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21.01.2008 16:30
 
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Protest gegen Landespläne [0]

Karlsruhe/Rheinstetten ps -
Trotz Priotests gehen die Genversuche in Rheinstetten weiter (Foto: ka-news)
In Rheinstetten sind 2008 wieder Versuche mit Genmais geplant. Das teilen die beiden Karlsruher Landtagsabgeordneten der Grünen, Dr. Gisela Splett und Renate Rastätter, mit. Seit wenigen Tagen würden die Anmeldungen im Standortregister des Bundesamtes für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit stehen. Auf den Flurstücken 2313/01 und 2313/15 seien demnach auf insgesamt 32.200 Quadratmetern erneut Genmais-Versuche mit der Monsanto-Sorte MON-810-6 vorgesehen.

Nach Angaben der Bürgerinitiative Genmais freies Rheinstetten handelt es sich bei dem einen Flurstück um die Ackerfläche der Landesanstalt für Pflanzenbau, auf der die Landesregierung auch in den vergangenen zwei Jahren ihren "Koexistenzversuch" durchgeführt hat (ka-news berichtete). Das zweite Flurstück sei eine Ackerfläche, die ebenfalls dem Land gehört. Das Feld befinde sich direkt gegenüber dem Gebäude der Landesanstalt, so die Bürgerinitiative.

Grüne fordern Verbot der Genmais-Sorte MON 810

Dr. Gisela Splett (Foto: pr)
Frankreich hat dem Schreiben der Bürgerinitiative zufolge die EU-Schutzklausel für den Anbau des Gentech-Mais MON 810 in Anspruch genommen. Der Wissenschaftsausschuss der Regierung habe am Mittwochabend Sicherheitsbedenken bezüglich des Anbaus geäußert. Auch in Griechenland, Ungarn, Österreich, Polen und der Schweiz sei der Anbau des MON 810 verboten. In Deutschland sei der Gentech-Mais der Firma Monsanto zwar umstritten, im Dezember habe Landwirtschaftsminister Horst Seehofer ein Vertriebsverbot für Deutschland jedoch aufgehoben. Der Gentech-Mais dürfe dieses Jahr hierzulande also wieder angebaut werden, obwohl es ernsthafte Bedenken gebe. So habe das Naturschutzamt den unzulänglichen Überwachungsplan Monsantos kritisiert, so die Anbaugegner.

Die beiden Karlsruher Grünen-Abgeordneten unterstreichen die Forderung ihrerLandtagsfraktion an Landwirtschaftsminister Hauk, dem Beispiel Frankreichs zu folgen und beim Bund ein Anbauverbot für diese Maissorte zu erwirken. Hierzulande würden die Versuche ungehemmt weitergehen, da das Unternehmen entsprechende Überwachungspläne beim Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit vorgelegt habe.

Renate Rastätter (Foto: pr)
"Diese lächerlichen Pläne sind völlig unzureichend, da die Landwirte, die Gen-Mais anbauen, vonMonsanto überwiegend nach ackerbaulichen Aspekten wie dem Wachstum der Pflanzen befragt werden, nicht aber nach Risiken", sagen Splett und Rastätter.Auswirkungen auf die Umwelt könnten so nicht erfasst werden. Die Grünen würden weiterhin Widerstand gegen den Anbau gentechnisch veränderter Pflanzen leistenund die Aufklärung der Öffentlichkeit über die Risiken verstärken. Neue Genmaissorten seien (bisher) nicht zugelassen worden. Die Grünen sind gegen den Anbau von Genmais da eine Koexistenz von Gentechnik und gentechnikfreien Zonen selbst bei großen Betrieben eine völlige Utopie seien.

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