestellte und Inhaberin der "Tasse mit Pfiff" in der Waldhornstraße 31. Ganz pragmatisch ist der nächste Satz, der das Leben der am 28. April 1946 Geborenen auf den Punkt bringt: "Warum soll ich in Rente gehen? Ich habe kein Geld, als dass ich dies sowohl im Urlaub, als auch innerhalb der Rente ausgeben könnte." Und so ist die "Mutter Karlsruhes" von 5.30 Uhr bis abends gegen 21 Uhr auf den Beinen, um in ihrer rund 20 Quadratmeter großen Einraumküche zu backen und zu kochen, bis die ersten Gäste eintrudeln. Dabei hat der Gast die Wahl zwischen drei ständig wechselnden Suppen, dazu eine Scheibe Brot und ein herzliches Gespräch. Keine Frage: Wer statt einem fetten Burger eine Suppe aus frischen Zutaten in der Mittagspause bevorzugt, der ist hier richtig aufgehoben.
Im Jahr 2005 gab es größere Veränderungen bei der Karlsruher Privatbrauerei Hoepfner:
Dr. Friedrich Georg Hoepfner verkaufte zum 1. Januar 2005 seine Brauerei, die sich seit sechs Generationen im Besitz der Familie befand, an die Brau Holding International AG (BHI). Mit Matthias Schürer bekam Hoepfner im Jahr 2005 einen zweiten Geschäftsführer, bis Hoepfner schließlich im Oktober 2007 ausschied. Seitdem ist Schürer zusammen mit Heiner Müller für das Unternehmen zuständig.
Die Hauptschule steckt in der Krise: Einst als "Kaderschmiede für praktisch Begabte" gestartet, gilt sie heute als "Restschule", steht für Versagen, Gewalt und Perspektivlosigkeit. Dass das zumindest nicht immer der Wahrheit entspricht, beweist die Durlacher Pestalozzischule. Rektor Gerald Rieger hat mit seinem Kollegium und kaum zu zählenden Partnern aus der "Pesta" mit ihrer mangelnden Anerkennung in Durlach ein echtes Erfolgsmodell gemacht und dadurch bundesweit für Aufsehen gesorgt. Jetzt hieß es Abschied nehmen für den äußerst engagierten 64-Jährigen - der "Rektor der Menschlichkeit", wie ihn Bürgermeister Harald Denecken bewundernd nennt, ging Ende des Schuljahres in den mehr als verdienten Ruhestand.
Wer möchte nicht so manches Mal einen Blick in die Zukunft werfen und wissen, wie das Wetter wird? Einen ganz besonderen Draht zu Petrus hat wohl Ben Wettervogel. Der in Karlsruhe lebende Diplom-Meteorologe ist mittlerweile einer der Stars am medialen Wetterhimmel. Spätestens seit seinen früheren Auftritten bei SWR3 hat er sich einen Namen gemacht.
Wer kennt sie nicht, die dm-Filialen, die in Deutschland sowie Mittel- und Südeuropa zum Einkaufen einladen? An der Spitze der erfolgreichen Karlsruher Drogeriemarktkette stand im Mai ein entscheidender Wechsel an: Götz Werner, Firmengründer und Vorsitzender der Geschäftführung, zog sich aus dem operativen Geschäft zurück und wechselte in den Aufsichtsrat. Die Nachfolge trat sein bisheriger Stellvertreter Erich Harsch an, der nun über rund 27.000 Mitarbeiter und fast 2.000 Filialen gebietet. Als belastend empfindet der neue dm-Markt-Chef seine gewaltige Aufgabe und die großen Spuren des Vorgängers, die es zu füllen gilt, aber nicht. Er blicke mit einem "freudigen und erwartungsvollen Gefühl" auf die Dinge, die da kommen, erklärt er ganz entspannt.
Das habe es in Ettlingen seit Kriegsende noch nie gegeben, "eine Frau als Bürgermeisterin", meinte kurz nach der Wahl im Juli des Jahres 2003 ein älterer Mitbürger nach Verkündigung des vorläufigen amtlichen Endergebnisses. Ein anderer konnte es an diesem Abend lange nicht fassen: Dieser war früher selbst in Amt und Würden, lange Zeit Rathauschef in Ettlingen und schüttelte immer wieder den Kopf. Mit einem rot-gelb-grünen Bündnis zur Wahl, einer echten Ampelkoalition der Opposition im Ettlinger Gemeinderat, schaffte es Gabriele Büssemaker damals in nur wenigen Wochen, die Bürgerinnen und Bürger der Stadt am Rand des Albtals von ihrer Person zu überzeugen. Bei einer Wahlbeteiligung von rund 57 Prozent, mehr noch als bei der Wahl acht Jahre zuvor, erhielt sie 53,48 Prozent der Stimmen.
Er zählt schon fast zu einer besonderen Spezies im Profigeschäft. Mit verschränkten Armen und meist kritischem Blick dem Spielverlauf folgend - so kennen die Fans des Karlsruher SC "ihren" Cheftrainer Edmund Becker. Ähnlich wie Thomas Schaaf in Bremen drängt "Ede", wie er von Fans und Freunden genannt wird, dabei nicht ins Rampenlicht der Fußball-Bühne. Viel eher sieht er sich als Teamplayer, für den ein intaktes Umfeld im Verein Grundvorraussetzung für seine Arbeit ist. Diese Tatsache und sein zielgerichtetes Arbeiten sorgt nicht nur bei den KSC-Anhängern, sondern in ganz Deutschland für eine große Akzeptanz des gebürtigen Reichenbachers.
