Umweltaktivisten schlagen zu
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Rheinstetten dab -
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Auf ka-news-Anfrage sagte ein Sprecher des baden-württembergischen Landwirtschaftsministeriums, dass im vorliegenden Fall "eine erhebliche Fläche" zerstört worden sei. Aus der Sicht des Ministeriums sei dies sehr bedauerlich, sollten die Versuche in Forchheim eben der Sicherheit für konventionell und ökologisch wirtschaftende Betriebe dienen. Dies sei nun leider nicht mehr möglich, so der Sprecher. Der Fall werde auf jeden Fall zur Anzeige gebracht, da es sich hierbei um Sachbeschädigung handle.
"Kein Kavaliersdelikt, sondern ein krimineller Akt"
Zwischenzeitlich haben sich die unbekannten Täter, die sich selbst "Vereinigung autonomer Bienen" nennen, mit einem Schreiben an die Presse zu der Sachbeschädigung bekannt. Darin heißt es, dass ein Genmaisfeld in Forchheim auf einer Fläche von über einem Hektar "befreit" worden sei. "Wenn wir sagen, 'Wir wollen keinen Genmais', stehen wir mit 90 Prozent der Bevölkerung nicht alleine da. Unser Nein spielt in diesem Staat jedoch bisher keine Rolle." Weiter heißt es in dem Schreiben der Genmaisgegner: "Wir garantieren schon jetzt eine vorzeitige Beendigung sämtlicher Versuche mit genmanipulierten Pflanzen, insbesondere Genmais, denn: Wir sind schon viele und wir werden immer mehr."
Die jüngste Zerstörungsaktion ist nicht der erste Fall dieser Art. Bereits vor knapp einem Jahr hatten Umweltaktivisten Teile eines Genmaisfelds der Landesanstalt für Pflanzenbau in Forchheim zerstört (ka-news berichtete). Landwirtschaftsminister Peter Hauk bezeichnete das Vorgehen der Genmaisgegner damals als einen kriminellen Akt von Zerstörung fremden Eigentums, der nicht toleriert werden könne (ka-news berichtete). Den Aktivisten sei "offensichtlich nicht an der Klärung offener Fragen gelegen, sondern an der Pflege der Unwissenheit der Bevölkerung und der Landwirtschaft". Nach Hauks Ansicht können nur wissenschaftlich exakt durchgeführte Versuche Fragen zur Koexistenz von konventionellem und ökologischem Anbau geben.
Zur Feststellung der Täter bittet die Kriminalpolizei Karlsruhe um Hinweise unter der rund um die Uhr erreichbaren Telefonnummer 0721/939-5555 oder dem vertraulichen Telefon unter 0721/939-6666.




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