Genmais-Gegner schlagen zu
[0]
Rheinstetten de/hok -
|
Das anonyme Bekennerschreiben der selbsternannten "Umweltschützer" liegt ka-news vor. Darin heißt es wörtlich: "Wir brauchen keine (Freiland-)Versuche mit genmanipulierten Pflanzen, weil wir keine genmanipulierten Pflanzen haben wollen. Wenn sie einmal in den Ökokreislauf gelangen, ist dieser Vorgang irreversibel. Dies ist umso fataler, weil die genauen Auswirkungen auf die Umwelt völlig unbekannt sind. Einziger Nutznießer der Verbreitung genmanipulierter Nahrungspflanzen sind Firmen wie Monsanto."
Bürgerinitiative äußert sich ablehnend zur Aktion
Von ka-news mit dem Bekennerschreiben konfrontiert, äußerte sich Julia Kühn, Erste Vorsitzende der Bürgerinitiative "Genmais freies Rheinstetten" überrascht und ablehnend zu der Aktion. Bei aller Ablehnung von Versuchen mit gentechnisch-veränderten Organismenmüssten die Eigentumsverhältnisse des Versuchsfeldes auf der Gemarkung Forchheim respektiert werden. "Auch, wenn radikale Aktionen manchmal verständlich scheinen, so müssen wir die rechtlichen Bedingungen in unserem Lande akzeptieren", so Kühn.
Die Initiative werde ihren Protest daher wie bisher auf politischer und symbolischer Ebene, beispielsweise mit Informationsveranstaltungen und Unterschriftenaktionen (ka-news berichtete) fortsetzen. Der Koexistenzversuch wurde nicht zuletzt auch auf Druck der Öffentlichkeit geändert; so wurden die Auskreuzungsdistanzen auf 350 Meter statt der ursprünglich geplanten 200 Meter erweitert.
Muss der Genmais-Test wiederholt werden?
|
Die Entscheidungskriterien hierfür seien nicht klar, räumt Schweiger ein: "80 Prozent der Befruchtung, dem wichtigsten Aspekt bei diesem Versuch, sind zwar bereits abgeschlossen, aber ob die Bundesforschungsanstalt darauf schaut, kann ich nicht sagen." So könnte es also sein, dass durch den Anschlag in der Nacht auf Montag der Versuch noch einen zweiten Akt bekommt. Verständnis für das Unbehagen mancher Genmais-Kritiker kann Schweiger schon lange nicht mehr aufbringen: "Wir haben mehrfach auf verschiedenen Informationsveranstaltungen die Fragen der Bürger beantwortet. Mehr können wir auch nicht tun."




twittern
facebook melden
StudiVZ melden
Google melden
Webnews melden
del.icio.us empfehlen
Mister Wong empfehlen
Linkarena melden
Windows live melden
Yahoo melden
Yigg melden
Kledy melden























Social Bookmarks