Wenn ein Mensch stirbt, ist das für die Hinterbliebenen nicht selten der schwerste Moment ihres Lebens. Zur Trauer über den Verlust können sich Verzweiflung und Resignation mischen, die hilflos, stumm, verschlossen und einsam machen. In dieser Situation hilft Barbara Kieferle-Stotz. Die Trauerbegleiterin am Hauptfriedhof Karlsruhe geht nun schon seit rund zehn Jahren ihrem Beruf nach, der von Außenstehenden oftmals als sehr belastend eingestuft wird. "Es ist keine leichte Arbeit", stimmt Kieferle-Stotz zu, "aber es gibt auch Dinge, über die man sich freuen kann. Zum Beispiel wenn die Menschen wieder Mut fassen."
Sie nennen ihn ehrfurchtsvoll den "Glockenpapst" oder liebevoll "Monsieur Bimbam". Der Karlsruher Kurt Kramer ist Glockensachverständiger und zählt weltweit zu den führenden Experten auf diesem Gebiet. Seit vielen Jahren setzt er sich international für die Bewahrung von Glocken als einem wichtigen Kulturgut ein und forscht weltweit nach künstlerischen Darstellungen der Klangkörper in der Bildenden und Gestaltenden Kunst, in der Musik und der Literatur. Von den Ehrentiteln, die ihm die Fachwelt und die Medien verpasst haben, gefällt Kramer die Bezeichnung "Monsieur Bimbam" besser als "Glockenpapst". Es gibt da nämlich einen Unterschied zwischen ihm und seinem heiligen Kollegen in Rom. "Ich bin fehlbar", gesteht er schmunzelnd ein.
Das Aufsteigen wie ein Vogel im Wind ist ihm nicht in die Wiege gelegt worden. Luftbilder des Karlsruher Fotografen Peter Sandbiller sind freilich ein besonderer Blickfang auf jeder Zeitungsseite. Seit Ende 2006 gibt es die besten Luftbilder des Bildkünstlers aus der Fächerstadt erstmals in einem prächtigen Farbbildband. Dem Buch „Flug über die Region Karlsruhe“ folgte bald der Band „Flug über die Kurpfalz“. Besondere „High-lights“ seiner Tätigkeit „über den Wolken“, so erzählt er in einem Redaktionsgespräch, waren Aufnahmen des schleswig-holsteinischen Wattenmeers. 2006 hat er zudem sämtliche WM-Fußball-Stadien in Deutschland fotografiert, 2007 war er bei den Eidgenossen im Nachbarland Schweiz in Sachen EM unterwegs.
"Und jedem Anfang wohnt ein Zauber inne", heißt es in Hermann Hesses Gedicht "Stufen". Ein (Neu-)Anfang ist für Susanne Asche die Rückkehr in die Fächerstadt: Noch vor fünf Jahren war sie hiesige Leiterin des Pfinzgaumuseums und stellvertretende Leiterin des Instituts für Stadtgeschichte. Dann brach sie ihre Zelte in Karlsruhe ab, um sich als Kulturfachbereichsleiterin in Offenburg auf das dortige Kulturleben zu konzentrieren. Nun ist sie wieder zurück und seit 1. Januar 2008 neue Karlsruher Kulturamtsleiterin. "Es geht mir auf ganz neue Art wunderbar gut. Nach Karlsruhe zu kommen ist wie nach Hause kommen und doch in die Fremde. Vieles ist mir hier ans Herz gewachsen, doch durch die neue Funktion erscheint mir alles in einem neuen Licht, aufregend und spannend", freut sich die sympathische Frau, die schneller spricht als Lucky Luke ziehen kann (und das kann er bekanntlich schneller als sein Schatten!).
„Reiten Sie auf der Glückswelle, setzen Sie Energien frei, finden Sie ihre innere Balance“. Das sind Sätze von Eva Balogh. Momente, Augenblicke, die uns im Inneren berühren, die ein Gefühl, vielleicht auch Erinnerungen an Selbsterfahrenes auslösen – festhalten und aufleben lassen – das ist die Intention Ihrer Malerei. Eva Balogh ist Kunstmalerin. Malen ist für sie „Lebensinhalt“, sagt sie: „Leidenschaft, Sinnlichkeit, Poesie und Ausdruck“ gleichermaßen.
"Mit viel Fantasie und Farbe sein Ding umsetzen" ist die Devise von Rudi Banghard, Karlsruher Ausnahmekünstler aus dem Karlsruher Ortsteil Neureut Kirchfeld. Und die Liste seiner kreativen Ausdrucksmöglichkeiten ist lang: angefangen von Werken der Bildhauerei aller Art über Illusionsmalerei, Dokumentar-und Zeichentrickfilme, Logos, Design,Fotografie, Gartengestaltung, Dekorationsbauten bis hin zur Musik, ein Hobby, dem er die nächsten 50 Jahre treu bleiben möchte. "Ich bin jetzt in der glücklichen Lage, pensioniert zu sein und zu tun, was mir Spaß macht - mit Freunden gemütlich in Kneipen sitzen und dem Klang meiner Gitarre nachspüren."
Einige Tausend Quietsche-Entchen gingen beim ersten "Karlsruher Entenrennen" im Rahmen des "Fests" an den Start, 10.000 Menschen wohnten dem Spektakel am Ufer der Alb bei. Und der Reinerlös der Rennenten von 15.000 Euro wurde später Michael Kolodzig überreicht. Er ist 1. Vorsitzende des Vereins Philipp & Freunde – SMA Deutschland, und kämpft für Kinder, die an "Spinaler Muskelatrophie" erkrankt sind - eine "Herzensangelegenheit" für ihn.
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